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Bereichsübergreifendes Content Marketing bei Microsoft [Video]

Die South by Southwest (#sxsw) hat auch in diesem Jahr wieder viele Menschen aus dem digitalen Umfeld nach Austin gelockt. Docht was nimmt man aus dem gefühlt übergroßen Angebot an Inspirationen mit nach Deutschland? Lassen sich Dinge, welche beim Content Marketing in anderen Kulturen funktionieren und für große Begeisterung sorgen, in heimischen Gefilden überhaupt umsetzen? Mirko Kaminski hat hierzu bei einigen der deutschen Besucher, unter anderem beim Director of Communications, Microsoft Deutschland GmbH Thomas Mickeleit, nachgefragt.  Weiterlesen

Webstrategie 2010 – Gedanken zum Jahreswechsel

webstrategieDie Frage wurde mir in 2009 ein paar Mal gestellt und ich hab mich entschlossen, jetzt doch ein paar Worte zu schreiben. Der Jahreswechsel steht an, alle schreiben ihre Vorhersagungen für 2010 – selbst der Hausmeister schreibt mir mit Jahresgrüßen, worauf wir uns 2010 bei der Mülltrennung einstellen dürfen. Vorhersagungen gibt es bei The Strategy Web keine – es kommt eh alles anders als wir denken.

Die Frage meiner Kunden lautet:
„Worauf sollen wir denn im nächsten bei unserer Webstrategie achten?“
Ein Punkt vorweg: Die Internet-Marketing-Strategie ist nicht ihre Webstrategie – Webstrategie ist Businessstrategie!

Hier also meine Gedanken, die sie als Basis für ihre Webstrategie anstellen können, um mit ihrer Internet-Marketing Strategie erfolgreicher zu sein.

Die Webseite
Für viele Unternehmen ist die Webseite die zentrale Schaltstelle, an der sich Mitarbeiter orientieren, Partner Kooperationsmöglichkeiten evaluieren und mit der Kunden mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Gerade im Zuge der Social Web Bewegung übersehen Business-Entscheider ihre Bedeutung. Man will überall sein, betreibt das (noch) Herzstück nur noch halbherzig und verliert hier potentielle Leads und zählbare Umsätze. Um eine optimierte Nutzbarkeit und „Zugangsperfektion“ zu gewährleisten, sollten sie intern bei den Mitarbeiter und extern über einen Drittanbieter eine Usability-Studie durchführen (lassen).
Lassen sie Mitarbeiter und potentielle Kunden rund 8-10 Fragen zum Look-and-Fell, Navigation und Usability beantworten. Und scheuen sie sich nicht, dies online wie offline (audio/video) zu machen. Der Vergleichstest zwischen alter Webseite und der nach einem Relaunch (A/B Test) sollte einen klaren Upside bei den Business KPI’s und dem Online ROI hervorbringen. Und das nicht nur kurzfristig…

Das/Die Blog/s
Wenn sie noch nicht bloggen, sollten sie damit anfangen. Die Benefits sind vielfältig: Community-Building, Assoziation mit Themen rund um ihr Business, Positionierung einer Vorreiterschaft, Offene Echtzeit-Kundenkommunikation und… SEO-Effizienz. Die Chance von organischer Suche zu profitieren, ist mit einem Blog höher als mit einer klassischen Webseite, aufgrund inhaltlicher Genauigkeit, relevanter Aktualität und der interaktiven Dialogs. Prämisse: Der Blogaufwand muß auch der organischen Suche gerecht werden.

SEM/SEO
Wer im eigenen „Webhaus“ sitzt, sucht dort seltenst. Haben sie schonmal nach ihren Keywörter durch externe Personen suchen lassen? Oder Kunden ihre SEM/SEO Taktiken nachvollziehen lassen? Oft ist es angenehm und kostengünstig, die Aufgabe selbst zu übernehmen. Ob man dabei aber neuen Input oder Ideen zu neuen Ansätzen bekommt? Der externe Einblick offeriert die Sinnhaftigkeitsüberprüfung ihrer Vorgehensweise – die so richtig wie falsch sein kann. Einen Test ist es definitiv wert, oder?

Email-Marketing
Fast alle Unternehmen haben ihre Prozesse und vergessen dabei den Kunden, der das Unternehmen „beim Wort nimmt“. Das fängt an beim ordentlichen Umgang mit Mailing-Datenbanken, ansprechenden Überschriften, inhaltlicher Aussage, etc. Oft wird dem Tag oder der Uhrzeit der Aussendung wenig Aufmerksamkeit geschenkt – ein bitterer Fehler. Manchmal kann eine Kampagne an einem Tag schlechter ausfallen als am anderen, obwohl das Mailing und die Liste identisch ist. Kurze Zusammenfassungen am Anfang sind hilfreich und teasern erfolgreiche Inhalte vergangener Kampagnen.

Social Media
Social Networks wie Facebook, Twitter, XING oder LinkedIn sind derzeit sehr populär. Auch ihre Kunden sind dort und investieren viel Zeit darin. Sei es, weil man sich als Fan oder Follower einer Marke, eines Produktes oder eines Services bekennt und zu erkennen gibt, oder weil man auf ein Schäppchen hofft, oder kollaborieren will mit dem Hersteller, oder nach besserem Kundenservice sucht. ‚Lernen und Empfehlen‘ sind die Treiber des Social Web, ein großes Plus für wache Unternehmen und Marken. Hören sie hin, ob und wo ihre Kunden sind, sprechen sie an und ja: Sie dürfen noch Fehler machen… Nobody is perfect. Aber hören sie auf, Monologe zu führen (gerade im Social Web).

Social PR
PR Releases gehören zwar noch dazu – effizienter ist Social PR. Platzieren Sie ihre Pressemitteilungen bei populären Blogs oder bei im Page Rank hochwertigen sowie generell stark verlinkten Seiten. Eine noch viel zu wenig genutzte Taktik, vor allem im Produkt Marketing. Wie wenig Firmen nutzen die Chance, einfach mal ein Produkt oder Gadget zu platzieren (Backlinks!). Es bringt Traffic und zieht Medien Anfragen nach sich, um sich als Vordenker oder Experte zu plazieren. Etwaige Effekte zugunsten der Auffindbarkeit ihres Businesses, der Produkte und Services bei Suchergebnissen mal ganz außen vor gelassen. Vergessen sie nicht, daß die Echtzeit-Suche kommt – nutzen sie dies als Wettbewerbsvorsprung…

Display Werbung
Die gute alte Banner- oder Text-Ad Kampagne hat noch lange nicht ausgedient – aber sie gehört in ihrer Anspruchsdenke bei Marketiers reformiert. Wer eine Branding-Kampagne startet, darf keine Leads erwarten. Und eine Lead-Kampagne braucht ein Call-To-Action mit Benefit für den Kunden. „Hier klicken für mehr Infos…“ ist zu wenig. Dazu braucht der User keine Aufforderung. Dazu sollte das Creative bereits anregen. Und noch etwas: Banner- und Search-Marketing ergänzen sich; ersetzen können sie sich gegenseitig nicht.

Online Kunden-Service
Angefangen bei Kampagnen Landing Pages über die klassische Kontaktseite bis hin zum Twitter-Account: Was im Echtzeit-Web zählt ist die Reaktionszeit. Zwischenzeitliche Tests, die ich mit Kollegen und Freunden ab und zu durchführe, zeigen hier unfassbare Ergebnisse. Manche Großunternehmen haben offensichtlich keine CRM-Policy (oder leben diese nicht), oder sie ignorieren ihre Kunden im Gedanken an die Massen(umsätze). Aber mit dem Social Web kann sich diese Welt schnell verändern. Auch hier hilft A/B Testing hervorragend und ist zwingend von Nöten. Nur so bleibt die CRM Strategie aktuell und sie haben auch zukünftig ihr Ohr am Kunden. Denn am Schluß bestimmt der Kunde, ob er mit ihrem Online Angebot umgehen will, oder nicht.

Web-Analyse
Viele Marketiers tracken ihre Webergebnisse und machen auch ihre Analysen, manche werden sogar Benchmarks haben. Diese Benchmarks dürften sich 2010 verschieben, da sich die Intensität und Länge der Aufmerksamkeit zugunsten des Brands und der Produkte neuen Einflüssen aus dem Social Web weichen dürften. Wo man früher den Click und dem Visit die Hoheit gönnte, rückt auf einmal die soziale Koversion in den Vordergrund, die soziale Aktivität der Kunden. Und die kann sich in Gesprächen, Ratings, Reviews oder Kommentaren zeigen. Metriken werden sich verädern und Benchmarks werden überdacht werden. Und so werden Dollars aus reaktivem Sales entstehen – eine vollkommen neue Form des Kundendialogs.

Webstrategie ist eine Herausforderung, die 2010 aufgrund der spannenden und schnellen Entwicklung des Web weiterhin faszinierend sein wird. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihren Bemühungen und der Weiterentwicklung ihrer Businessstrategie.

Heinz Ketchup wird Mitmachmarke 2.0

Heinz 20Die Marke Heinz Ketchup befindet sich in einem Wandlungsprozess. Erst Anfang des Jahres hat man nach 70 Jahren das Logo geändert. Nun zeigt sich in Deutschland der Webauftritt in neuem Gewande. Man hat offensichtlich ordentlich darin investiert und macht aus sich eine Mitmachmarke 2.0. Unter dem Titel „Open Sauce“ geht man mit einer neuen Social Media Strategie ins Rennen.

Geht man auf heinzketchup.de bietet der Ketchuphersteller zahlreiche Web 2.0 Features, um sich mit „Heinz History 2.0“ zu assoziieren. Man kann seine Heinz Bilder auf Flickr hochladen, über YouTube wird ein Video Generator geboten sowie ein neuer TV Spot aus UK präsentiert. Selbstredend kann man auch Fan der Facebook Page werden… und das -theoretisch- alles ohne Seite zu verlassen. Und auch E-Commerce kommt nicht zu kurz: Im Markenshop gibt es vom Fahrrad über die Handtasche bis hin zum Serviettenspender so ziemlich alles, was man braucht (oder auch nicht).

Zum Start hat Heinz die Aktion „I love Ketchup“ ins Leben gerufen und ruft zur Neugestaltung der Flaschenetiketten auf durch die Fans. Die Gewinner-Labels kommen Anfang 2010 auf einer Million Heinz-Flaschen als limitierte Edition in den Handel.

Spot On!
Die Idee der Webseite gefällt und ist ansprechend. Das Vogelgezwitscher im Hintergrund erinnert ein wenig an den Sommer in den derzeit kalten und unfreundlichen Tagen, was irgendwie angenehm ist. Für die Realisierung und Betreuung der Marken-Website zeichnet die Agentur Raumzwo aus Berlin verantwortlich. Die Kommunikationsstrategie kommt vom Heinz-Marketing-Team inhouse mit dem Berater Justus Hug, früherer Leiter New Media von Mast-Jägermeister.

PS: Die Log-Ins haben bei mir leider noch etwas gehakelt, aber das verbuchen wir mal unter dem Label „technische Herausforderungen 2.0“.

Studie: Zukunftstrends digitaler Bildtechnologie

Digital FotoDas The Future Laboratory hat jetzt in einer Auftragsarbeit von KODAK die Studie „The Future of Reconnectivity“ veröffentlicht, welche mit interessanten Zukunftstrends daherkommt. Von den Befragten wollte man wissen, wie sie ihre eigenen persönlichen Beziehungen zu Freunden und Familie einschätzen und welche Rolle digitale Bildtechnologie einnimmt.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass inzwischen mehr als 75% der Deutschen die Digitalkamera regelmäßig nutzen. Nur jeder sechste nutzt es, um mit seinen Nächsten aktiv in Verbindung zu bleiben und Erinnerungen zu teilen.

Und das obwohl 36,9% meinen, Virtuelle Realität könne das Gefühl von realer Nähe unterstützen.

Wird Video die Fotos in den nächsten 10 Jahren überflügeln?
Nahezu jeder dritte Deutsche ist überzeugt, dass die fortschreitende Videokonferenztechnologie beitragen wird, den Kontakt zu weit entfernt lebenden Verwandten oder Kollegen aufrecht zu erhalten. Jeder Fünfte (19,4 Prozent) erhofft sich dadurch eine Intensivierung zwischenmenschlicher Beziehungen in der heutigen Zeit.

Hierzu meint Tom Savigar, Partner bei The Future Laboratory gegenüber The Strategy Web…

„Over the coming decade, the experience of high definition, interactive video will fast replace static imagery because the people will increasingly expect from of the digital moment. Intelligent video content, which allows the user to embed content and information in to something as exciting as moving image, will resonate more with people. The static, motionless picture will be a nice thing to have, but the main focus for tomorrow’s digital native will lie on intelligent video content.“

Was sind langfristige Bildtechnologietrends?
Die Zukunft aber spricht von Virtueller Realität und Hologramm-Technologien. Es ist sogar vorstellbar, dass der beste Freund am anderen Ende Deutschlands direkt in dem stylischen Neuwagen Platz nehmen kann. 38,5% der Deutschen denken, dass Hologramm-Technologie das Gefühl der realen Nähe fördern kann.

„Alongside three dimensional and augmented reality technologies, holographic will be a central technology within the future digital imaging space. Indeed, people are increasingly wanting more of an interactive, entertaining, tantalising, inspiring and magical moment with their images. Holographic photography and video will have wondrous benefits for the worlds of communication, film, gaming, sport, music, education and health.“ – …meint Tom Savigar

Die quantitative Studie wufde in 5 Ländern (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und in den USA) unter insgesamt 2.500 Personen sowohl online als auch per Telefon durchgeführt.

Der Kunde und sein Wandel zur Selbstbestimmung

Fast ForwardSchon der griechische Philosoph Heraklit stellte fest: „Nichts ist so beständig, wie der Wandel!“ Das Web wird auch aus Unternehmenssicht immer mehr zum Inbegriff des Wandels. Vor allem den PR- und Marketingabteilungen bläst der ‚Wind of Change‘ dabei eiskalt ins Gesicht.

Der Kunden definiert seine Ansprüche neu, wandelt seine Aufnahmebereitschaft. Er hat mit den Möglichkeiten von Social Media eine neue Mündigkeit gewonnen, die erhört werden will – und nicht mehr permanent zuhören mag. Nein, denn das ist jetzt die Aufgabe der Firmen. Der Kunde will nicht mehr adressiert werden, er will adressieren – und zwar in Form eines Multilogs für Partner wie Firmen wie Kunden.

Im Web definieren Kunden ihre Vorlieben neu, hören selbst nicht mehr dem aufdringlichen Gebrülle mancher Firmen zu und stellen damit Jahrzehnte der klassischen Werbung und Presseinformationen mal eben auf den Kopf. Erreicht der Kunde also doch endlich das, was er schon immer gewollt hat? Selbstbestimmung?

Selbstbestimmung, wann, wo, wie und auf welche Art er sich die Informationen über Firmen, Produkte, und Dienstleistungen organisiert. Ja, diese Selbstbestimmung haben die Kunden immer gewollt – und wenn überhaupt haben sie personalisierte PR-Meldungen und Werbung zugelassen. Von der Gieskanne wollte nie ein Kunde etwas wissen. Und obwohl dieser Wandel stattfindet, quillt heute noch der Briefkasten zuhause über (egal ob online oder offline).

Der Großteil der Unternehmen hat den Wandel ignoriert und ignoriert ihn weiter. Man versucht immernoch, mit Pressemitteilungen und unspezifischer Werbung Marken, Produkte und Dienstleistungen zu pushen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Dabei kann sich die Kommunikationszentrale in den Unternehmen einfach dem Wandel anschließen und sich an neue Prozesse gewöhnen. Und eben nicht den Fehler machen, den die Beispiele JAKO oder Motrin uns vor Augen geführt haben.

Da kommt Hilfe gerade recht. Schon vor ein paar Tagen habe ich über das Wharton School’s SEI Center for Advanced Studies in Pennsylvania und seinem „The Future of Advertising Project“ in den Daily Top 3 Nachrichten geschrieben. Einige Leute haben mich darauf angesprochen und gemeint, dies sei ein sehr gutes Zukunftsprojekt zur Unterstützung des Wandels in der Kommunikationswelt. Marketiers, die sich auf eine neue Kommunikationswelt einstellen und ihre Erfahrungen preisgeben. „Share“ heißt die Devise…

Das Projekt verfolgt die Absicht, Fallbeispiele zu sammeln und Experten nach neuen Visionen in einem sich im Paradigmenwechsel der Kommunikations- und Marketingwelt befindlichen Zeitalter zu befragen. Die Wharton Universität ist dabei eine Partnerschaft mit Google eingegangen. Man hat einen YouTube Channel „Fast Forward“ gelauncht, um die Erfahrungen mit einer breiten Masse in kleinen Video-Clips zu teilen.

Fortschrittliche Firmen bekommen hier Anschauungsunterricht und können lernen, wie der Kunde die neuen Medienoptionen nutzen wird. Sie können Schritt halten mit einem dynamischen Kommunikationswandel, der sich dem des Technologiefortschritts angepasst hat.

Wie dieser Wandel aus Sicht der Werbetreibenden aussieht, bringt Christi Hill, Lilly, Senior Marketing Director bei Pharmahersteller Lilly (USA) auf einen Nenner.

Und so wie die Werbung hat sich auch die Verbreitung von Pressemeldungen verändert. Bei beidem gilt… „Telling and selling is out – Listen and learn is in!“

Niemand kann das so eindeutig beschreiben wie Gary Vaynerchuck. Er macht eindeutig klar, daß es nicht mehr darum geht, die gute alte Pressemeldung ‚rauszuhauen‘. Die Zukunft liegt darin, Geschichten zu erzählen und mit diesen zu begeistern. Geschichten, die ohne Kunden nicht geschrieben werden können, die die Kunden selbst geschrieben haben könnten oder die Kunden animieren, selbst zu schreiben.

Und auch wenn im stetigen Wandel immer ‚Alles fließt‘ (laut Heraklit), so sind die Worte Vaynerchucks doch der lebende Kundenspiegel. Er führt einem vor Augen, wie schnell sich der Wandel ereignet, wie schnell der Kunde sich im Web entwickelt und für diese Selbstbestimmung engagiert arbeitet.

Spot On!
Inwiefern merkt Ihr etwas vom Wandel Eurer Kunden hin zur Selbstbestimmung? Und wie seht Ihr den Wandel in Eurer Kunden-Kommunikation aus? Teilt uns Eure Gedanken mit und helft anderen, Schritt zu halten. Wie geht Ihr in Eurem Unternehmen mit dem Wandel in der Marketing- und PR-Abteilung um?

Poll: Blogging ist die digitale Marketing-Taktik 2009

blogger-starsIn Zeiten der Rezession gibt es viel Raum für Veränderungen – vor allem in Marketingtaktiken und -budgets. Lee Odden hat hierzu 17.000 Abonnenten des Online Marketing Blogs befragt, um die aktuellen Taktiken für 2009 zu erforschen.

Web 2.0 und Social Media setzen sich immer mehr durch – allein sechs der Top 10 Taktiken fielen in den Bereich sozialer Medien. Der Poll hat aus einer Liste von 45 Trends drei vorherschende digitale Marketingtaktiken hervorgebracht: Blogging, Twitter und Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Hier die Ergebnisse auf die Frage: “Welche 3 digitalen Marketing Channels & Taktiken stehen für Dich im Vordergrund in 2009?”

34% Blogging
29% Microblogging (Twitter)
28% Suchmaschinenoptimierung (SEO)
26% Social Network ‚Teilnahme‘ (Facebook, LinkedIn)
17% Email Marketing
17% Social Media Monitoring & Outreach
14% Pay-Per-Click
12% Blogger Beziehungen
10% Video Marketing
7% Social Media Advertising

Da macht man sich natürlich erstmal Sorgen um die klassische Online-Werbeindustrie – denn wo ist Display Werbung? Oder finden sich diese Spendings jetzt in den Bereichen Blogging, Pay-Per-Click und Social Media Advertising wieder?

Wie seht Ihr das? Welche Taktik steht bei Euch im Unternehmen im Vordergrund?

Social Networks: Studie zu Erfolgskriterien

Warum sind User in Communities aktiv? Was sind die Themen, die dort besprochen werden? Welche Features nutzen sie? Viele Fragen auf die die breit angelegte Studie der Kölner Unternehmensberatung Brain Injection in Zusammenarbeit mit der Cologne Business School viele Antworten liefert. 150 Marketingstudenten analysierten drei Monate lang die Rahmendaten von 600 Social Networks und Online-Gruppen sowie 60.000 Profilangaben von Community-Mitgliedern. Die ganze Studie kann über den Downloadbereich bezogen werden.

Das Ergebnis der Studie zeigt, daß der Frohsinn am meisten Erfolg verspricht: ‚Flirt und Liebe‘ sowie ‚Party‘ stehen ganz oben bei den Top-Themen der Communities, noch vor Musik und Sport. Als bevorzugte Features gelten das Hochladen von Bildern und Verschicken von Nachrichten.

“Die Mitglieder wollen sich selbst darstellen und sich mit Gleichgesinnten austauschen”, fasst Prof. Dr. Klemens Skibicki, Marktforscher und Leiter der Studie, zusammen. Dies gelte gleichermaßen für alle untersuchten Branchen und Nationen.

Nachfolgend die Auflistung der einzelnen Abfragen und Erkenntnisse der Umfrage in Listenform sowie am Ende der Wissenstand zum Thema Monetarisierung von Social Networks.

Erfolgskriterien für Communities
Klarer Zielgruppenfokus
Anschauen von Fotos
Sehr große Zielgruppe
Möglichkeit, sehr viele Bilder hochzuladen
Starke Bindung der Mitglieder untereinander
Interessantes Thema
Flirtmöglichkeit
First Mover
Leichte Benutzerführung
Elitär
Große Anzahl an Mitgliedern
Zielgruppe hat hohe Internet-Affinität

Die beliebtesten Features in Communities
Bild-Upload (85,9%)
Internes Nachrichtensystem (75,8%)
Freundesliste (70,2%)
Forum (59,3%)
Profilbesucher (53,3%)
Pinnwand (48,4%)
anonymes Browsen (45,6%)
Blog (43,9%)
Chat (40,6%)
Gruppensystem (36,3%)
Prestige-System (32%)
Video-Upload (31,7%)
Poke (14,8%)
Widget (11,1%)
Voting (9,2%)
Einzigartiges Features (4,2%)

Die beliebtesten Themen in Communities
Flirt und Liebe (57,9%)
Party (55%)
Musik (48%)
Sport (47,7%)
Film und Foto (45,4%)
Urlaub und Reisen (41,3%)
Kunst und Kultur (40,7%)
Beruf (36,3%)
Bildung (35,2%)
Computer und Software (29,8%)
Essen und Trinken (28,4%)
Business (27,1%)
Autor und Motor (27%)
Familie und Kinder (24,3%)
Gesundheit (21,2%)
Tiere (20,9%)
Wissenschaft (16,5%)
Religion (14,7%)
Haus und Garten (13,5%)
Sonstiges (12,4%)

Motiv der Community-Nutzung
Selbstdarstellung (66,5%)
Gemeinsame Aktivitäten (63,3%)
Neugier (51%)
Partnersuche (49,3%)
Informationssuche (49%)
Soziale Anerkennung (45,8%)
Gruppendruck/ jeder ist dort (18,8%)

Spot On!
Wollen Werbetreibende endlich verstehen, warum sie in Communities aktiv werden sollten, dann haben sie jetzt zumindest mal Ansätze zu Hintergründen erhalten. Aber auch die Communitybetreiber haben neues Futter für die effizientere Monetarisierung bekommen. Dennoch darf die Studie nicht überbewertet werden, ist sie doch die erste in diesem Format. Dennoch kann man dem Trend wohl vertrauen. Sicherlich eine der wichtigsten Erfahrungen bringt die Studie in der Erkenntnis, daß die User sehr wohl bereit sind für Premium-Mitgliedschaften zu zahlen.

Erlöskomponente
Werbung vorhanden (57,6%)
Bannerwerbung (48%)
Integration von Shops (26,3%)
Premium-Mitgliedsbeitrag (15%)
Virtuelle Währung (12,4%)
Basis-Mitgliedsbeitrag (3,9%)

Ein Social Networks erfolgreich aufzubauen und zu vermarkten, braucht seine Zeit und viele Learnings. Und wenn man die richtungsweisenden Erkenntnisse über User, Features und Themen endlich gezogen hat, kommt meist ein neuer Technologietrend, der die Learnings dann wieder auf den Kopf stellt.

Prognose 2009: Online Werbeausgaben

Wenn sich die Analysten von eMarketer zu einer Online Werbeprognose hinreißen lassen, kann man sich die ruhig mal ansehen. Allerdings wollen wir das in der Kurzform machen, denn es handelt sich um US Marktzahlen. Dennoch lässt sich der Trend sehr wohl auf den europäischen Raum projezieren – letztendlich kommt er vielleicht nur ein paar Monate später.

Wagen wir also mal eine Gewinner- und Verlierer Prognose…

Gewinner 2009

Video Ad Spend
Entgegen des Abwärtstrends bei Online Werbeausgaben wird sich Online Video Werbung äußerst positiv entwickeln – plus 45% in 2009. eMarketer sieht hierfür zwei Gründe: a) professioneller Video Content entsteht durch den zunehmenden Einstieg der TV Networks, die den Brand Marketiers eine solide Basis für ihre Ausgaben offerieren. b) Die Budgets – wenn auch gewaltig limitiert- müssen effizient ein großes Online Massenpublikum erreichen: Video ist die zuversichtlichste Option.

Suchmaschinen-Marketing
Angenommenes Wachstum: 14,9% – auch hier zwei Begründungen: Aufgrund der hohen Messbarkeit hat Suchmaschinenmarketing beste Chancen der Wirtschaftskrise zu trotzen – auch wenn es nicht rezession-resistent ist. Wer Suchmaschinenmarketing macht, setzt auf kein ‚gewagtes Pferd‘. Auch der Prosument wird die Suche in Krisenzeiten als bewährtes Mittel für gute Deals einsetzen – ein klares Pro gegenüber altbewährten Werbeformen online wie offline.

Social Networking: E-Commerce Umsatzbringer
Aufgrund der ‚Selbstbedienungs-Werbe-Mentalität‘ von Facebook und MySpace haben Kunden wie Unternehmen die Chance, ihre Dienstleistungen und Services mittels E-Commerce Lösungen der Social Networks kostengünstig und einfach anzubieten. Wenn Marketinggelder geringer werden, wird sich so manches Unternehmen die Rentabilitätsfrage hinsichtlich Social Media stellen – schließen oder migrieren zu großen Social Networks?! Nur so lässt sich die avisierte große Masse erreichen. Auch die neuen Vermarketungsstrategien der Social Networks wie Facebook und MySpace werden Unternehmen hier zum Umdenken zwingen. Und wenn Twitter übernommen wird, stellt sich nur die Frage, welche E-Commerce Targeting Vermarktung der neue Inhaber einsetzen wird.

Verlierer 2009

Retail E-Commerce
Online Retail Umsätze wachsen nur um 4% in 2009. Der Sättigungsgrad an Onlinekäufen hat sich langfristig eingestellt – und die Wirtschaftskrise wird diesen Trend noch verstärken. Nur von den langjährigen Onlinekäufern lassen sich hier noch Zuwächse erwarten.

Klassische Medien
Zeitungswerbung wird am meisten leiden aufgrund von Rezession, Budget-Cuts und Konsolidierung. Für die klassischen Medien bleiben nur zwei Optionen: Frequenz eindampfen oder zu einer webbasierten Strategie greifen. Die beste Ausführung, was mit den klassischen Medien in Deutschland geschieht, schreibt hierzu Christoph Salzig.

Spot On!
Wie bei allen Prognosen ist aber auch Vorsicht geboten: Setzen alle Marketiers auf die gleichen Trends, kann man als Trendsetter gelten oder, wer zu spät beginnt, untergehen… Da kommt der Ansatz des multikulturellen Marketings wie eine Erlösung als neue Idee, die zunehmend zum Trend wird in Amerika. Immer mehr ‚internetfremde‘ Kulturen entdecken das Web – ob mobil (auch per Handy) oder nicht. Wer sich hier eine neue treue Zielgruppe erarbeitet, hat die Zukunft im Blick. Mit gezielten sprachlichen und kulturellen Botschaften kann man hier abseits der ‚klassischen‘ Onlinewerbung Aufmerksamkeit verschaffen.

Deutsche Top-Banken zu Social Media und Web 2.0

Im Ausland nimmt Web 2.0 bei Banken langsam Fahrt auf. Die österreichische CapitalBank bloggt, die englische First Direct hat sogar eine eigene Community ins Leben gerufen und auch eine kleinere deutsche Bank, die GLS Bank twittert und bloggt. Die Credit Suisse fährt weiterhin die klassische Linie und bleibt dem Trend der Web-Offenheit fern.

Wie sieht es nun mit den großen deutschen Banken hinsichtlich der Frage nach Web 2.0 und Social Media aus? Eine kurze Umfrage an vier der Topplayer gibt Aufschluss. Das Ergebnis liefert mehr Informationen als man erwartet hätte.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank gilt als Vorreiter im Onlinebanking sowie beim Aufbau von transaktionsorientierten Portalen für Unternehmen und institutionelle Kunden. 2007 hat man eine Studie ‚Starten statt Warten – Auswirkungen des Web 2.0 auf Finanzdienstleister‘ durchgeführt und die Initiative ergriffen. Das Medium Internet wurde aber auch schon vorher Teil der Geschäftsstrategie, dem Verantwortungsbereich Corporate Communications die Verantwortung für die Webstrategie übertragen.

Im Web aktiv ist man extern mit anlassbezogenen Chats und Blogs. So biete man Investor Chats für Aktionäre begleitend zur Veröffentlichung von Ergebnissen und blogge auch bei Großveranstaltungen, die die Deutsche Bank unterstützt z.B. Blog zu den Deutsche Bank Golf Championship, erklärt Klaus Thoma von der Deutsche Bank Communications Germany. Auch in Second Life habe die Deutsche Bank eine ‚Online-Niederlassung‘, da man die Entwicklung der deutschen Teilnahme (220.000 Personen) an Second Live durchaus als wachsend erkenne, wie die Erklärung auf der Webseite durchblicken lässt – allerdings zeitlich befristet.

Dennoch wird die Angst vor Kontrollverlust gesehen. Nicht alle Mitarbeiter sind hinsichtich Social Media mit gleichen Rechten ausgestattet. So ist hier, wie auch bei der Credit Suisse die Communication Policy strikt geregelt. Laut Klaus Thoma, Pressesprecher der Deutschen Bank, darf..:

„…in entsprechenden bankinternen Medien gerne gebloggt werden. Nur von der Bank autorisierte Mitarbeiter dürfen öffentlich als Mitarbeiter der Deutschen Bank Meinungen abgeben. Entsprechendes gilt auch für Blogs. Generell gilt: Da das Verhalten einer Mitarbeiters immer auch auf den Deutsche Bank Konzern reflektiert, ist es dabei eine besondere Anforderung, innerhalb und außerhalb der Bank Verhalten zu vermeiden, das für die Bank bei Kunden, anderen Mitarbeitern und/oder in der Öffentlichkeit unvorteilhafte Auswirkungen hat.“

Konzernintern zeigt man sich hingegen fortschrittlich und nutzt ein dbWiki. Zudem produziert man e-calls, die Videobotschaften von Führungskräften beinhalten.

Fazit
Ist die Deutsche Bank ist im Web 2.0 angekommen? Prinzipiell ja, die Deutsche Bank ist fortschrittlich, der Ansatz wirkt fundiert und die Vorgehensweise strukturiert. Aber man ist vorsichtig und läßt dann im Golf-Blog doch lieber keine Kommentare zu.

Dresdner Bank

Das Bild gestaltet sich hier etwas nüchtern, wobei man ein Zitat stellvertretend für die gesamten Webaktivitäten der Dresdner Bank gelten lassen kann: „Sie (die Corporate Website) hat die Rolle, Neukunden und Nutzer entsprechend der individuellen Bedürfnisse rasch an die für ihn relevante Website weiterzuleiten. (…) Eine Änderung dieses Rollenverständnisses als strategischer Ansatz ist derzeit nicht vorgesehen“, sagt Renate Christ von Group Communications der Dresdner Bank.

Das Thema Web 2.0 und Social Media beobachte man eng und beteilige sich an kleineren Pilot-Projekten, die man allerdings nicht benennen wolle. Ob man hier groß aktiv wird, ist dennoch sehr fraglich, denn die Anforderungen der Kunde stehen im Mittelpunkt und der Kunde wolle eher ‚klassische Service-Funktion und Abschlussfunktion sowie Informationsangebote‘, so Christ. Eine Community, ein Blog oder ein Wiki können diese Kundenwünsche erweitert zufriedenstellen, könnte man dem entgegen stellen.

Fazit
Sind die Kundenanforderungen nun Wunsch des Unternehmens oder braucht eine Bank wirklich keine Social Media Aktivitäten? Oder ist die Kundschaft der Dresdner Bank nicht wirklich die jugendliche Zielgruppe und eher die ‚Unternehmer-Gemeinde‘? Viele Fragen bleiben leider offen…

HVB – UniCredit Group
Der direkte Kontakt in der Offlinewelt, sprich Bankfiliale, seht bei der HVB im Fokus. Das Kommunikationsmedium Internet ist hier noch eine geschlossene Veranstaltung von der Bank und für den Kunden, denn die Ressourcen und das Wissen über Social Media fehlen. Dass der nicht-virtuelle Kommunikationsweg noch zweitrangig ist, erklärt Armin Herla, Leiter Customer Satisfaction Management, aus seiner persönliche Sicht in plausibelen Worten…

„Hier unterscheiden wir uns sicher sowohl von Direktbanken aber auch z.B. von Konsumgüterherstellern, die ja kaum direkten Kontakt zu ihren Kunden haben. Schon jeder hat mal mit einem Mitarbeiter seiner Bank gesprochen, wohl die wenigsten aber mit einem Mitarbeiter der Firma, die seinen mp3-Player, seine Lebensmittel oder auch die Urlaubsreise „produziert“ haben. Wir haben dagegen ca. 6.000 eigene Mitarbeiter in über 600 Filialen, da findet jeden Tag eine Menge an Dialog statt.“

Das Motto lautet: Hompeage First, Social Media Aktivitäten werden kommen – wenn die Zeit dafür ist. Auch wenn das Internet einen hohen Stellenwert bei der HVB hat, steckt Social Media noch ‚in den Kinderschuhen‘. Der Wille ist da, der Respekt ist gross, Wissen berenzt. Erst kürzlich wurden mit einer aufwändigen Studie verschiedene „Nutzertypen“ identifiziert, damit die Multichannel-Strategie nicht ins Wanken gerät, wenn man mal mit Social Media loslegt. Zudem fordert eine veränderte Internetstrategie Ressourcen, die natürlich bei der klaren Offline-Orientierung gute Argumente benötigen.

Was bisher ‚passives‘ Social Media Monitoring war, soll nächstes Jahr in akiver (offener) Teilnahme an Diskussionen sowie in einem Corporate- oder Mitarbeiterblog münden. Vielleicht… Denn man wolle erstmal die Erfahrungen befreundeter Unternehmen erkunden, so Herla. Die HVB geht ehrlich mit sich um: Die meisten Manager in Unternehmen seien eher „digital immigrants“ denn „digital natives“.

Fazit
Angesichts der Ausgangssituation eines durchschnittlichen Wissen ist die HVB offensichtlich in einer Transitionsphase. Ob diese Konzeptionsphase in offenen Web-Aktionismus umgesetzt wird, bleibt zumindest für die nahe Zukunft abzuwarten.

WestLB
Und es gibt natürlich auch Banken, die sich gar nicht äußern, oder äußern wollen? Die WestLB geht auf Tauchstation. Das Statement der WestLB ist knapp und gibt Status sowie die Zukunft zu diesem Thema vor: „Leider planen wir in nächster Zeit nicht den Einsatz von Blogs und Social Media. Aus Zeit- und Pflegegründen werden wir nicht an ihrer Webstrategie Initiative teilnehmen können“, schreibt David Hawkins, Leiter Webkommunikation der WestLB.

Fazit
Nimmt man nun an der Social Media Diskussion generell nicht teil, oder nur an dieser Stelle? Zumindest scheint eines bei der WestLB klar zu sein: Web 2.0 und Social Media kosten Zeit und Ressourcen. Manche Banken konzentrieren sich eben voll auf den Dienst am Kunden, was sicherlich nicht das Schlechteste ist.

Spot On!
Die großen deutschen Banken befinden sich noch in der Findungsphase hinsichtlich Web 2.0 und Social Media – auch wenn konzertiertes Monitoring und die ersten Testläufe an lebenden Objekten durchgeführt werden. Der Respekt vor der Web-Offenheit ist vermutlich schon aus dem täglichen Börsengeschäft ein Muss. Es geht eben ums liebe Geld und da hört die Liebe zum Kunden bekanntlich dann auch ganz schnell auf. Vielleicht auch zwei grundsätzliche Gedanken hierzu: 1. Warum sollte man überhaupt mit Banken in Verbindung treten, wenn nicht wegen Transaktions- oder Investementgeschäften? 2. Würde man als Bankkunde den Banken noch mehr indirekte Ansätze geben, diese darauf hinzuweisen, dass man vielleicht Intersse an einem Kredit, einem Fond oder einer Immobilie hätte? Oder gäbe es noch andere Gründe, auf Blogs, Communities oder Twitter-Accounts bei Banken aktiv zu werden?

XING expandiert und schnappt sich Socialmedian

Mit einem Überraschungs-Coup eröffnet der XING Blog seinen Businesstag und gibt die Fusion mit Socialmedian bekannt. Die Pressemitteilung auf der XING Seite verkündet folgenden Wortlaut zur Übernahme:

„Why do we think that socialmedian is a perfect fit for XING? Here´s why: In business success depends on access to the right information at the right time. Both the speed of information and the sheer volume of data have increased rapidly due to the rise of the internet. Traditional media companies, social media such as blogs, tweets, videos and other user-generated websites now provide daily news, leading to a veritable flood of information. The consequence: Time-strapped professionals are forced to parse through numerous news sources for relevant information and sort, organize, and share stories on their own.“

Jason Goldberg, Internetpionier, Gründer und CEO von Socialmedian, geht nach Hamburg ins XING Headquarter. Er wird VP XING Applications Platform und verantwortlich für weltweite Partnerschaften hinsichtlich Applikationsentwicklung und Content Lieferanten.

Spot On!
Der Deal ist ein feiner strategischer Zug von XING, denn was der Plattform wahrlich noch fehlte, waren externe Inhalte der eigenen Netzwerk-Kontakte, auf die man schnell zugreifen kann – ohne die Plattform zu verlassen. Dies wird vermutlich bald möglich sein…