10 Jahre: Happy One & Danke, Facebook!

Credits: © Ruth Black - Fotolia.com


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Im Jahr vor deinem zehnten Geburtstag gab es so manche harsche Nachrichten über Dich, Facebook. Dass die Jugend immer mehr auf Abwegen in Richtung
Whatsapp oder
Vine sei. Dass eine
Universität der Meinung sei, es gäbe Dich in drei Jahren nicht mehr (was Du
brilliant gekontert hast). Dass Du eine
geliebte Datenkrake seist und dein Targeting mehr erheiternd und fragwürdig, denn nützlich und gewinnbringend im Marketingsinne. Auch ich habe das mehrfach in Frage gestellt. Und Dein Deutschlandchef Scott Woods musste darunter auch mal in meiner Moderation eines
dmexco Night Talks leiden.

Tatsache ist…

Es hat Dir bisher alles nicht geschadet. Du hast zehn Jahre überstanden und so manchen geplanten Angriff eines ambitionierten (
Diaspora oder
Path
– redet da noch jemand drüber?) sozialen Netzwerks überlebt bzw. die Versuche revitalisierter Plattform wie u.a. Myspace oder Yahoo vergessen lassen.

Herzlichen Glückwunsch! Facebook, Du bist hart im Nehmen. Kommen wir also zum Geben…

Viele Abiturkollegen, Studienkämpen oder Weggefährten hast Du mir wieder ins Leben zurück gebracht. Ja, Du hast es sogar geschafft, mich mit demjenigen Menschen zusammen zu führen, dem ich mein Abitur, mein Studium und so manches in meiner Karriere verdanke. Diese Person habe ich lange über Google, Yahoo oder ähnliche Suchmaschinen gesucht.

Du hältst mich auf dem Laufenden mit Sinnlosem, Nutzlosem, Fröhlichem, gleichermassen bereicherst Du mein Wissen und regst mich zum Nachdenken an. Vor allem aber hast Du Kommunikation mit einigen von meinen Facebook-“Freunden” geschaffen. Ich bin gut informiert über die, die Facebook als Kommunikationsplattform sehen. Und die Selbstdarsteller schaltet man halt einfach aus. Klick. “Ich möchte das nicht sehen.” Klick. Ende. Noch ein Danke!

Zurück geben könntest Du mir aber dennoch eine Sache: Die Entscheidungsfreiheit, das zu sehen, was ich gerne sehen möchte. Nicht das, was viel Engagement (Likes oder Kommentare) erzeugt hat, wo viel Lärm um Nichts entsteht, oder was längst vergangen ist. Die Zeit habe ich nicht. Die
Geduld habe ich nicht. Und
Langeweile war gestern. Posts von gestern oder vorgestern sind wie kalter Kaffee, und nicht eiskaltes Red Bull, was mir besser schmeckt.

Facebook, Du verbrennst zwar viel Zeit, aber Du bringst Vergessenes und Verlorenes zurück, baust Brücken zwischen Menschen (wenn sie es wollen), und bringst mich viel zum Lachen mit Freunden.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, und uns, dass Du den angesprochenen Wunsch aufnimmst und mal überlegst, was
Dir deine Community so Wert ist. Vergiss nie, dass Du von uns lebst!

“True leaders don’t create followers… they create more leaders.” – J Sakiya Sandifer