Corona-Lockdown: Ideale Zeit fĂŒr Trainings und Strategie

Das Coronavirus hĂ€lt Mitarbeiter und Unternehmen in Atem. Die Welt ist gestresst. Viele Menschen wirken dennoch unfassbar „busy“. Und das, obwohl man meinen sollte, daß die Businesswelt gewaltig entschleunigt wurde. Alle großen Firmen-Veranstaltungen sind abgesagt – mindestens mal bis Ende August 2020. Selbst die „Wiesn“, die in Bayern das Business bekanntlich fĂŒr zwei Wochen ordentlich runterfĂ€hrt, legt erstmalig eine historisch einmalige Pause ein.

Viele FĂŒhrungskrĂ€fte reagieren nervös und fragen sich: Wann mache ich jetzt was mit meinem Team? Wie sieht mein Notfall-Programm jetzt eigentlich aus? Worauf basiere ich meine Arbeitsschwerpunkte? Mit so manchem Zeit-Gedanken lĂ€sst sich hier Ruhe in so manche Management-Etage bringen…

Zeit planen: Strategie & Ziele entwickeln

NatĂŒrlich stehen Vertrieb und Marketing grade in diesen Zeiten gewaltig unter Druck. Die Umsatzzahlen sollen stabil bleiben. Die Leads sollen auch ohne Meetings ins Unternehmen fliessen. Und das Ganze erzielen die Teams am besten ohne große Investitionen. Was wie eine „Mission Impossible“ wirkt, kann bei strategischer Neuaufstellung die Weichen stellen, um nicht nur Vertrieb und Marketing endlich zu vereinen, sondern auch entsprechend taktisch digital neu aufzustellen.

Eine solche Chance einer unternehmerischen Neuorientierung bleibt vermutlich einmalig, wie schon in einem Artikel der iBusiness angemerkt:

„Wenn ein Unternehmen nur wegen des Wegfalls der Leadquelle „Messen“ eine dĂŒnne Pipeline aufweist, hat man Trends wie Marketing Automation, Social Selling und Customer Experience verschlafen. Es ist aber sowieso davon auszugehen, dass die Industrie in dieser Krise die Digitale Transformation neu ĂŒberdenkt.“

Wenn das Business sich dank Corona eine Auszeit nimmt, muss man sich fĂŒr den Neustart und zukĂŒnftige Ausfallzeiten wappnen. Auch vom Home-Office aus lassen sich Teams zu Strategiebesprechungen zusammenbringen und neue Ziele der Kundenansprache und Kundenakquise sowie des Kunden-Engagements entwickeln. Die Zeit der strategischen Planung ist jetzt, die virtuellen Möglichkeit lange verfĂŒgbar – ein Office dafĂŒr komplett unwichtig. Nie war es so ruhig. Nie lenkten keine Kaffee-Meetings ab. Nie konnte man sich so darauf konzentrieren.

Zeit nutzen: Trainieren & Vorsprung sichern

Viele FĂŒhrungskrĂ€fte berichten, dass sie teilweise bis zu 12 Stunden in Video-Calls verbringen. Hat das Management den Kunden oder die Mitarbeiter im gewinnbringenden Fokus? Wenn ich mir so manche Customer Experience Werte von Unternehmen auf kununu, auf Facebook oder Google Bewertungen und Reviews ansehe, so darf offensichtlich der Puls der Kunden und Mitarbeiter gerne ohne Gegenmassnahmen nach oben schnellen, aber das Management ĂŒbersieht oder ignoriert offensichtlich diese bedrohlich steigende Hitzekurve.

Da derzeit zahlreiche Veranstaltungen ausfallen sowie auch viel bĂŒrointerne „Persönliche Verteilzeit“ aufgrund des Home-Office entfĂ€llt, mĂŒssten die Mitarbeiter wie Manager im Grunde grundsĂ€tzlich viel Zeit fĂŒr Fortbildung nutzen können. Sei es um neue Trends des Marketing zu erkunden, die Customer Experience intern wie extern zu optimieren, neue digitale Arbeitsformen zu erlernen, oder aber auch Social Selling besser zu nutzen. Nie war die Zeit besser, Mitarbeiter digital fit zu machen und sie gemĂ€ĂŸ im Puls der Zeit aufzugleisen.

Zeit investieren: Testen & VerstÀndnis gewinnen

Viele Teams testen gerne mit Pilot-Projekten und schicken nicht gleich alle ihre Mitarbeiter in virtuelle Trainings. Die meisten Unternehmen gewĂ€hren entweder denen Fortbildungen, die eine große AffinitĂ€t zu speziellen Themen aufweisen. Oder es werden die trainiert, die im Train-the-Trainer Prinzip ihr Wissen als Line-of-Business Verantwortliche mit ihren nĂ€chsten Mitarbeitern das Erlernte dann weitergeben sollen. Manchmal ergibt sich hierbei allerdings auch, dass der Trainer dann doch schneller und gezielter in seiner didaktischen Methode „philosophiert“.

Wie auch immer, bieten uns die dank Coronavirus entstandenen „No-Commuting-Days“ die Chance, die gewonnene Zeit sinnvoll zum VerstĂ€ndnisgewinn zu investieren und neue Themen rund um das Digital-Marketing und Digitalstrategie neu zu bewerten. Wer nicht pendeln muss, erzielt laut Inrix allein in MĂŒnchen einen Stau-Zeitgewinn von fast 11 Tagen (87 Stunden).

Trotz dieser positiven Effelte, die sich aus nahezu keinem „Commuting“, (erzwungenem) Home-Office sowie Zeitgewinn ergeben, dauerte es dann doch eine Weile, bis Unternehmen diese ideale Zeit fĂŒr Trainings und Strategie fĂŒr ihre Unternehmen erkannt haben. Dennoch lĂ€sst sich in schwierigen Zeiten der VerĂ€nderung viel Positives erlernen.

Interview: Videostrategien in B2B Unternehmen

Wenn man nach rund acht Stunden dmexco 2019 Moderation-Marathon nochmal vor die Kamera geht, um seine Experte im B2B Videomarketing zu belegen, muss einem das Thema schon am Herzen liegen. Aber wenn es um Videostrategien in B2B Unternehmen geht, dann werden bei mir alte Erinnerungen geweckt, an eine Zeit vor Youtube, Facebook, Instagram, TikTok & Co. Eine Zeit, als es keine Standards gab, als viele Videoformate notwendig waren und man mit Brandbreiten sowie Firewalls kĂ€mpfte. Und ich wundere mich immer noch, warum Firmen den Mehrwert von Audio-Video Inhalten fĂŒr ihr Content-Marketing nicht nutzen.

Nachdem mein langjĂ€hriger Digital-WeggefĂ€hrte Stefan Pfeiffer derzeit Acoustic in den Markt hilft, habe ich mir gerne die Zeit genommen, um mal zu ein paar Videostrategie-AnsĂ€tze zu teilen. Wie man sieht, haben wir -trotz der spĂ€ten Stunde- unseren Spaß gehabt und ein paar wertvolle Video-Tipps fĂŒr B2B unternehmen in Zusammenarbeit mit Gunnar Sohn zusammengetragen.

Und fĂŒr die Business-Entscheider oder Unternehmenslenker, die mehr zum Thema Videostrategien in B2B Unternehmen wissen wollen, gibt es 2020 wieder neue Seminartermine zu „Social Media in B2B Unternehmen“.

Fast die HĂ€lfte der Unternehmen untersagt den Mitarbeitern Social Media Nutzung

Alle wollen es, alle tun es – nur die Unternehmen strĂ€uben sich noch: Bloggen, Twittern und Facebook-Austausch entzweit die Unternehmenswelt. Eine aktuelle Studie von Cisco zeigt, was letzte Woche auch eine Studie von Robert Half angedeutet hat. 44% der deutschen Unternehmen untersagen die Nutzung von Social Media wĂ€hrend der Arbeitszeit.

Die aktuelle Studie mit dem Titel „Collaboration Nations“ unter 1.000 IT-Entscheider und 2.000 IT-Anwender in den LĂ€ndern USA, England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, China, Russland, Indien und Japan belegt, daß auch die Blogs mit 35% und YouTube 38% noch weit davon entfernt sind, in Unternehmen Anklang zu finden. Offensichtlich sind den Unternehmen die VorzĂŒge und Benefits von Social Media im Daily Business noch unklar.

„Social Media ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil des tĂ€glichen Lebens und Arbeitens und kann Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile verschaffen“… „Ein Verbot der Anwendungen ist der falsche Schritt“ Michael Ganser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Cisco Deutschland

Was Verbote bewirken, zeigen die Studienergebnisse. Schließlich gibt es genug Wege auch wĂ€hrend der Arbeitszeit Social Medi zu nutzen. Als SchlĂŒssel sein hier nur mal die verschiedensten mobilen EndgerĂ€ten erwĂ€hnt. 40% der befragten deutschen Arbeitnehmer nutzen laut der Studie mindestens einmal in der Woche die verbotenen Anwendungen.

Auch hierfĂŒr liefert Cisco eine plausible ErklĂ€rung. Die Arbeitnehmer haben kaum eine andere Wahl. Um ihre Jobs optimal erledigen zu können, benötigten sie die sozialen Anwendungen und Tools. Außerdem erleichtere es den effizienten Austausch mit Kollegen oder Kunden.

Spot On!
Social Media ist keine Frage des „Teilnehmen-Wollens“ mehr. Ob MittelstĂ€ndler oder Konzern – weder der eine, noch der andere sollte sich dem Trend und der Entwicklung der modernen Mediennutzung entziehen. Social Media findet sowieso statt – ob mit oder ohne die Unternehmen. Die Frage ist also vielmehr: Soll man als Unternehmen den Kulturwandel zulassen und wenn ja, mit welchen Social Media Richtlinien (Guidelines) ermöglichen wir als Unternehmen dies. Daß dabei auch gleichzeitig die Sicherheit der Unternehmens-IT gewĂ€hrleistet wird, ist natĂŒrlich ein schöner Nebeneffekt fĂŒr die Studienmacher von Cisco.

Wie Landing Pages konvertieren…

In den letzten Tagen habe ich mir mal die Anzeigenkampagnen der Firmen angesehen, die ĂŒber Google Adsense auf meinem Blog werben – also sogenannte Suchmaschinen-Kampagnen fahren. Um es kurz zu machen… Das Ergebnis ist nicht gerade positiv ausgefallen. Nach ungefĂ€hr 50 Webseiten stand bei 37 meine Testurteil-Frage: Was ist das Ziel der Kampagne? Oder: Wollen die nicht mit mir als potentiellem Kunden sprechen?

ZielfĂŒhrung einer Kampagne fĂ€ngt mit der Teaseranzeige, auch Text-Anzeige genannt, an. Vor ungefĂ€hr einem Jahr habe ich darĂŒber mal geschrieben, wie die zur Lead Generierung fĂŒhrt.

Offensichtlich ist manchen Firmen noch nicht klar, daß man mit einer guten Textanzeige eine hohe Erwartungshaltung beim Kunden weckt. Denn, wenn dort steht „Erhalten Sie Ihr Exemplar hier!“, dann will man auch an sein Ziel gefĂŒhrt werden, und nicht in die Irre. Oder mit zahlreichen anderen Promotions ins Nirvana der Unternehmenskommunikation gelangen.

Die Landing-Page ist der SchlĂŒssel des Erfolges einer Online-Kampagne. Der User erwartet nach dem Klick auf die Anzeige maximal noch einen weiteren Klick auf der Landing Page, um sein Ziel zu erreichen.

Jegliche Ablenkung -grafisch oder textlich- sowie das Nichterkennen eines Mehrwert nach dem Klick, fĂŒhrt zum Verlassen der Webseite durch den User (vermutlich langfristig). Das Web bietet leider zu viele Angebote und so mancher Mitbewerber wird einen optimaleren und zielfĂŒhrenderen Weg den Kunden offerieren. Auch wenn Konkurrenz das GeschĂ€ft belebt, sollten man das Feld dem Mitbewerb nicht so einfach kampflos ĂŒberlassen.

Ein paar DenkanstĂ¶ĂŸe zur besseren Konvertierung von Landing Pages…

Adressierung
Machen Sie Tests mit ihren Kunden, auf welche Textbausteine ihre Zielgruppe anspringt. Die Suchbegriffe sollten schon in der Überschrift erkennbar sein und in verschiedenen Varianten ausprobiert werden.

Wording
Die Textanzeige sollte immer dieselbe Sprache wie die Landing Page sprechen. Verschenken Sie nicht Werbegelder, indem falsche Hoffnungen, Erwartungen und BedĂŒrfnisbefriedigungen beim Kunden geweckt werden, die die Landing Page nicht halten kann.

FĂŒhren
Nehmen Sie den User bildlich gesprochen bei der Hand und fĂŒhren Sie ihn ĂŒber die Landing Page zum Ziel. Was der User nicht sofort erkennt, ist ein Abwanderungsgrund. Klare Ansagen sind notwendig. Wenn Sie in ein Museum kommen, wollen Sie auch nicht erst die Kasse suchen mĂŒssen.

Link Setting
Sucht ein User nach Äpfeln, will er nicht in der Oberkategorie Obst landen. Und wenn jemand einen Fussball sucht, will er nicht mit PlastikbĂ€llen konfrontiert werden. Seien Sie also lieber ehrlich zu sich sowie vor allem ihren Kunden. Stellen Sie eine exakte verlĂ€ssliche Verlinkung zu Produkten oder Services her.

Registrierung
In der KĂŒrze liegt die WĂŒrze. Man benötigt heute nicht einen Datensatz von 15 Pflichtfeldern. Die Telefonnummer oder Email reicht allemal aus. Es sei denn, Sie schicken immer noch Printmailings und Flyer raus. Nicht vergessen im Zeitalter des Social Web: Online is talking, print is silence!

Kommunikation
GesprĂ€che konvertieren am besten. Wenn Sie den Kunden gleich in ein GesprĂ€ch einbinden möchten, bieten Sie doch mal ihr Blog, Facebook, Twitter oder sonstige Social Networks als GesprĂ€chsplattformen ĂŒber die Landing Page an.

Spot On!
Nur 15% nehmen Textanzeigen auf Suchseiten wahr. Den meisten Landing Pages fehlt die FĂŒhrungslinie zur Call-To-Action. Wenn ein Kunde ihrer Anzeige also die Aufmerksamkeit schenkt, sollten sie wissen, daß im F-Modus eine Landing Page gescannt wird. Die Headline und der linke Frame ebnen letztendlich den Weg, welcher ihnen die TĂŒr zum Kunden öffnet.

Studie: Wie DAX 30 Unternehmen im Social Web experimentieren

Dax neuEine aktuelle Vergleichsstudie zeigt, daß rund drei Viertel der DAX 30-Unternehmen inzwischen im Netz twittern und knapp zwei Drittel sind auf Youtube vertreten. Facebook wird hingegen nur von der HĂ€lfte eingesetzt. In der BlogosphĂ€re zeigen sich nur 30% der grĂ¶ĂŸten deutschen Aktiengesellschaften mit einem Auftritt.

Die Ergebnisse der Vergleichsstudie von Prof. Dr. Lothar Rolke und Louisa Flocke von der Fachhochschule Mainz zeigen, wie unterschiedlich die EinsĂ€tze der großen DAX Unternehmen im Web 2.0 sind. Manche seien sogar noch gar nicht vertreten, andere wie die Autohersteller BMW, VW und Daimler sind bei allen vier Onlinemedien prĂ€sent: Facebook, YouTube, Twitter und Blogs.

SAP, Adidas und Telekom lassen sogar „einen konzeptionellen Ansatz erkennen“, so die Studienmacher. Andere seien eher distanziert, was die Webgesellschaft betrifft. Als Beispiele werden hier genannt: Commerzbank, Hannover RĂŒckersicherung, K&S und Metro, MĂŒnchener RĂŒck und ThyssenKrupp.

Vor einer Verweigerungshaltung der Unternehmen hinsichtlich des Social Web rĂ€t der Wirtschafts-Professor jedoch ab. Das lade zu sogenannten Fake-Accounts ein. Der Vorteil von Web 2.0-Plattformen fĂŒr die Markenbildung sei gegeben. Eine noch laufende Befragung von Twitter-Followern zeige, dass sich das Image von Unternehmen positiv verĂ€ndert, wenn die Unternehmen ĂŒber diesen Kanal einen regelmĂ€ĂŸigen und möglichst persönlichen Dialog fĂŒhrten.

„Kontrollverlust im Netz, Angst vor der unbekannten Masse der weltweiten User und das Unvermögen, Vorteile der Onlinewelt mit den Nutzern erwartungsgerecht zu teilen, sind die HauptgrĂŒnde“, so Rolke, „gar nicht oder nur vorsichtig im Netz zu experimentieren. (…) „Nur wenn Unternehmen den Mut haben, kommunikative Experimentier-Baustellen in der Webwelt einzurichten, werden sie lernen die großen Chancen des Internets zu nutzen“, meint Prof. Rolke.

Spot On!
Die Chance, die Unternehmen mit der Nutzung von Social Media haben ist, daß sie sich „entanonymisieren“, sich ein Gesicht geben und sich „vermenschlichen“. Sie werden fĂŒr den Konsumenten faßbar, machen diesen zum virtuellen Mitarbeiter und er fĂŒhlt sich nicht nur als Umsatzlieferant. Denn: Gehen die Unternehmen auf Anregungen, Ideen oder Kommentare ein, verbessert sich die Produkt-QualitĂ€t und der Mehrwert fĂŒr den Konsumenten. Es gibt keinen besseren Input als den des Kunden, oder nicht? Eine erkennbare Social Media Strategie sei ĂŒbrigens noch nicht zu erkennen, so die Studienmacher. Wundert das? Schließlich gibt es die Branche ja auch noch nicht lange, StrategieansĂ€tze erfordern diese Nachhaltigkeit jedoch. Erfolge sind dennoch zu verzeichnen. Als Beispiele genannt wurden die YouTube Channel: Adidas („adidasOrginals2009„) und Siemens („siemensanswers„) oder der Lufthansa Twitter Account.

Studie: B2B-Entscheider nutzen Web 2.0 fĂŒr Investitionsentscheidungen

BusinessWas im Consumer-Bereich kein Geheimnis mehr, bestĂ€tigt sich jetzt auch im B2B-Bereich: Im Prozess der Investitionsentscheidungen nutzen deutsche Manager vermehrt das Web 2.0 – und suchen erstmal im Internet nach aussagekrĂ€ftigen Fakten.

85% haben einen spĂ€teren Dienstleister im Internet gefunden. Was frĂŒher ein großes Plus der Print-Fachzeitschriften und Fach-Messen war, verlagert sich immer mehr in die Onlinewelt. Suchmaschinen, Herstellerseiten, Anbieterverzeichnisse, Online-Fachportale und -Netzwerke laufen den klassischen Fachzeitschriften immer mehr den Rang der Business-Entscheidungshilfen ab.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie (mittels Telefonumfrage) von Virtual Identity unter 750 GeschĂ€ftsfĂŒhrern oder verantwortlichen Managern aus mittelgroßen Unternehmen (Minimum: 50+ Mitarbeiter und Investitionsvolumen von einer Millionen EUR).

B2B Nutzung Web

Sie bringt diese VerĂ€nderungen im Businessverhalten jetzt mit Zahlen zum Ausdruck. Weiterhin entscheidend bleibt aber auch die Meinung von Kollegen und Fachexperten, die nach der Vorauswahl eines Dienstleisters grĂ¶ĂŸere Bedeutung erhalten.

B2B Entscheidung Final

Wer denkt, Business-Entscheider nutzen die sozialen Netzwerke nicht regelmĂ€ĂŸig, der irrt sich. Hier die Essentials der Studie…

– B2B Entscheider verbringen zwei Stunden ihrer tĂ€glichen Arbeitszeit im Web
– 40% der B2B Entscheider nutzen regelmĂ€ĂŸig Internet-Foren fĂŒr berufliche Zwecke
– 28% der Entscheider nutzen regelmĂ€ĂŸig aktiv den Dialog in Internetforen fĂŒr den Austausch mit Fachexperten.
– Nicht verwunderlich ist, daß XING mit 30% der Befragten eine der beliebtesten Plattformen fĂŒr den Businesstalk geworden ist.

Spot On!
Die Studie macht aber noch eins klar. ZugangsbeschrĂ€nkungen zu Social Media fĂŒr Mitarbeiter wird dem Unternehmenserfolg nicht gerade zutrĂ€glich sein. Die Nutzung dieser modernen Online-Medien wird bei B2B Entscheidern immer beliebter.

B2B Social Media Nutzung

Das Engagegment der Mitarbeiter am bzw. im Social Web bietet Unternehmen die Option, Wettbewerbsvorteile schneller zu erkennen und bei der Auswahl der Produkte oder Dienstleister vom Wissen und der Urteilskraft Gleichgesinnter zu profitieren. Insofern kann man Business-Entscheider nur ermutigen, ihren Mitarbeitern den Vorteil der Nutzung des Web 2.0 immer wieder vor Augen zu fĂŒhren.

Studie: Nur 15% nehmen Suchwortanzeigen wahr

Eine aktuelle Studie von Interface Consult macht klar, daß nur rund 15% der Nutzer Suchwortanzeigen auf Ergebnisseiten von Suchmaschinen wahrnehmen. FĂŒr die AuffĂ€lligkeit der Anzeige ist die Intention des Nutzers entscheidend. Je nachdem, ob er kaufen oder sich infomieren will, fallen die Suchwortanzeigen mehr oder weniger ins Auge.

Die Eyetracking Studie hat das Suchverhalten auf Google und die Wirkung der Suchergebnisse auf den Nutzer unter die Lupe genommen. Die meisten Blickkontakte entfallen dabei auf organische Links und Top-Links. Die Adwords Anzeigen werden leider nur von einem geringenm Anteil der Suchenden wahrgenommen.

Welche Ergebnisse werden wahrgenommen…
Der erste Suchtreffer wird in 95% der Suchanfragen betrachtet, der zweite in 85%, etc. Treffer acht und neun werden immerhin noch von jedem dritten Nutzer wahrgenommen. Ein Àhnlich gutes Ergebnis erzielen die Top-Links, allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

Top-Links werden betrachtet…
1. Top-Link 73%
2. Top-Link 89%
3. Top-Link 93%

Als Schlussfolgerung meinen die Studienautoren…

„Offensichtlich werden Top-Links umso besser wahrgenommen, je nĂ€her sie an den eigentlichen Suchergebnissen liegen“

Adwords hingegen schneiden schlechter ab. Nur 15% der Nutzer betrachten Adwords. Interessanterweise erhÀlt die zweite Position mit 20% die meiste Aufmerksamkeit, auch wenn eins und drei nur gering dahinter liegen.

Spot On!
SEM bleibt dennoch aufgrund der Effizienz ein beliebtes Werbe-Instrument. Trotz geringer Aufmerksamkeit erzielen Suchwortanzeigen gute Ergebnisse in der ROI Gesamtbetrachtung im Vergleich zu Bannern, die vor allem mit steigender Banner-Blindness zu kÀmpfen haben. Wobei hierbei oft fehlende KreativitÀt bei der Bannergestaltung mit Schuld ist. Speziell wenn der Kauf im Vordergrund steht, können Textanzeigen gute Ergebnisse erzielen, wenn die Textanzeigen richtig aufgebaut sind. Benutzer auf virtueller Shopping-Tour klicken eher auf bezahlte Links als jene, die eine Information suchen: Jeder vierte Klick einer Person mit Kaufabsicht erfolgt auf einen bezahlten Link, wÀhrend bei Personen auf Informationssuche nur jeder zehnte Klick auf einen bezahlten Link erfolgt. Vermutlich hat sich inzwischen der User daran gewöhnt, redaktionelle Inhalte von Werbeinhalten bei Suchergebnissen zu trennen.

Studie: Twitter bei deutschen Jugendlichen unpopulÀr

Sie lieben SchĂŒlerVZ, Facebook, MySpace oder studiVZ – aber Twitter lĂ€uft bei der Web 2.0 Bewegung den Jugendlichen noch hinterher. Dies zeigt eine aktuelle, nicht reprĂ€sentative Studie aus Deutschland hinsichtlich neuer Trends bei der Webnutzung von Jugendlichen. Die Nutzung von Social Networks und Instant Messenger-Software steht im Vordergrund.

Eine aktuelle Online-Studie des Jugendreise-Veranstalters RUF Jugendreisen mit ĂŒber 3400 jugendlichen Teilnehmern zwischen 11 und 21 Jahren zeigt, daß bei mehr als 90% der deutschen Jugendlichen der Micro-Blogging Dienst Twitter unbekannt ist.

Zur Kommunikation genutzt werden von den meisten Jugendlichen im Internet ICQ, MSN und schĂŒlerVZ. Lediglich ein Prozent der Befragten nutzen laut der Befragung mit dem Micro-Blogging Dienst Twitter.

„Dass Twitter bisher ĂŒberhaupt nicht bei den deutschen Jugendlichen angekommen ist, hat uns sehr erstaunt“, sagt Dirk Föste, Vertriebsleiter bei RUF Jugendreisen. „Wir hatten angenommen, dass die Kids als erstes auf den Zug aufspringen und Twitter vom KommunikationsbedĂŒrfnis der jungen Leute profitiert“, so Föste.

Die Ergebnisse der Studie sollen in den nÀchsten Wochen veröffentlicht werden.

Spot On!
Interessant wĂ€re es, diese Befragung mal aus dem Blickwinkel zu betrachten, warum twittern Erwachsene ĂŒberhaupt? Was ist die Motivation? Selbstdarstellung? Der Drang, Medienmacher sein zu wollen? Community Building fĂŒr eigene Projekte? Bei mehr als 200 Followern ist das Folgen eh schon schwierig und wenn die Jugendlichen die Zeit dafĂŒr nicht haben, warum sollten berufstĂ€tige Erwachsene diese dann fĂŒr Twitter haben?

Studie: Welches Community-Marketing akzeptieren User?

FĂŒr werbende Unternehmen ist es ein Buch mit sieben Siegeln, wie man soziale Medien im Marketingmix nutzen soll. Welche Art der AktivitĂ€t akzeptiert der Nutzer, welche nicht? Ein aktuelle Studie der FH MĂŒnster mit dem Titel „informieren statt verkaufen“ belegt nun, daß Nutzer klare Vorstellungen von Werbung in Social Media haben.

Was frĂŒher fĂŒr klassische Medien galt, zĂ€hlt auch in den modernen sozialen Medien: Wenn Unternehmen sich als solche zu erkennen geben, sind kommerzielle AktivitĂ€ten in Communities, Foren oder Blogs fĂŒr die Nutzer akzeptabel. Dennoch muß die Trennung zwischen ‚informieren‘ und ‚verkaufen‘ klar erkenntlich sein. Mit dieser Grundaussage veröffentlicht Dr. Ralf Schengber, Marketing-Professor an der FH MĂŒnster, die Ergebnisse seiner Studie.

Deutsche Internetnutzer begrĂŒĂŸen von Unternehmen in sozialen Medien folgende AktivitĂ€t…
– Angebot eines Expertenchat (83%)
– Beantwortung produktspezifischer Fragen (75%)
– eigene unternehmensspezifischen Social-Media-Plattformen (75%)
– Unternehmenskommunikation in fremden Communities (40%)

GrundsĂ€tzlich werten die Internetnutzer den Kundenservice Gedanken positiv, da er sich gut mit AktivitĂ€ten in Social Media in Einklang bringen lĂ€ĂŸt: Information, Hilfestellung und Beratung. Der Entertainment-Ansatz wird eher kritisch gesehen. Ebenso wird auch aufmerksamkeitsheischende Werbung abgelehnt. Daß Unternehmen in den Dialog mit dem Kunden gehen, ehrt sie laut Studie aber nur dann, wenn die Meinungen der User auch die Akzeptanz und WertschĂ€tzung durch die Unternehmen findet.

„Unternehmen mĂŒssen den Dialog mit den Community-Mitgliedern suchen und deren BedĂŒrfnisse im Rahmen ihrer Kommunikation berĂŒcksichtigen“ – „Der Nutzer legt den Fokus bei Social Networks auf die persönliche Ebene – kommerzielle AktivitĂ€ten sind damit schwer in Einklang zu bringen“, meint Professor Schengber.

Spot On!
Die Studie belegt einmal mehr, daß AuthentizitĂ€t und Nutzwert von Informationen auch in sozialen Medien im Vordergrund stehen. Vorsicht und FingerspitzengefĂŒhl sind also gefragt im Gegensatz zur klassischen WerbeaktivitĂ€ten, die klar und deutlich im Sinne einer Einbahnstrasse an die Kunden gesendet wird.

Die Studie wurde im Zeitraum von Dezember 2008 bis Januar 2009 unter 380 Teilnehmer ĂŒberwiegend im Alter zwischen 20 und 29 Jahren durchgefĂŒhrt.

Studie: Langer Weg von Offline nach Online fĂŒr Firmen

Eine aktuelle Marketing-Studie „Analyse vs. Aktion“, vom Marktforschungsinstitut Loudhouse Research im Auftrag von WebTrends, belegt den schwerfĂ€lligen Übergang von Offline zu Online. Auch wenn der Online-Kanal fĂŒr Unternehmen zunehmend an Bedeutung als Absatz-, Marketing- und Kommunikationskanal gewinnt. Den Unternehmen fĂ€llt der Übergang weiterhin schwer.

Die Studie machte sich an der Frage fest: „Wie können die Produkte und Services online am besten vermarktet werden? Nur 41% aller befragten Unternehmen sind mit dem Übergang von Offline zu Online zufrieden. Dabei kristallisieren sich zwei Hauptaufgaben heraus: 53% der Manager sagen, daß ihnen die mit dem Online-Shift einhergehenden VerĂ€nderungen in den GeschĂ€ftsprozessen am meisten Kopfzerbrechen bereiten. 38% sehen die Aufgabe mit Online-Nachfrage und Anforderungen der Kunden Schritt zu halten als die zweitgrĂ¶ĂŸte Herausforderung.

Die Online-Zielgruppe ist bekannt. Das Problem im Online-Bereich der Unternehmen ist das „Wie soll ich verkaufen?“ 31% sehen das Maximum aus ihren Online-Verkaufsstrategien nicht ausgeschöpft, weil sie die komplexen BedĂŒrfnisse und AnsprĂŒche ihres Online-Publikums bislang nicht verstehen können. 47% der Befragten schĂ€tzen ihre Internet-Strategie als risikoreicher ein als ihr traditionelles Marketing – und nur 25% sehen ein geringeres Risiko.

„Obwohl das Internet einen immer wichtigeren Stellenwert als Businessplattform einnimmt, stehen Unternehmen beim Übergang zu Online vor einigen Herausforderungen“, erklĂ€rt Karl-Heinz Maier, Director Central Europe bei WebTrends. „Aber hier zeigt sich, dass Wissen ein erfolgsentscheidender Faktor ist: Mit fundierten Webanalyseinformationen können Unternehmen ihre Online-Kampagnen optimieren und Erfolge eindeutig nachweisen. Deutsche Unternehmen haben das Potenzial des Online-Kanals weitestgehend erkannt, jetzt gilt es nur noch, dieses gezielt voll auszuschöpfen!“

Spot On!
Wenn Großbritannien mit 56% die Liste im Bereich „Mehr Risiko“ anfĂŒhrt, dann weil sich hier der grĂ¶ĂŸte Markt fĂŒr Online-Werbung bietet und auch die höchste Prozentzahl an Breitbandverbindungen gegeben ist. In LĂ€ndern mit weniger Wissensstand ist die Angst vor einem Wagnis ‚Internet‘ höher (z.B. Schweden oder Italien). In Deutschland sehen 38% ein höheres Risiko und 34% ein geringeres Wagnis. Im europĂ€ischen Vergleich lĂ€uft man bei der Verbreitung und Durchdringung von Online Marketing noch hinterher.

Die Studie wurde mit 300 Interviews bei Online Marketing Managern in Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeiternin in den Regionen Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden und Australien durchgefĂŒhrt.