Wie die B2B Industrie Augmented Reality schon einsetzt

Von vielen Unternehmen wird Augmented Reality immer noch als Marketing-Spielerei gesehen. Vor allem in der Welt der B2B Unternehmen stellt man sich oft die Frage, inwieweit und ob Augmented Reality einen Beitrag zur Wertschöpfung beitragen kann. Dabei hat die B2B-Welt Augmented Reality schon längst in seine Prozesse integriert. Es hat sich nur noch nicht herumgesprochen.

Von Warenhaus-Logistik über Automation Produktions-Prozesse über bis zum Operationsraum – der Einsatz von Augmented Reality ist längst nicht mehr ein B2C-Phänomen, schon gar nicht bei einem Preis von rund 1.500 EUR pro Modell, des inzwischen eingestellten Google Glass Explorer Programms. Schon heute gibt es zahlreiche Einsatzfelder in der B2B-Industrie. Plattformanbietern wie Metaio, junaio, Aurasma, Blippar oder Re’flect sei Dank.

In den folgenden drei Beispielen lässt sich die Effektivität von Augmented Reality festmachen.

1.) Smart AR Glasses: DHL optimiert Logistik-Qualität

Erst Anfang des Jahres hat DHL den
erfolgreichen Test der Datenbrillen bestätigt. Dort wurden Mitarbeiter im Distributionszentrum mit Datenbrillen ausgestattet. Über diese Brillen wurden Arbeitsanweisungen eingeblendet. So konnten dort Kommissionierungsprozesse optimiert und Fehler gänzlich vermieden werden. Als Ergebnis des Tests wurde eine 25-prozentige Effizienzsteigerung in der Kommissionierung angeführt.

Auch das Open University Media Institute hat kürzlich in einem Produktionsprozess erläutert, wie Augmented Reality in der Zuleeg Textilfabrik genutzt wird, um Sicherheit und Effizienz zu steigern.

Übrigens sind längst nicht mehr Google und Apple die Hauptakteure im Wettbewerb der Smart Glasses. Epson’s Moverio Smart Glasses hat mehr Patente als Google und Apple zusammen auf den Markt geworfen haben. Und die
Microsoft Hololens wird erst im nächsten Jahr in den Markt einsteigen. Wenn man sich überlegt, dass die große Zukunft von Microsoft vorwiegend in der B2B Welt liegt, dann wird klar, dass man hier erst am Anfang einer neuen B2B-Ära steht.

2.) Smarte AR Apps visualisieren Produktionsanlagen und komplexe Produkte

Oft geht es für Unternehmen darum, möglichst effizient komplexe Produktionsanlagen oder Produkte für Kunden darzustellen. Wer nun komplexe Technologieparks oder Roboterprozesse darstellen wollte, musste entweder die Kunden vor Ort zu bestehenden Kunden einladen (was nicht ganz so einfach ist, gerade wenn man zusätzlich Materialflüsse und Workflows erklären will), oder ganze Lastwagen in Messehallen oder ins Unternehmen stellen (und ggfls. “aufschneiden“), wenn man als Zulieferer die eigenen Produkte darstellen wollte.

Insofern liefern smarte Apps mit einer Einblendung der Maschinen in reale Kundenwelten einen entscheidenden Zusatznutzen bei der Vermarktung an die jeweiligen Kunden – ganz abgesehen von der Verkürzung der Vermarktungszeiträume, die in der Regel bei B2B Unternehmen sowieso schon lang genug sind. Interessante Beispiele zu
Trumph oder SAG aber auch Kuka Robotics kann man hier finden.

3.) „Augmented Marketing“ erweitern das B2B Vertrieb

Bisher wurde Augmented Reality im B2B Marketing (wie auch in B2C Beispiel des
IKEA Katalogs) oft als Erweiterung der Print-Marketing Aktivitäten gesehen und genutzt, worüber wir schon
vor einiger Zeit ausführlich berichtet haben. Ob das dann mit QR Code oder ohne läuft, ist dabei unerheblich.

Inzwischen ist Augmented Realiyt im Vertrieb längst angekommen als Tool zur Verkaufsunterstützung. So nutzt WMF Augmented Reality zum Verkauf hochwertiger Kaffeemaschinen für Unternehmen und Kantinen. So kann mit einer smarten App direkt bei Kunden erörtert werden, ob der Platz zum Aufstellen der Maschinen ausreicht und, wie die Geräte vor Ort wirken.

ZF Friedrichshafen hingegen nutzte AR-Anwendungen mit der App ZF XtraFair, um den Messebesuchern Ausstellungsstücke vor Ort virtuell zu durchleuchten und den Aufbau der verbauten Teile zu erläutern. Aber auch Erweiterungs-, Aus- und Umbauoptionen können so detailliert angedacht werden.

Spot On!
Augmented Reality liefert aber auch in den Bereichen der Medizin, Öl, Gas und Petrochemie klare Vorteile. Sei es um durch schnelleren Zugang zu Daten effizientere Hinweise zu bekommen, Auszeiten zu minimieren oder die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten. Dabei liefern neue Technologien wie z.B. die
Atheer AiR Plattform mit einer gestik-gesteuerten Erkennungssoftware ganz neue Ausblicke in eine spannende Augmented reality Zukunft. Und die erlaubt dann auch schmutzige Hände und braucht kein Fingerspitzengefühl mehr.

Die Zukunft von Augmented Reality in der B2B Industrie ist noch lange nicht ausgereizt. Die Frage ist nur, welche Industrie mit den nächsten spannenden Beispielen kommt. Es bleibt spannend.

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem
HP Business Value Exchange Blog.

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