Facebook: Organische Reichweite wird weiter geschwächt

Credits: © Maksim Kabakou - Fotolia.com


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Das Thema Organische Reichweite auf Facebook ist schon lange ein Dorn im Auge leitender (oder leidender?) Marketing Manager. Nun hat Facebook sie noch weiter gedrosselt, wenn man im kommenden Jahr mit der Wahl seiner Worte in Posts nicht weise und mit Bedacht umgeht. Wird es Zeit, dass sich Marketingverantwortliche langsam mal überlegen, wie sie zukünftig mit dem Thema Facebook & Co. umgehen?

In diversen Social Media Seminaren habe ich über Jahre vor einer zu starken Fokussierung auf Facebook im Rahmen einer Social Media Strategie gewarnt. Facebook ist schließlich ein Börsenunternehmen und kein Sozialverein. Wer Facebook heute also immer noch nicht im Paid Media Umfeld sieht, sollte sich neu orientieren.

Auch letzte Woche brach mal wieder die Panik bei so manchem Marketer aus. Die
Ankündigung im Facebook Newsroom, man werde Posts, die überproportional in Richtung Promotion und Sales gehen, ab Januar 2015 in ihrer Reichweite limitieren, sorgte dann doch für heiße Leitungen – nicht nur auf Facebook.

Welche Inhalte von Facebook-Posts das betrifft, wurde dann wie folgt erklärt…

“…
1. Posts that solely push people to buy a product or install an app
2. Posts that push people to enter promotions and sweepstakes with no real context
3. Posts that reuse the exact same content from ads
…”

De facto sind die Einschränkungen ein weiterer Ansatz für die
Vermutung von Ogilvy, dass große Marken mit Facebook Status Updates nur noch 2% (statt früher 5%) ihrer Fans pro Monat erreichen werden. Geht der Trend also wirklich in Richtung Null, wie Forrester es in einer
Studie im Frühsommer aufzeigte?

Um ehrlich zu sein, habe ich zwar gewarnt vor der Entwicklung, da sie relativ offensichtlich als Monetarisierungsstrategie von Facebook war. Dass man die Reichweite aber so restriktiv einschränkt, zeigt immer mehr, dass Facebook ähnlich eines normalen Web-Portals oder einer Verlagsseite agiert. Denn: Auch dort schafft man es heutzutage relativ einfach mit ein wenig Geschick Inhalte zu platzieren. Aber an die guten Zielgruppen kommt man auch dort nur unter der Bedingung “quid pro quo”.

Das ist natürlich bitter für diejenigen, die sich intensiv mit dem Thema Content Marketing auf Facebook beschäftigt hatten und nun mit ihrer Facebook-Strategie (Content ist King) zurückrudern müssen. Eben solche Marketers, Social Networks und Social Media nicht als Paid Media gesehen haben. Wer aber schon in früheren Jahren auf eine eigene Brand Community gesetzt oder in ein Blog investiert hat, dem dürfte der letzte Schachzug von Facebook beim Thema Organische Reichweite relativ wenig ausmachen.

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