Content als Innovationstreiber für neue digitale Geschäftsmodelle

Inhalte, ob Musik, Filme, Texte, brauchen bekanntermaßen ein Medium, damit diese transportiert werden können. Angetrieben von neuen Technologien sind daher in den letzten Jahren viele neue Medienträger entstanden, um diese Inhalte in einer digitalisierten Welt den Menschen zugänglich zu machen. Wir konsumieren heute Content auf den unterschiedlichsten Endgeräten in vielen verschiedenen Varianten und denken dabei meistens daran, welch große Innovationen uns die neuen Technologien beschert haben. Wir denken aber nicht daran, dass es doch eigentlich in erster Linie der Content war, der Anbieter neuer Technologien dazu angetrieben hat für diese Inhalte neue Übertragungs- und Medienträger zu entwickeln. Erlaubt man sich diesen Gedanken, dann kann leicht nachvollzogen werden, warum gerade auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ein neues Ausstellungs- und Konferenzformat Premiere feiert:
TheArtPlus.

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Studie: Händler investieren zunehmend in Social Media, vorwiegend in Facebook

Social Media und Mobile sind für Händler nicht mehr wegzudenken. Sie investieren zunehmend in diese beiden digitalen Kommunikationswege, besagt eine aktuelle Studie.

Wie die Studie „State of Retailing Online 2016: Marketing and Merchandising“ von der National Retail Federation und Forrester verdeutlicht, nimmt bei Händlern Social Media und Mobile immer mehr zu – auch wenn Paid Search und Email Marketing immer noch im Lead sind.

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dmexco 2016: Schritt für Schritt zur digitalen Transformation

Morgens, noch deutlich vor Messebeginn, eine vielbefahrene Kreuzung in Köln. Eine Horde von dmexco-Besuchern wartet an der roten Fußgängerampel. Plötzlich, der Verkehrsstrom ist gerade kurz abgeebbt, sprintet einer trotz roter Ampel los – und 99 % aller Wartenden hasten hinterher.

 Bild: picture-alliance/dpa


Lohnt es sich, Trends blindlings zu folgen?

Ein Sinnbild für das digitale Geschäftstreiben? Jeder will hier unter den Ersten sein, die den nächsten großen Hype mitmachen oder dem neuesten Buzzword Leben einhauchen. Am Puls der Zeit zu bleiben ist ohne Zweifel wichtig. Und Vertreter aus Wirtschaft und Politik waren sich während der Messe einig, dass Deutschland derzeit in punkto Digitalisierung nicht gerade die Nase vorn hat.

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Die Kälte lies Social Media vergessen… Oder: Eine Grenzerfahrung – Über 400km Radeln in 20 Stunden



Die Route stand seit Wochen fest: München-Gardasee. Gute 400km Rad fahren in knapp 20 Stunden war der Plan. Alles war perfekt organisiert: Bananen und Power-Riegel im Rucksack, genügend Mineralienpulver abgefüllt. Die Bikes waren noch einmal professional durchgecheckt worden. Es konnte losgehen…

18.30 Uhr. Jetzt ging es für 3 Stunden ins Bett. Um 23 Uhr sollte es losgehen. Ein letzter Blick auf die Wetterkarte. Die Prognose war verheerend: Sprühregen, Regen, Schnee waren die Aussicht auf der über 400km langen Strecke, die in knapp 20 Stunden vor uns liegen sollten. Nahezu ein Alptraum. Hoffnung? Gering.

23 Uhr. Auf der ersten Etape zum Tegernsee keimte sie wieder, die Hoffnung. Es war trocken, aber klirrend kalt. Dennoch gab es zufriedene Gesichter. Der Mond war sichtbar, der Himmel klar. Die Erwartungen waren schlimmer.

0 Uhr. Tegernsee. Das Grinsen auf den Gesichtern erfror uns ein paar Kilometer weiter als ein grimmiger Sprühregen einsetzte, den man nur zu gern mal auf Facebook geteilt hätte. Damit auch die Freunde ihn spüren. Ging nicht. Die Hände gehören ans Bike. Sie waren nahezu unbeweglich, eisig wie die Füsse trotz bester Ausrüstung. Ein Update schreiben bei der Bananenpause undenkbar.

1 Uhr. Aachenpass. Der Regen wurde schlimmer. Wind und Kälte konkurrierten mit ihm um die Vorherrschaft der zu bereitenden Schmerzen. Das Wasser in den Schuhen stieg. Die Banane am verlassenen Grenzübergang des Achenpasses schmeckte erschreckend frisch. Den Zehen drohte dagegen Auskühlung bei nebliger Atemluft, die unsere Lungen auspumpten. Trotzdem hielt die Konzentration und der Ehrgeiz einen ab, daran zu denken, wie gern man mal „F*** you weather!“ mit einem Bild gepinnt hätte.

2.30 Uhr. Jenbach. Die Abfahrt nach Jenbach wurde buchstäblich eine Zitterpartie bis zur ersten längeren Pause in einer Tankstelle. Betrunkene taumelten zeitgleich mit uns von der Abendtour in die Kneipen ein und holten sich ein kühles Bier. Der Gedanke daran war (erstmals im Leben?) mehr als unerträglich. Auch wir liefen nicht gerade hundert Prozent in der Spur wegen der klitschnassen und eiskalten Rennradschuhe. Wir verschütteten Tee und Kaffee mit unseren unkontrollierbar zitternden Händen. Am liebsten hätte man ihn über die Füsse gegossen. Ein Tweet schreiben? Vergesst es!

6 Uhr. Brennerpass. Endlich hatte der Regen ein Einsehen. Wir trockneten. Vor dem Aufstieg ein kurzes Update, dass wir noch leben. Nach 35km Aufstieg ein Jubel-Update! Erste Hürde geschafft bei Null Grad. Es waren ja nur noch weit über 200km bis zum Gardasee. Das erwähnte man nicht – vermutlich aus Selbstschutz. Sonne und blauer Himmel war in der Ferne in Sicht. Realität? Ein eisiger Wind bei der Abfahrt vom Brenner.

7.30 Uhr Sterzing. Große Frühstückspause. Als wir mit völlig spritzversauten Rad-Trikots ins Viersterne Hotel einlaufen, schauen sowohl das Personal als auch die Gäste etwas perplex. Als wir erwähnen, wo wir herkommen, wie das Wetter war und was wir noch vor uns haben, ernten wir ein verstörtes Kopfschütteln. „Ihr seid’s verrückt!“ In den Ecken tuscheln einige Gäste. Uns war es wurscht. Nein! Südtiroler Speck, Müsli, Früchte und, und, und… war uns wichtig. Aufwärmen zählte. Social Media war zweitrangig.

12 Uhr Südtirol. Das Trocknen und Aufwärmen des Körpers auf endlosen Graden schien ewig zu dauern. Dann endlich Südtiroler Weinberge. Wärme. Vor lauter Glücksgefühlen um die Sonnenstrahlen, Social Media vergessen. Und das obwohl es so viel tolle Sachen zu erzählen gegeben hätte, wie die innovative Künstlerstrasse, beeindruckende Wasserfälle, verzaubernde Burgen. Schaut Euch Südtirol an, wandert, aber heizt nicht einfach durch wie wir.

15 Uhr. Trentino. Den Wind auf dem Weg nach Trento hätte man gerne mal durchs Social Web blasen lassen. Die Buchstaben hätten keinen Sinn mehr ergeben. Soviel ist sicher. Und als ob der Wettergott uns noch nicht genug geleutert hat, schickt er uns nach 350km noch mal dicke Tropfen. Mehr als genug! Das Handy wäre absoffen, hätte man es aus dem Rucksack geholt und etwas ins Social Web getwittert. Beim Mittagessen schmeckten die Nudeln, der Salat und das Grapefruit-Weizen so lecker wie selten zuvor. Die Kraft lies nach. Telefonieren mit der Familie war anstrengend genug. Social Networking? Wozu?

17 Uhr. Der letzte Aufstieg durch einen kalten, dunklen und nassen Wald im Trento war ein Kampf Seele gegen Körper. Man hätte wohl getwittert: „L*** mich Natur! Keine Berge mehr! Kein Regen mehr! Bitte!“ Nix „mens sana, in corpore sano“!

19 Uhr. Vor Riva del Garda. Es passiert – im strömenden Regen: Platten! Man will es twittern, pinnen, teilen, irgendwo. Nein, will man nicht. Man will sich beamen. An einen warmen Ort. In die Sonne. Oder in eine heiße Duschkabine. Hauptsache warm!

Fazit
Wir haben unser Ziel Gardasee erreicht – nach 20 Stunden. Es war eine wunderbare Grenzerfahrung. Nie werde ich die zwanzig Minuten unter der heißen Dusche vergessen. Sie haben überdeckt, dass ich eigentlich Status Updates durchgängig teilen wollte bei jeder Pause. Nicht mal ein „Geschafft!“ wollten meine Finger am Ende des Tages tippen. Wir hatten fertig. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Vergesst Social Media ab und zu. Vielleicht ist eine Grenzerfahrung viel spannender, ein Zurück zur Natur und zu sich selber. Das ist etwas, dass unser permanentes Social Media nicht leisten kann. Und dann seid stolz darauf. Teilt die Erfahrung – in einem Blogpost. Das schafft eventuell Motivation für andere Freunde, Fans, Follower. Das schafft die Wärme in Social Media. Das schafft Mitfühlen. Das schafft Miterleben.

Das ist Leben in Social Media.

Fast die Hälfte der Unternehmen untersagt den Mitarbeitern Social Media Nutzung

Alle wollen es, alle tun es – nur die Unternehmen sträuben sich noch: Bloggen, Twittern und Facebook-Austausch entzweit die Unternehmenswelt. Eine aktuelle Studie von Cisco zeigt, was letzte Woche auch eine Studie von Robert Half angedeutet hat. 44% der deutschen Unternehmen untersagen die Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit.

Die aktuelle Studie mit dem Titel „Collaboration Nations“ unter 1.000 IT-Entscheider und 2.000 IT-Anwender in den Ländern USA, England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, China, Russland, Indien und Japan belegt, daß auch die Blogs mit 35% und YouTube 38% noch weit davon entfernt sind, in Unternehmen Anklang zu finden. Offensichtlich sind den Unternehmen die Vorzüge und Benefits von Social Media im Daily Business noch unklar.

„Social Media ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens und Arbeitens und kann Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile verschaffen“… „Ein Verbot der Anwendungen ist der falsche Schritt“ Michael Ganser, Geschäftsführer, Cisco Deutschland

Was Verbote bewirken, zeigen die Studienergebnisse. Schließlich gibt es genug Wege auch während der Arbeitszeit Social Medi zu nutzen. Als Schlüssel sein hier nur mal die verschiedensten mobilen Endgeräten erwähnt. 40% der befragten deutschen Arbeitnehmer nutzen laut der Studie mindestens einmal in der Woche die verbotenen Anwendungen.

Auch hierfür liefert Cisco eine plausible Erklärung. Die Arbeitnehmer haben kaum eine andere Wahl. Um ihre Jobs optimal erledigen zu können, benötigten sie die sozialen Anwendungen und Tools. Außerdem erleichtere es den effizienten Austausch mit Kollegen oder Kunden.

Spot On!
Social Media ist keine Frage des „Teilnehmen-Wollens“ mehr. Ob Mittelständler oder Konzern – weder der eine, noch der andere sollte sich dem Trend und der Entwicklung der modernen Mediennutzung entziehen. Social Media findet sowieso statt – ob mit oder ohne die Unternehmen. Die Frage ist also vielmehr: Soll man als Unternehmen den Kulturwandel zulassen und wenn ja, mit welchen Social Media Richtlinien (Guidelines) ermöglichen wir als Unternehmen dies. Daß dabei auch gleichzeitig die Sicherheit der Unternehmens-IT gewährleistet wird, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt für die Studienmacher von Cisco.

Wie Landing Pages konvertieren…

In den letzten Tagen habe ich mir mal die Anzeigenkampagnen der Firmen angesehen, die über Google Adsense auf meinem Blog werben – also sogenannte Suchmaschinen-Kampagnen fahren. Um es kurz zu machen… Das Ergebnis ist nicht gerade positiv ausgefallen. Nach ungefähr 50 Webseiten stand bei 37 meine Testurteil-Frage: Was ist das Ziel der Kampagne? Oder: Wollen die nicht mit mir als potentiellem Kunden sprechen?

Zielführung einer Kampagne fängt mit der Teaseranzeige, auch Text-Anzeige genannt, an. Vor ungefähr einem Jahr habe ich darüber mal geschrieben, wie die zur Lead Generierung führt.

Offensichtlich ist manchen Firmen noch nicht klar, daß man mit einer guten Textanzeige eine hohe Erwartungshaltung beim Kunden weckt. Denn, wenn dort steht „Erhalten Sie Ihr Exemplar hier!“, dann will man auch an sein Ziel geführt werden, und nicht in die Irre. Oder mit zahlreichen anderen Promotions ins Nirvana der Unternehmenskommunikation gelangen.

Die Landing-Page ist der Schlüssel des Erfolges einer Online-Kampagne. Der User erwartet nach dem Klick auf die Anzeige maximal noch einen weiteren Klick auf der Landing Page, um sein Ziel zu erreichen.

Jegliche Ablenkung -grafisch oder textlich- sowie das Nichterkennen eines Mehrwert nach dem Klick, führt zum Verlassen der Webseite durch den User (vermutlich langfristig). Das Web bietet leider zu viele Angebote und so mancher Mitbewerber wird einen optimaleren und zielführenderen Weg den Kunden offerieren. Auch wenn Konkurrenz das Geschäft belebt, sollten man das Feld dem Mitbewerb nicht so einfach kampflos überlassen.

Ein paar Denkanstöße zur besseren Konvertierung von Landing Pages…

Adressierung
Machen Sie Tests mit ihren Kunden, auf welche Textbausteine ihre Zielgruppe anspringt. Die Suchbegriffe sollten schon in der Überschrift erkennbar sein und in verschiedenen Varianten ausprobiert werden.

Wording
Die Textanzeige sollte immer dieselbe Sprache wie die Landing Page sprechen. Verschenken Sie nicht Werbegelder, indem falsche Hoffnungen, Erwartungen und Bedürfnisbefriedigungen beim Kunden geweckt werden, die die Landing Page nicht halten kann.

Führen
Nehmen Sie den User bildlich gesprochen bei der Hand und führen Sie ihn über die Landing Page zum Ziel. Was der User nicht sofort erkennt, ist ein Abwanderungsgrund. Klare Ansagen sind notwendig. Wenn Sie in ein Museum kommen, wollen Sie auch nicht erst die Kasse suchen müssen.

Link Setting
Sucht ein User nach Äpfeln, will er nicht in der Oberkategorie Obst landen. Und wenn jemand einen Fussball sucht, will er nicht mit Plastikbällen konfrontiert werden. Seien Sie also lieber ehrlich zu sich sowie vor allem ihren Kunden. Stellen Sie eine exakte verlässliche Verlinkung zu Produkten oder Services her.

Registrierung
In der Kürze liegt die Würze. Man benötigt heute nicht einen Datensatz von 15 Pflichtfeldern. Die Telefonnummer oder Email reicht allemal aus. Es sei denn, Sie schicken immer noch Printmailings und Flyer raus. Nicht vergessen im Zeitalter des Social Web: Online is talking, print is silence!

Kommunikation
Gespräche konvertieren am besten. Wenn Sie den Kunden gleich in ein Gespräch einbinden möchten, bieten Sie doch mal ihr Blog, Facebook, Twitter oder sonstige Social Networks als Gesprächsplattformen über die Landing Page an.

Spot On!
Nur 15% nehmen Textanzeigen auf Suchseiten wahr. Den meisten Landing Pages fehlt die Führungslinie zur Call-To-Action. Wenn ein Kunde ihrer Anzeige also die Aufmerksamkeit schenkt, sollten sie wissen, daß im F-Modus eine Landing Page gescannt wird. Die Headline und der linke Frame ebnen letztendlich den Weg, welcher ihnen die Tür zum Kunden öffnet.

Und auf einmal bist Du eine Werbeikone…

Man macht sich dann so Gedanken wie… Ob das überhaupt jemand bemerkt und interessiert? Warum gerade ich? Wieso nicht ein anderer bekannter Medienvertreter? Aber vermutlich hat turi2 seine Social VIP Testimonials sorgfältig ausgewählt. Zumindest gehen wir bei der Qualität des investigativen Journalismus von turi2 mal davon aus.

Vorgestern finde ich also auf meiner Facebook Wall folgende Bemerkung…

„Glückwunsch zum Start als Werbeikone bei turi2!! ;)“

Ein Ex-Kollege hatte meine Freude das wissen lassen. Was man erst nicht glaubt, erscheint einem dann offensichtlich und authentisch, wenn man auf turi2 ging.

Warum ist diese Textanzeige etwas besonderes?
Zum einen zeigt es mal die Wirkung von Empfehlungsanzeigen, respektive Facebook Anzeigen, in einer Community auf die User. Vor Wochen habe ich bereits auf dem Eyeblaster Blog die essentielle Wichtigkeit der Referenz-Nennung eines Freundes in den Facebook Anzeigen betont. Die taktische Massnahme des Referenz-Marketings, oder wie man auch sagen könnte, des Aufzeigens eines sozialen Marken-VIPs, wird auf Facebook sehr clever eingesetzt. Die Wirkung zeigt sich in der Vielzahl an generierten Fans für Company Fan Pages oder Branded Pages.

Zum anderen, weil die turi2 Anzeige sich von den klassischen Facebook Anzeigen unterscheidet. Entsprechend einer Business-Referenz nennt sie nämlich vorerst den Namen das Unternehmen, für das ich tätig bin. Diese Erstnennung dürfte CBS freuen. Erst dann nennt man meine Person als Experten-Empfehlung. Ein nicht ganz unerheblicher Überzeugungsgrund vermutlich für potentielle Interessenten der turi2 Fan-Page.

Dieser Post soll aber mal grundsätzlich aufzeigen, daß wir eigentlich alle bei Facebook, oder anderen Communitys, zur „Werbeikone“ werden können. Dann nämlich, wenn auch in klassischen Banner Anzeigen die Kraft des Empfehlungs-Marketings eingesetzt wird. Nur müßte dafür ein neues System geschaffen werden, was auf eine Bannernutzer-Datenbank zurückgreift. Sicherlich keine einfache Herausforderung. Denn die Hand-Picked Lösung ist vermutlich auf grafischer Ebene eine Herausforderung. Sie bietet aber auch Vorteile bei der selektiven Empfehlung für spezielle Neukunden oder neue Community-Mitglieder.

Was bei turi2 eine „hand-picked choice“ war, folgt bei Facebook einem automatischen System. Scoot Woods, Commercial Director bei Facebook schrieb mir dazu, daß es derselben Technologie folge, wie wenn man auf eine Seite geht und sieht, welche seiner Freunde im Social Graph bereits mit dieser Seite verbunden sind.

Die Idee der Referenzanzeigen hat Methode und macht Sinn: Referenz-Marketing ist die Zukunft. Wissen wir doch aus der Nielsen Studie (April 2009), vertrauen 90% den Empfehlungen von Leuten, die sie kennen. Somit macht es Sinn, sich des Themas Referenz-Marketing in Unternehmen verstärkt zu widmen.

Seht Ihr das ähnlich? Oder anders? Freue mich auf Eure Meinungen…

Offlinewelt 1.0: Das Glücksrad zur Lead Generierung nutzen

Es gab Zeiten, da wußte man noch nicht einmal, was Lead Generierung ist. Nein, man nannte das ganz einfach hochdeutsch „Kunden-Gewinnung“. In dieser schönen alten Offlinewelt 1.0 gab es schon eine Art „Lean-Forward-Generation“. Es waren die Kunden nämlich, die bei Sendungen wie „Glücksrad“ mitmachten, Wörter erraten duften und sich die neusten und tollsten Produkte präsentieren lassen konnten.

Die SAT1-Sendung „Glücksrad“ war einfach ein Klassiker. Wollen wir also mal kurz in alten Zeiten schwelgen? Ja…

Herrlich, nicht?! Genug davon…

Das gute alte Glücksrad hat aber noch nicht ausgedient. Man kann es nämlich wunderbar für die Lead Generierung nutzen. Es erlebt gerade sozusagen sein Renaissance. In München. Auch wenn es jetzt anders aussieht. Nämlich weiß und rot. Und nicht mehr so schön bunt wie früher bei SAT1.

Eine Telekom-Provider Firma setzt das Glücksrad zur Lead-Generierung in der Offlinewelt ein. Und das obwohl die auch von der Kraft von Facebook und Twitter bei der Lead Generierung via Social Web wissen.

Richtig. Es geht um Vodafone. Und ich finde es gut, daß man auch mal andere Ansätze geht und nicht nur die Social Web Welt in den Mittelpunkt stellt. Ganz dem Motto meines Blogs „Connecting Offline and Online is one of today’s biggest business challenges“.

Ein großes Glücksrad. Ein paar kleine Gewinn-Gutscheinen drauf. Schon lässt sich so mancher Kunde gewinnen. Ganz „old-fashioned“, wie man so sagt. Und so gar nicht „webzweinullig“. Auf meine Frage, wieviel Kunden denn hätten mitspielen wollen, mußten die netten Verkäufer bei Vodafone lachen. Eine Antwort bekam ich nicht. Schade eigentlich.

Aber sagt selbst, ist die Aktion nicht wirklich gelungen und professionell? Da gibt man doch gern sein Lead ab, oder nicht…?

PS: Es dauerte ungefähr 5 Minuten bis ein Verkäufer sich zum Glücksrad traute, als ich mein Foto machte und mir die Aktion ansah…

Das ist der Gipfel – Copycat als Trendsetter?

Was ist eine Business-Partnerschaft heute noch wert? Welche Nachhaltigkeit haben Partnerschaften zwischen Unternehmen im heutigen schnellebigen Wettbewerb um Kunden? Was interessieren manche Firmen ihre Business-Partner von gestern? Ein paar Fragen, die mir heute durch den Kopf gingen, als mir diese Anzeige eines Event-Veranstalters vor die Augen kam (siehe Foto unten links).

Aufgrund des Layouts und der textlichen Gestaltung fühlt sich der Interessent an das Trendforum (Flyer 2009, Foto rechts) erinnert. Die Veranstaltung Trendforum des Management Forums Starnberg in Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe Handelsblatt würde in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Da ich in den letzten beiden Jahren Partner des Trendforums war und deren Leitlinien der Veranstaltung kenne, habe ich natürlich der Anzeige Aufmerksamkeit geschenkt.

Doch es stellte sich heraus, daß es dabei gar nicht um das Trendforum geht, sondern um den Trendgipfel?!

Neupositionierung? Umorientierung? Umbenennung? Oder Präventivschlag? Offensichtlich Letzteres! Es ist eine Trend-Veranstaltung, die irgendwie als Copycat daherkommt. Ist das nun trendy?

Die Veranstaltungspromo gipfelt darin, daß eine der Veranstaltungspartner des ehemaligen Trendforums einen Alleingang macht: die Verlagsgruppe Handelsblatt. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als ob das Management Forum Starnberg weiterhin Partner ist – dem ist aber nicht so. Die Partnerschaft zwischen den Veranstaltern wurde letztes Jahr gekündigt seitens des Verlages. Jetzt ist klar warum.

Der ehemalige Businesspartner des Trendforums und dessen Ideengeber Frau Wiedmaier, Geschäftsführerin des Management Forum Starnberg, wurde nicht informiert. Der Titel wurde kurzerhand geändert. Die URL beihalten und „umgelenkt“. Das Layout und Design ist ebenfalls nahezu unverändert. Ein richtiges neues Logo ist nicht erkennbar. Einfach mal schnell bemerkt (siehe Post-It Kommentar rechts), daß der Event „Dieses Jahr im Juni“ stattfindet. Obwohl es bisher noch gar keinen Trendgipfel gab?!

Das Trendforum wird es aber auch weiterhin geben – geplant ist es für den 23. und 24. November 2010.

Ist das nun der Gipfel oder ein cleverer Schachzug?

Spot On!
Das Konzept des Trendgipfels wendet sich an „Vorstände, Geschäftsführer, Marketing- und Vertriebsleiter“. Befassen die sich wirklich Marketing- und Vertriebsleiter mit den Trends der Zukunft? Oder sind das nicht eher die Unternehmesleitung, strategische Planungstellen und Trend- und Innovations-Management, die bisher durch das Trendforum addressiert wurden?

Manchmal wundert man sich über die Strategien der führenden deutschen Verlagswelt. Und auch über deren „Sateliten-Business“, welches das Unternehmens als Trendsetter erscheinen lassen soll. Und man frägt sich, welches Grundverständnis heutigen Business-Partnerschaften zugrunde liegt.

Web 2.0 und Unternehmensführung: Diskussion zum Status 2010

webstrategieFür die Süddeutsche Zeitung 1,90 EUR zu investieren, ist heutzutage für so manchen Blogger ungewöhnlich. Für mich war es das gestern nicht. Stand da doch einiges über Web 2.0 Strategien und die aktuelle Zukunft des Web zu lesen: vom Streit zwischen Google und China, über die Safttante sowie diversen mit ihrem Unternehmensblog zusammengebrachten Hintergründen und taktischen Anregungen zu Erfahrungen für Unternehmen.

Die Zukunftsvisionen für Unternehmen wurden mal wieder von Don Tapscott, Web-Berater und Autor der Bücher Wikinomics und Grow up digital, in einem Interview zum Ausdruck gebracht. Erst kürzlich hatte er den Titel seines neuen Buches „Rebuilding the world“ über sein Blog gesucht, sprich: Kollaboration mit seiner Community hat ihm bei der Titelfindung geholfen.

Das Interview möchte ich als Ansporn zur Diskussion Web 2.0 in der Unternehmensführung nehmen. Tapscott regt Unternehmen an, die Web 2.0 Grundprinzipien offene Diskussion, transparenteres Innovationsmanagement und zukunftsfähige Kollaboration verstärkt einzusetzen und zu fördern. Schließlich könne man mit deratigen Netzwerkmodellen „sein Geschäft ausbauen“.

Auf die Frage ‚Warum macht es dann nicht jeder?‘ entgegnet Tapscott:

„Weil eingefahrene Gewohnheiten schwer zu ändern sind. Vor 30 Jahren sagten Kritiker, Manager werden nie internetfähige Computer nutzen – weil sie nicht selbst tippen werden. Können Sie sich das vorstellen? Der gesamte Wechsel zur Internetgesellschaft wurde mit diesem einen Argument in Frage gestellt. Und genauso ist es heute. Eine Web2.0-Kultur würde die Machtverhältnisse in Firmen von grundauf verändern. Daran haben viele Unternehmensführer überhaupt kein Interesse.“

Moment!? Ist das wirklich heute noch so? Sind Unternehmensführer wirklich so internet-resistent? Können sich Unternehmensführer das noch leisten in der Zukunft? Ändern sich Machtverhältnisse in Euren Augen? Was wird sich ändern? Wird es weiterhin 30 Jahre dauren, bis Kollaboration zwischen konkurrierenden Unternehmen stattfindet.

Es gibt so viele Social Media und Social Web Berater neben Don Tapscott (vielleicht noch nicht so bekannt wie er, ok…). Jeder trägt einen gewissenen Erfahrungsschatz aus seiner Beratung von Unternehmen zu dem Thema. Teilt ihn mit uns. Lasst uns die Diskussion führen und alle davon profitieren.