Das Internet der Dinge im Jahr 2025: Wie Strom, der sich durch unser Leben zieht


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Wie das Internet der Dinge unser Leben in einigen Jahren beeinflussen wird, das hat die aktuelle
Pew Research Studie ans Licht gebracht. Für die Studie wurden über 1800 Experten befragt und viele interessante Aussagen kann man in der Zusammenfassung des Reports nachlesen. Besondere Aufmerksamkeit hat bei mir das Wort „electricity“ hervorgerufen. Laut Experten soll das Internet zukünftig unsichtbar wie „Strom“ durch unser Leben ziehen, und es soll Tag für Tag wichtiger für uns Menschen werden.

Wenn ich mir das Internet wie „Strom“ vorstelle, der durch mein Leben zieht, dann bedeutet dies auch, dass das Internet an sich „liquid“ wird. So sagen die Experten voraus, dass mit Hilfe der weiteren Verbreitung von intelligenten Sensoren, Kameras, Software, Datenbanken und großen Datenzentren eine globale, immersive, unsichtbare Umgebung gestaltet wird, die vernetzte IT-Umgebungen durch einen weltumspannenden Informationsstoff, wie auch als das „Internet der Dinge“ bekannt ist, gebaut wird.

Ein weitere Feststellung lautet, dass Menschen die Welt mit Hilfe von verbesserten „Augmented Reality“-Technologien wahrnehmen, und zwar über tragbare, tragbar implantierbaren Technologien. Man denke hierbei an Google Glass, an einen Chip im Auge oder Wearables in Form von Ringen, Uhren, Chips in Kleidung etc.

In der Meldung zur Studie wird zudem hingewiesen, dass die Störung der Geschäftsmodelle, die im 20. Jahrhundert gegründet wurden, weitergehen wird. Betroffen sind die Branchen Finanzen, Unterhaltung, Verlage aller Art und Bildung. Und last but not least wird Tagging, datenbasierte und intelligente Analysen unsere physischen und sozialen Bereiche abbilden.

Die Studie regt einmal mehr zum Nachdenken an. Was bedeuten diese Vorhersagen für uns? Privat wie beruflich? Werden wir mit all diesem Strom, der sich durch unser Leben ziehen soll, zurechtkommen? Welche Vorteile bieten sich für den Einzelnen und wer bleibt auf der Strecke? Wenn wie oben beschrieben bestimmte Branchen von der Eruption besonders betroffen sind, wie werden sich dann andere Bereiche gestalten, wie zum Beispiel die Werbeindustrie? Wird die Werbung das „Internet der Dinge“ positiv für sich nutzen können, oder muss Werbung neu gedacht werden? Folgende Aussage hat mich bewegt, das „Internet der Dinge“ und dessen Vorteile, die sich Werbetreibende erhoffen, mit anderen Augen zu sehen:

„The biggest shift is a strong move away from a single do-everything device to multiple devices with overlapping functions and, above all, an inter-relationship with our other devices.“
PAUL SAFFO, MANAGING DIRECTOR OF DISCERN ANALYTICS

Die digitale Werbeindustrie hat bereits ein großes Problem, alle derzeit verfügbaren Geräte optimal zu bespielen. Das Problem sind die unterschiedlichen Geräte, die unterschiedlichen Screens, die unglaublich vielen sozialen Netzwerke mit all ihren Beschränkungen bzgl. Platzierung von Werbung. Dazu kommen Publisher, die dem Trend nicht mehr folgen können, weil ihre Infrastruktur an Grenzen stößt. Und mittendrin der Konsument, der sowieso macht, was er will. Der nicht mehr getaggt werden möchte, der Cookies ausschaltet und Banner blockiert und sich zunehmend seine „Welt“ im Netz mit Hilfe seiner Netzwerke und Apps selbst gestaltet. Wie werden Markenunternehmen mit dem „Internet der Dinge“ zurechtkommen, wenn es sich wie Strom durch das Leben eines Konsumenten zieht? Wenn es keinen Anlaufpunkt mehr gibt und sich somit auch gefühlte Grenzen des bisherigen Internets auflösen? Muss dann wieder kleinräumiger gedacht werden, um nicht völlig im Chaos unterzugehen? Die werbetreibende Industrie und auch Agenturen stellen sich heute dieser unglaublichen Vielfalt, aber bedeutet diese Vielfalt auch tatsächlich, das Erreichen eines Menschen?

Wenn das Internet der Dinge sich zukünftig wie Strom durch das Leben der Menschen zieht, dann sollten sich Unternehmen heute fragen, welche Rolle sie in diesem Strom übernehmen wollen und müssen. Die Studie, die noch viele weitere Themen beschreibt, ist als Download erhältlich. Ich bin mir sicher, dass diese Studie und die darin enthaltenen Aussagen für viele von uns als Grundlage für viele Fragen und für neue Businessmodelle gelten wird.

“We will eventually be able to interact via thoughts, but it won’t be common by 2025. However, verbal interaction will be commonplace. We will talk to devices in essentially the same way we talk to other people. Yes, you will be permanently connected to the network via wearable devices. You will interact with these devices mostly by voice, as you would interact with another person. Centuries ago, rich people had servants, and in the future, we will all have cyberservants.”
HAL VARIAN, CHIEF ECONOMIST FOR GOOGLE

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