Studie: Keine Strategie? Keine digitale Transformation!

Picture Credits: Syda Productions - Fotolia.com

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Alle Unternehmen streben derzeit nach digitaler Transformation. Aber nur die wenigsten scheinen mit einem klaren Plan ans Werk zu gehen. Dies macht jetzt die aktuelle Studie „Prepare Your Business for the Digital Future“ von
Salmon und
Rackspace (durchgeführt von
Forrester Consulting) deutlich. In zahlreichen Unternehmen ist das Thema digitale Transformation immer noch ein Wunschgedanke. Warum? Nun, den meisten Unternehmen mangelt es schlichtweg an einer sauber durch deklinierten digitalen Strategie.

Dabei zeigen die Ergebnisse der Studie sehr klar, dass das Thema Digital in den Unternehmen mit der notwendigen Ernsthaftigkeit wahrgenommen wird. Zwar sagen mehr als vier von fünf der befragten Business-Entscheider und IT-Verantwortlichen (81%), dass es in ihrem Unternehmen eine digitale Strategie gibt. Auch meinen fast drei von vier (74%) Teilnehmern, dass es definierte Prozesse, ordentliche Strukturen und die Möglichkeiten gibt, digitale Produkte ins Leben zu rufen. Dennoch gibt dann mehr als jeder Dritte zu (36%), dass man den Business Impact und das wirtschaftliche Investment nicht mit Zahlen belegen könne.

Um die Entwicklungsstufe einer Organisation bewerten zu können, hat Forrester die Teilnehmer gebeten, ihre Digitalstrategie, ihre Organisation und die Technologie bewerten. Zudem wurde die Unternehmen angewiesen, die Unterstützung des Top-Managements, die Vision, das Thema Ressourcen und operative Effektivität einzuschätzen. Basierend auf den Ergebnissen hat man die Teilnehmer vier Kategorien zugeordnet: Experten, Operative, Strategen und Nachzügler. Das Ergebnis liest sich dabei ernüchternd. Gerade mal 11% der Teilnehmer konnten als Experten gesehen werden. Hingegen gab es eine extrem hohe Anzahl an Nachzüglern mit 57%. Als Nachzügler galten dabei diejenigen Firmen, die mit schwache digitale Transformationsstrategien aufwiesen und kaum Umsetzungsmöglichkeiten aufwiesen.

Salmon Rackspace Forrester Category Digital Transformation 2016

“Digital transformation can open up new revenue streams, improve operational efficiency and help organisations deliver new services. Digital’ is not a new phenomenon, however, embarking on projects still brings challenges – from unified decision-making to ensuring the right in-house skills are in place. This study shows that the problem is two-fold – most businesses not only invest without the right strategy but their ability to execute is poor. This is a huge problem and it must be addressed. Businesses need help to digitally transform and all in the industry, from vendors to governments, must act now.”
Neil Stewart, CEO von Salmon

Entsprechend der Ausführungen von Stewart zeigten sich auch die größten Herausforderungen in den Unternehmen. So mangelt es an finanzieller Budgetierung einer Digitalstrategie (49%), unklaren KPIs über das Business hinweg (38%), schwacher Integration mit altherbegrachten Systemen (33%) und ebenfalls schwacher Umsetzung von vergangenen Projekten, die die Glaubwürdigkeit des Digitalteams geschwächt hat (27%).

Das erfreuliche an der Studie ist, dass Salmon und Rackspace die Wirtschaft nicht mit der Erkenntnis allein lassen, was alles schlecht geht. Die beiden Firmen haben drei Säulen entwickelt, auf die Business-Entscheider und IT-Verantwortliche ihre Digitale Transformation aufbauen sollten:

1. Digital Transformation soll sich auf den Kunden fokussieren.
Laut der Studienergebnisse sind die Unternehmen erfolgreich, wo Experten sich dem Thema Digital von der Auswirkung auf den Kunden näherten. Dabei standen neue Umsatzquellen, Lead-Generierung und Eintritt in neue Märkte. Die Nachzügler beschäftigen sich dagegen eher mit internen Prozessen und Kostenreduktion. Also erst die digitale Customer Experience definieren und dann eine Strategie darauf basieren.

2. Zusammenführung der Business-Units, um digital zu treiben.
Digital Transformation ist nicht ein Team sondern das ganze Unternehmen. Es gilt digitale Anforderungen des gesamten Business zu erkennen und Ziele zu definieren. Sie sollten cross-funktionale digitale Talenten hervorbringen und althergebrachte operative Modelle über Board werfen. Als guter Start gilt ein Digital Excellence Centre, das Business, Kundenerfahrungen und Technologie zusammenbringt.

3. Das richtige Modell finden.
Die Studie macht klar, dass die Gruppe der digitalen Experten klar definierte und festgelegte KPIs hatte, die nicht nur auf Umsatzzielen basierten. So gab es dort auch Werte wie Kundennutzen und Mitarbeiter-Zufriedenheit, die genauso zählten wie Umsatzzahlen. Die Digitalexperten haben zudem ihre digitale Strategie in Zusammenarbeit mit den Finanzteams gemacht, um ein klares Finanzierungsmodell von Anfang an zu manifestieren.

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem
HP Business Value Exchange Blog.

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