Näher am Menschen: Shell’s Unternehmenskommunikation wird durch Corporate Video ehrlicher


© Ivelin Radkov – Fotolia.com

Eine massive Veränderung der Unternehmenskommunikation durch Corporate Videos prognostizierte Sven Herold, Vice President Creative Development Royal Dutch Shell plc London, auf dem
1. Trend Day Corporate Video in München. Wie sich diese Veränderung bereits in der Unternehmenskommunikation von Shell bemerkbar macht, erklärte Sven Herold anhand von beeindruckenden Videoproduktionen und Ergebnissen aus Zielgruppen-Umfragen. Unter anderem zeigte Herold unterschiedliche Produktionen aus den einzelnen Ländern, die vor allem den Arbeitsalltag von Shell in den Fokus rücken. „Content steht bei uns an erster Stelle, das Storytelling kommt aus den einzelnen Ländern“, so Sven Herold. Dadurch wird sichergestellt, dass „echte“ Menschen und Stories aus dem Unternehmensalltag in den Vordergrund rücken, denn diese Geschichten erzeugen Emotionalität. Shell arbeitet daher nicht mit Corporate TV-, sondern mit TV-Produktionsgesellschaften zusammen. „Wir wollen in eine andere Richtung gehen und mit unseren Produktionen als Medienhaus wahrgenommen werden. Wir wollen wie JOURNALISTEN AN DEN CONTEN RANGEHEN“, bestätigt Sven Herold.
Und diese Richtung zahlt sich bereits aus: Die Verweildauer der Zuschauer, die sich mit den Videos beschäftigen, steigt: 50 Prozent der Zuschauer schauen die Videos von Shell bis zum Ende an. Und die Videos von Shell werden auf unterschiedlichen Plattformen konsumiert. Ob auf der eigenen Unternehmens-Webseite, als auch auf den Facebook-Seiten des Unternehmens oder auf YouTube. In Sachen Abrufzahlen rückt Facebook als ein starker Enabler in den Vordergrund.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Content, bei dem nicht das Unternehmen, sondern immer die Story im Vordergrund steht, auch über andere Medien transportiert werden kann. Eine Marktforschungsgruppe in London hat zudem festgestellt, dass Personen, die vormals keine positive Einstellung zum Unternehmen zeigten, mit Hilfe der Videos eine positivere Einstellung erlangten.

„Wir wollen in Zukunft so guten Content im Unternehmen produzieren, so dass mehr auf den Content als auf das Unternehmen geschaut wird. Und wir wollen weg vom Marketing Push.“ Ein weiterer Vorteil der neuen Herangehensweise beschreibt Herold wie folgt: „Wir haben unsere eigenen Kanäle, wir brauchen keine Medienhäuser mehr, um unsere Inhalte ausstrahlen zu können.“ Da Shell als Media House agiert, ist das Unternehmen nun auch Mitglied in der britischen Organisation
AIB. Interessant ist, dass Shell zukünftig mehr Geld in die Produktion von Corporate Videos investieren möchte und hierzu Mediagelder kürzt. Weniger Mediabudget bedeutet aber nicht weniger TV-Präsenz, denn Medienhäuser würden nun Geld für Shell’s Videoproduktionen zahlen, um diese ausstrahlen zu können. Es gibt zum Beispiel Kooperationen mit BBC / Inside Shell oder mit Euro Sport für den Rennsport.

Bei Shell geht es also länger nicht mehr um die Marke. „Wir wollen offener sein, ehrlicher als unsere Wettbewerber. Und wir wollen unsere Reputation dadurch stärken. Wir wollen näher an den Menschen ran.“

Veranstaltet wurde der 1. Trend Day Corporate Video am 5. Dezember 2013 im Arri Kino in München vom CTVA. Neben Sven Herold sprachen weitere Vertreter aus der Industrie wie Tobias Dennehy, Siemens AG, München, und Martin Spingys, Bayer AG, Leverkusen. Zum 1. Trend Day Corporate Video wurde zudem eine neue CTVA-Grundlagenstudie von Prof. Dr. Sven Pagel, FH Mainz; Prof. Dr. Horst Peters, FH Düsseldorf präsentiert: Der Corporate Video Index Deutschland. Infos hierzu gibt es über die
CTVA.

 

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