Die Vernetzung unserer Endgeräte mit dem Internet der Dinge

Wie wird das toll werden, wenn sich die Milchflasche über unser Smartphone meldet, dass die Milch bald sauer ist. Oder wenn wir unser WC über unser Tablet steuern können und je nach Uhrzeit, Temperatur oder was auch immer Musik abspielt und individuelle Spülungen in Gang setzt. Nehmen wir Nest, das wunderbare Thermostat, das zukünftig lernt, wann und wie warm unsere Wohnung beheizt werden soll. Nest wird dies dann zukünftig automatisch tun, denn es lernt mit jeder Einstellung und regulieren können wir es auch über unser Smartphone. Nun hat Apple mit
iOS8 weitere Innovationen wie Homekit angekündigt und wir sehen alle, dass die Vernetzung unserer Endgeräte mit dem Internet der Dinge schneller voran schreitet, als wir das erwartet haben. Die Geschwindigkeit der Vernetzung ist erstaunlich, und diesen Eindruck bestätigte auch David Rowan, Editor, WIRED (UK), der auf der diesjährigen
Performance Marketing Insights Europe 2014 in Berlin die Keynote am zweiten Tag der Veranstaltung hielt.

David Rowan, WIRED Editor, auf der PMIEU in Berlin


David Rowan, WIRED Editor, auf der PMIEU in Berlin

David Rowan hat all diese schönen Innovationen, die nur darauf warten hereingelassen zu werden, eindrucksvoll in seiner Keynote „
Building a Culture of Connectivity Through Technology“ präsentiert. Das Internet der Dinge ist da, die Vernetzung ebenfalls, so Rowan, und er hebt dabei nicht nur die Geschwindigkeit und Dynamik hervor, die hinter diesen Entwicklungen steckt, sondern vorallem die hohe Bereitschaft der Internet-Giganten und Endgerätehersteller in diese Dinge zu investieren. Milliarden an Dollars von privaten Investoren, Venture Capitalists und allen voran Google, Amazon, Facebook und Apple werden für das „Internet of Things“ aufgewendet, denn jeder möchte mit seinem Endgerät mit Produkten vernetzt sein, mit denen sich Konsumenten tagtäglich beschäftigen. Denn wenn einmal das Produkt mit dem Smartphone vernetzt ist, dann wechselt man wahrscheinlich noch seltener sein Betriebssystem als zuvor. „The physical world is going online, when everything has a sensor“ sagt David Rowan und ich denke dabei automatisch auch auf die Herausforderungen in der Marketingkommunikation. Kommunikation muss einfach, sprich über den Sensor, vermittelt werden, denn wer möchte noch irgendwas in sein Smartphone auf Twitter oder auf Facebook tippen, das muss vollautomatisch gehen, wenn man es will. Das Internet der Dinge treibt somit auch die Kommunikation in eine neue Richtung, denn ein Großteil der Kommunikation wird sich zukünftig darum drehen, welche Erfahrungen ein Konsument mit einem Produkt oder Service macht und zwar “Just in time”, also genau dann, wenn man sich damit beschäftigt. Rowan sagt: „It’s all about the consumer experience“. Und wenn das so ist, wenn man sich diese Aussage vor Augen hält, dann kann man auch Kommunikation rund um das Internet der Dinge neu denken. Ich weiß ja nicht, ob ich ständig auf Twitter kundtun möchte, ob meine Milch gerade sauer wird und ich soeben eine neue Milch geordert habe, aber vielleicht zeigt mir meine Wellness- App an, dass ich bereits zuviel Milch in der Woche getrunken habe, (das sollte man ja vermeiden). Daher empfiehlt mir die App doch zwischendurch eine Sojamilch zu kaufen, das würde auch meinem Organismus gut tun, und auf Twitter erhalte ich über intelligente Vernetzung zeitgleich tolle Empfehlungen von Freunden, die gerade mit Sojamilch leckere Drinks gezaubert haben. Natürlich sind die Empfehlungen gesponsert, aber sie helfen mir genau in dem Moment weiter, in dem ich mir das letzte Glas Milch schmecken ließ. Kommunikation kann im Zeitalter der Vernetzung so einfach sein. Lassen wir uns darauf ein.

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