PR Trends: PR Data Analysten gesucht


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Die professionelle Analyse von Daten ist in Zeiten von Big Data eine Herausforderung für viele Unternehmen. Nicht nur in Großunternehmen, sondern auch im Mittelstand wächst die Datenmenge stetig an, die prognostizierte Datenmenge soll sich im Schnitt alle 18 Monate verdoppeln. Und in den Daten liegen wahre Schätze, sofern man sie zu nutzen weiß. In den Unternehmen herrscht also
Aufbruchsstimmung in allen Abteilungen, vorallem im Business Development, in Sales- und Marketingabteilungen  Um komplette Datenbestände zu analysieren braucht es Analyse-Werkzeuge, die heute teilweise auch schon Realtime-Analysen ermöglichen. Dabei tritt der Mensch als Analyst in den Hintergrund, er übernimmt lediglich das Monitoring, zum Beispiel über Social Media Monitoring-Plattformen. Diese Plattformen führen die Daten aus sozialen Netzwerken und Onlinequellen zusammen und je nach Fragestellung erhalten Marketing- oder Social Media-Beauftragte einen tiefen Einblick in die Gespräche in den sozialen Netzwerken.

Nun sind aber diese Gespräche nicht nur für Social Media-Beauftragten interessant, sondern auch für PR-Verantwortliche, die Social Media Monitoring-Plattformen für die Auswertung und Steuerung ihrer PR-Kampagnen nutzen. Denn Daten aus sozialen Netzwerken verraten sehr viel über die tägliche PR-Arbeit. So können PR-Verantwortliche nicht nur nachträglich die Verbreitung von PR-Meldungen oder die Durchdringung einer PR-Kampagne messen, sie können vor allem neue Themen entdecken, Themen kuratieren, PR-Kampagnen besser planen und den ROI von Kampagnen ermitteln.

Daher verwundert es nicht, dass in den PR-Agenturen und -Abteilungen neue Tätigkeitsbereiche entstehen, die aktuell auch eine neue Berufsbezeichnung mit sich bringt: Gesucht wird der PR Data Analyst.

PR Data Analyst Tweet

Die neue Berufsbezeichnung ist noch unique, aber sie macht Sinn, denn ein PR Data Analyst muss nicht nur ein Gespür für Journalismus und PR haben, sondern auch ein Gespür für Daten und Zahlen, Algorithmen und Analysemethoden. Für Menschen, die gerne investigativ recherchieren und zudem vor Queries und Metriken nicht zurückschrecken, ist das neu entstandene Berufsfeld ein Gebiet, das extrem viel Spaß machen kann. Hinzu kommt, dass besonders junge und aufstrebende Start-ups diese Positionen ausschreiben, sie sind es, die vor Big Data nicht zurückschrecken und aufgrund ihrer Social Media-Aktivität viele Spuren in den sozialen Medien hinterlassen. Daher wird in diesen Unternehmen die Stelle des PR Data Analyst nun vakant, wie man bereits in diesen Stellenausschreibung sehen kann:
Indeed und
Brandwatch.

…Combining three fields – journalism, PR and data analytics – the PR Data Analyst will closely follow news stories in every industry and field, uncover opportunities to provide social data and insights to reporters for breaking news coverage, write queries and analyze social media data within the Brandwatch listening platform, pitch media, and more …

Wer bislang noch keine Möglichkeit hatte, PR-Kampagnen mithilfe einer Social Media Monitoring-Plattform auszuwerten, kann sich einen ersten Eindruck über ein von Brandwatch kürzlich veranstaltetes
Webinar verschaffen. In diesem Webinar habe ich eine kurze Einführung zum Thema PR-Tracking gehalten. In diesem Zusammenhang bin ich auf ein äußerst interessantes Interview mit Tom Watson auf
communicationscontrolling.de gestoßen, das ich jedem Controlling-Freak empfehle zu lesen. Zudem ist Watsons
Buch „A Guide to Planning, Research and Measurement“ in der 3. überarbeiteten Auflage erschienen. In dem Interview mit communicationscontrolling.de führt Watson unter anderem auf, dass es extrem schwierig ist, valide Erkenntnisse aus der Social Media-Nutzung zu gewinnen, was wiederum zur Diskussion rund um das Thema Engagement führe. In meinem Teil des Webinars komme ich ebenfalls auf den Wert „Engagement“ für die PR zu sprechen. Und es gibt für mich eine Formel, die zukünftig für die PR-Erfolgsmessung angewendet werden kann: Reichweite + Engagement = PR-Erfolg. Für die Nutzung der Reichweite brauche ich weiterhin die klassischen Angaben der Medienverbreitung plus eine Angabe über die Verbreitung in den sozialen Netzwerken. Für die Messung des Engagements nutze ich Key-Metriken, die ich über eine Social Media Monitoring-Plattform erhalte.  Da Engagement vielerlei Facetten besitzt, ist Engagement auch weiterhin schwer zu messen, für die tägliche PR-Arbeit können aber Social Media Monitoring-Plattformen einen ersten guten Eindruck verschaffen, dieser Eindruck sollte dann aber in Einzelgesprächen vertieft werden. Zudem wird in dem Webinar anhand eines Beispiels die Auswirkung einer PR-Kampagne auf den Social Buzz erklärt, was wiederum wertvolle Aussagen bzgl. des eingesetzten Budgets ermöglicht. PR-Tracking mit Social Media Monitoring-Plattformen macht also nicht nur Spaß, sondern erlaubt auch wertvolle Einblicke in die Wirkung von PR-Kampagnen allgemein.

Weiterführende Links:

http://www.brandwatch.com/de/2014/08/monitoring-und-pr-ein-perfektes-team/

Hinweis: Ich arbeite seit über einem Jahr für Brandwatch und habe seitdem auch Zugriff auf die Plattform.

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