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Yahoo mit neuer Strategie

Ja, Yahoo hat Fehler gemacht. Ja, wir waren alle schlauer und hätten es besser gemacht. Nein, den Strategiewechsel hätte man Yahoo so schnell nicht zugetraut…

Mit YOS, der „Yahoo Open Strategy“, will der Internetriese jetzt zu neuer Stärke zurückkehren. Das Portal will sich zukünftig für externe Inhalte und Anwendungen öffnen und so den Negativmeldungen um sinkende Aktienkurse, Personalwechselmeldungen, Übernahmegerüchte und Managementchaos Einhalt gebieten. YOS soll, wie Yahoos CTO Ari Balog meint, Yahoos alte Stärke wiederaufleben lassen: „Es zeigt, dass Yahoo wirkliche Innovationen vorantreiben will“.

YOS wird die Lösung. Zukünftig wird eine Open Social Strategie gefahren, bei der Internetuser dann bei den Konkurrenten wie Apple’s iTunes musikalisch shoppen gehen, Videos ausleihen oder bei Amazon dem Kaufhausrausch erliegen können. Dies gab das Unternehmen am vergangenen Wochenende auf der „Open Hack 2008“ bekannt. Ein cleverer Managementzug, der den neuen Weg der Firma unterstreichen sollte. Man hat auf dem Event 300 Programmierer neue Anwendungen für Yahoo programmieren lassen.

Ganz im Web 2.0 Stil will man die User mehr in den Strategieprozess integrieren. ‚Auf Basis der Nutzerwünsche‘ will Yahoo seine Seite mit den Inhalten füllen, die auf einer Widget-Basis aufgebaut werden. Durch die Integration der Widgets werden die angesprochenen externen Dienste dann erreichbar sein. Dass sich das Yahoo-Mailprogramm für externe Anwendungen öffnet, ist sicherlich ein Fortschritt, der Yahoo wieder interessanter für Werbekunden, Entwickler und Internetuser macht. Inwieweit sich das Portal allerdings für Nicht-Yahoo Nutzer öffnet, bleibt fraglich – auch wenn Yahoo davon überzeugt ist.

Spot On!
Yahoo will das angestaubte Image der Old-New-Economy loswerden, was angesichts der letzten Meldungen auch ratsam ist. Wird YOS schnell vom Management umgesetzt, kann man ganz schnell wieder in einem Atemzug mit erfolgreichen Internetunternehmen genannt werden, was man allein an der Entwicklung von Facebook sieht. Der grundsätzliche Umbau und die Organisation der Inhalte obliegt aber dennoch weiterhin Yahoo. Ganz will man sich die Butter dann doch nicht von den Usern vom Brot nehmen lassen. Hoffentlich rutscht man damit nicht wieder ins alte Fahrwasser ab…

Auch dsf.de mit neuem Internetauftritt

Nach sport1.de hat nun auch das Deutsche SportFernsehen seinen Internetauftritt erneuert. Im TV heißt der Slogan ‚Mittendrin statt nur dabei‘, im Web zukünftig ‚Mehr mittendrin‘ – will heißen, der TV Inhalt wird mit dem Web Angebot verlängert.

Das Layout präsentiert sich in schwarz-roter Optik und offeriert vor allem einen neuen Anteil an Web 2.0 Anwendungen und zahlreiche Bewegtbilder, berichtet kress.

Die Webseite ist in sechs verschiedene Kanäle unterteilt, in denen das DSF die erfolgreichen Fernsehsendungen virtuell verlängern will. Mit Blogs und Chats gibt man sich den Web 2.0 Anstrich und die entsprechenden Funktionalitäten, um die Fan-Community weiter aufbauen zu können. Im Mitgliederbereich wird es sogar bald die Option geben, eigene Videos online zu stellen, sobald die weitere Ausbaustufe durchgeführt wurde.

DSF-Geschäftsführer Oliver Reichert meint zum neuen Auftritt: „TV- und Online-Medien werden sich in Zukunft immer weiter annähern und als gleichwertige Komplementäre nebeneinander existieren. Aus diesem Grund ist es für uns ein ebenso logischer wie notwendiger Schritt, die Marke DSF noch intensiver ins Web zu verlängern. Zudem ermöglichen uns die diversen Interaktionsmöglichkeiten, zusätzliche Zielgruppen zu erschließen. Wir sind vom Erfolg der neuen DSF-Webpräsenz absolut überzeugt und werden diesen in den nächsten Tagen und Wochen kontinuierlich ausbauen.“

Studie: Nutzung von Video-Podcasts

Video-Podcast werden für Businesszwecke immer häufiger eingesetzt. Endlich gibt es jetzt hierzu eine Nutzungsstudie von SevenOne Intermedia, Multimedia-Unternehmen der ProSiebenSat.1 Group, und Liquid Air Lab. Sie bringt Informationen über die Nutzer von Video-Podcasts und zeigt deren Motivation und Themeninteressen auf.

Was ist der vorwiegende Nutzungsgrund?
TV-Beiträge anzusehen, die man verpasst hat. 71% der Befragten nennen die sogenannte Catch-Up-Funktion an erster Stelle.

Wer nutzt Video-Podcasts?
Laut der Studie nutzen vor allem junge und höher gebildete User Video-Podcasts. Rund drei Viertel der Nutzer sind jünger als 29 Jahre. Die überwiegende Mehrheit (45%) hat Abitur oder Fachhochschulreife, über einen Hochschul- bzw. Universitätsabschluss verfügen 29%.

Wo werden Podcasts genutzt?
Podcasts werden sowohl zu Hause (84%) als auch unterwegs genutzt. Bereits für 57% der Befragten ist Podcasting ein „Unterwegs-Medium“. Mehr als 70% der Befragten rufen ihre Podcast-Abonnements mindestens einmal täglich ab.

Welche Themen sind beliebt?
Bei der Auswahl eines Video-Podcasts stehen vor allem das Thema des Beitrags (95%) und der Unterhaltungswert (86%) im Mittelspunkt. Die Länge der Filme ist für die User eher irrelevant (33%). Frauen nutzen vermehrt Podcasts aus den Bereichen Film und TV, Boulevard & Lifestyle, Musik, Gesellschaft und Kultur. Die Interessensschwerpunkte der Männer sind Comedy, Technologie, Sport, Freizeit, Spiele, Hobby und Wirtschaft.

Wie häufig werden Podcasts genutzt?
Die heruntergeladenen Podcasts werden in weniger als einer Woche angesehen, zumeist am selben Tag (56%), und oft sogar sofort nach dem Download (14%). Rund drei Viertel (73%) der Befragten sehen fast alle Podcasts an, die sie heruntergeladen haben. Die meisten Befragten (63%) abonnieren ihre Podcasts – die Möglichkeit, sie auch einzeln downzuloaden, wird nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen. Durchschnittlich werden 17 Podcasts abonniert.

Wird Werbung akzeptiert?
JA! Die überwiegende Mehrheit (93%) zieht ein kostenfreies und somit werbefinanziertes Angebot eindeutig einem Gebühren finanzierten Model vor. Dieses wäre lediglich für 7% eine Alternative.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 2.680 Personen, die im Mai das Video-Podcast-Angebot der Senderfamilie genutzt haben.

Spot On!
Immer wieder wurde man in den letzten Monaten gefragt, ob Webcasts in Deutschland beliebt sind. Jetzt haben wir den Beweis, dass die Anstrengungen nicht umsonst sind, allerdings nicht für alle Branchen wie man sieht. Interressant ist, dass Werbung akzeptiert wird. Sieht man die Ergebnisse wundert man sich eigentlich, dass Podcasts dann doch nicht so häufig von Firmen im Webmarketing in Deutschland eingesetzt werden.

Bundesliga Saisonstart: Neuigkeiten, Infos, Services für fussballinteressierte Webprofis

Der Tabellenführer geht mit gutem Beispiel voran: Pünktlich zum Saisonstart zeigt sich der FC Bayern in neuem Internetgewand inklusive RSS-Feed und FCB-Webmail.

Grund genug, sich mal umzuschauen, was der Internetgemeinde der fussballinteressierten Webprofis an Neuigkeiten zum Bundesligastart sonst noch so geboten wird.

Über die Verfügbarkeit von guten Tickets…

Eine gute Idee ist die Kooperation zwischen den Bundesligaclubs und Viagogo.de, der Onlineplattform für den Wiederverkauf von Tickets. Ab sofort können Jahreskartenbesitzer ihre Tickets der Saison 2008/09 zur Verfügung stellen, sollten sie selbst ein Heimspiel nicht besuchen können. Somit besteht die Möglichkeit für Normalsterbliche, noch an gute Karten für offiziell bereits ausverkaufte Spiele der Clubs zu kommen.
Weitere Infos unter viagogo.de

Über die Verfügbarkeit von Dauerkarten…

Die neue Saison steht vor der Tür, viele Vereine haben bereits das Maximum an Dauerkarten abgesetzt und verkaufen keine mehr. Bei anderen Vereinen ist noch viel Luft nach oben. fussballfan.net hat sich die Mühe gemacht und alle Webseiten der Bundesligavereine besucht. Teilweise sind Informationen ohne Probleme zu finden und das Kaufen der Dauerkarte ist simple.
Weitere Infos unter fussballfan.net

Über die ganze Saison Fussball im Internetradio…

Das Internet-Radio 90elf überträgt alle Bundesliga Spiele der 1. und 2. Bundesliga – live und in voller Länge, einzeln oder als Konferenzschaltung. Das 24-stündige Vollprogramm will den Angaben zufolge rund um den Fußball informieren. Auch Entertainment und Musik gehörten zum Angebot. Veranstalter von «90elf» ist Regiocast Digital, ein Tochterunternehmen der Radioholding Regiocast. Das Unternehmen erwarb von der Deutschen Fußball-Liga die Übertragungsrechte für digitale Verbreitungswege. «90elf» ist werbefinanziert.
Weitere Infos unter 90elf.de

Über die ganze Saison per Handy die Bundesliga live…

FußballFlatrate gratis – Die ganze Welt der Bundesliga auf Ihrem Handy. Alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga live im UMTS-Tarif inklusive (ohne Aufpreis). Mit Live-Ticker immer up to date und kein Tor mehr verpassen, inklusive Datenbank mit Tabellen, News, Statistiken, Infos und Videos
Per SMS bestellen: GRATISBALL an die 55555. Nach Abschluss der Bestellung sendet Vodafone eine Nachricht mit dem direkten Link auf den neuen Dienst. Link klicken, um den Dienst herunterzuladen – fertig!
Weitere Infos unter Vodafone

Viel Spaß bei der neuen Bundesliga Saison!

Viral Marketing: Nur unterhaltsame und überraschende Clips beeinflussen Markenimage

Dies ist das Ergebnis einer Studie der GFK im Auftrag von Counterpart, einem Produzenten von Viralclips, unter 532 Teilnehmern. Dabei sagen 75,9% der Teilnehmer der Online-Umfrage, dass Viralspots das Image eines Unternehmens entscheidend beeinflussen können.

Viralspots erzielen aber nur den gewünschten Marketingeffekt, wenn sie in kürzester Zeit epidemieartig verbreitet werden. Dabei wünschen sich 48,6% der Befragten einen möglichst unterhaltsamen, 35,8% einen außergewöhnlichen, 24,7% einen überraschenden oder 20,1% einen spektakulären Film. Wenn diese Mischung stimmt, sind rund 62% der Teilnehmer trotz der Fülle an Internetfilmen bereit, diese weiterzuleiten. Geradezu uninteressant sind Informationen oder Prominente, die nur 5,9% beziehungsweise 2,3% interessieren.

Der Abverkauf von Produkten bleibt von Viralen Spots weitgehend unberührt. Aufgrund von viral Spots besuchten zwar 61,4% der Befragten den Internetauftritt des Unternehmens, allerdings war nur knapp ein Viertel davon tatsächlich an dem Unternehmen oder dem Produkt interessiert. Viralspots eignen sich offensichtlich eher als effektvolle Branding-Maßnahme. Grundsätzlich geht der Trend zu immer aufwändigeren Produktionen, teils sogar von bekannten Filmemachern.

Top Eight: Was Internet-Nutzer von viralen Filmen erwarten
– Witzige Unterhaltung (48,6 Prozent)
– Außergewöhnlicher Inhalt (35,8 Prozent)
– Überraschende Inhalte (24,7 Prozent)
– Spektakuläre Stunts oder Crashs (20,1 Prozent)
– Unklarheit, ob ob die Inhalte realistisch oder gefälscht sind (12,8 Prozent)
– niedliche Tiere (11,4 Prozent)
– Sex (5,9 Prozent)
– Prominente (2,3 Prozent)

Spot On!
Die Macht des Videos für die Werbekommunikation ist unumstritten – dennoch darf sie nicht zu ‚platt und einfach‘ beim Kunden ankommen. Spiegel Online greift das Thema sehr gut auf in einer Reportage über die Werbewirkung von YouTube, sowie den teilweise sogar strategischen Einsatz der Videoplattform für die Werbekommunikaiton amerikanischer Unternehmen: Starbucks und Co. entdecken YouTube als Werbekanal.

Studie: Deutsche fast 1 Stunde täglich online

Die Online Mediennutzung der Deutschen nimmt zu. Das Internet belegt inzwischen einen festen dritten Platz bei den tagesaktuellen Medien hinter TV und Radio. Zu diesem Ergebnis kommt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2008.

Erwachsene sind vier Minuten länger täglich online als 2007 – insgesamt 58 Minuten. Im ersten Halbjahr 2008 bleiben dagegen TV- und Radionutzung mit täglich 225 Minuten im Vergleich zum letzten Jahr stabil. Jugendliche zwischen 14-19 Jahren verbingen inzwischen mehr Zeit im Netz (120 Minuten) als mit TV (100 Minuten) und Radio (97 Minuten). Dabei steigt die Beliebtheit der multimedialen Anwendungen wie z.B. Videos.: 92% rufen Onlinevideos ab oder schauen zeitversetzt Sendungen online an. Generell interessieren sich inzwischen 55% statt bisher 45% (2007) der gesamten Internetuser für die bewegten Netzbilder.

Obwohl die Mediennutzung steigt, bleibt der Grund, Online zu sein, immnoch ziemlich gleich…: Informationsbeschaffung 62% im Vergleich zu 19%, die sich online unterhalten.

Spot On!
Zwei Gedanken zur Studie… Interessant wäre eine ergänzende Studie, wie sich das Interesse an Unterhaltung durch Web 2.0 und Social Media verändert hat. Und man frägt sich: Wie setzen Jugendliche die 22% Mediennutzung täglich eigentlich für ihr Wissen um? Oder lassen die Jugendlichen sich einfach nur online unterhalten?

Vielleicht würde das ja mal Aufschlüsse für die Ergebnisse der PISA Studien liefern… Die ARD/ZDF Onlinestudie gibt hierzu keine Aufschlüsse.

Jupiter Research Studie: Social Networks im Visier des Viralen Marketing

Ein positives Image durch Mundpropaganda? Kein Problem, meinen die Werbeagenturen. Mit Hilfe neuer Werbetaktiken sei das über das ’neuzeitliche‘ Internet möglich. Virales Marketing, heißt das Stichwort. Es fällt nicht sofort als Werbung auf, gibt sich nicht als solche zu erkennen und als Distributionskanal dient der Internetuser.

Eine Umfrage von Jupiter Research hat nun ergeben, dass Marketing-Agenturen in Facebook das größte Potenzial für virales Marketing sehen. 25% der Befragten halten das Social Network für den bedeutendsten Ausgangspunkt von viralem Marketing im Internet, unmittelbar gefolgt von Google (21%).

Laut Jupiter Research setzen bereits 24% der Werbeagenturen virales Marketing ein. Dennoch gibt es keine Erfolgsgarantie für diese Form der digitalen Mundpropaganda. Die Bemühungen der Agenturen sollen jedoch weiterhin fortgesetzt werden: Weitere virale Werbekampagnen sollen in Gang gesetzt werden. Virales Marketing wird meist zusätzlich zu traditionellen Werbeformen eingesetzt. Auch YouTube soll dabei behilflich sein.

In der Werbebranche sehen 14% das Videoportal als den wichtigsten Ausgangspunkt für virales Marketing. Weniger Bedeutung wird hingegen MySpace, Yahoo! und Open Social zugeschrieben. MSN wird sogar nur von drei Prozent als Nummer Eins für virale Kampagnen genannt.

Bei Facebook werden vor allem Fanseiten zum viralen Marketing genutzt. User können in dem Social Network diesen Seiten beitreten, die unter anderem Filme, Musik oder aber auch Konsumgüter zum Thema haben. So bekommen diese Produkte gratis Werbefläche auf den Profilseiten der Fans. Zudem profitiert die Marke von dem Image ihrer Fans, wenn diese beliebt sind und in ihrem Freundeskreis Vorbildwirkung haben. Auch Videos auf YouTube sind ein sehr beliebtes Mittel für virales Marketing. Vor allem Links zu unterhaltsamen Videos werden gerne im Freundeskreis weitergegeben und sorgen so für hohe Zuschauerzahlen.

Spot On!
Virales Marketing kann erfolgreich sein, ja. Dennoch ist der Grad zwischen Glauben an ein Produkt und Vertrauen in eine Firma sehr schmal. Geht die Initiative schief, geht es den Unternehmen so wie einst Calvin Klein. Schnell denkt der Internetuser an Schleichwerbung – und ist das Vertrauen erst einmal zustört, dann wird es schwer den Internetuser als Käufer zurückzugewinnen.

PS: Auf jeden Fall ist Virales Marketing cleverer und wirkungsvoller als die lästigen Facebook-Anzeigen (Er/Sie sucht Dich, Triff Sie/Ihn, etc.), die registrierte User seit Monaten im linken Frame entgegenblicken.

OTTO setzt auf Blogs mit Modeexperten

Mit seiner „eShopping 2.0“-Initiative setzt OTTO auf die Macht der Blogs. Der Blog ist ein gutes Beispiel, wie man mit mit Web 2.0 Features effizient Branding und Entertainment verbindet. Mit Mahret Kupka und Kathrin Leist wurden zwei Modeprofis engagiert und die beiden lässt man im Auftrag von OTTO bloggen.

Unter www.twoforfashion.de (auch erreichbar über www.otto.de) berichten die beiden Modeexpertinnen direkt aus den Fashion- und Lifestylemetropolen Hamburg, Berlin und New York. Geschmückt wird der Blog noch mit Kommentaren aus ihrer persönlichen Perspektive über Erlebnisse bei OTTO-Fotoshootings und den Austausch mit OTTO-Designern und -Einkäufern. User erhalten zudem Einblicke hinter die Kulissen von OTTO und die Welt der Mode durch Gastbeiträge von OTTO-Mitarbeitern – und werden durch Votings zu Mode-Themen aktiv mit eingebunden.

„Die Emotionalisierung des Online-Shoppings und die Einbindung der User ist einer der strategischen Pfeiler unserer Innovationsoffensive eShopping 2.0“, erläutert Dr. Rainer Hillebrand, Sprecher des OTTO-Vorstands und verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und E-Commerce, die Ziele des Blogs. „Mit diesem Branded-Entertainment-Projekt bieten wir unseren Usern spannende und hochaktuelle Einblicke in die Fashion-Szene, in unser Unternehmen und natürlich jede Menge Inspiration.“

Mit dem Blog werden vorwiegend zwei strategische Ziele verfolgt: die emotionale Bindung an die Marke OTTO oder die Gewinnung neuer Zielgruppen. „Ein echter redaktioneller Mehrwert für den User kann aber nur durch eine unabhängige und authentische Berichterstattung generiert werden. Deshalb liefern die beiden Bloggerinnen von Two for Fashion Textbeiträge, Videos, Fotos und Insider-Berichte zu einer Vielzahl von Mode-Themen innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens“, macht der OTTO-Vorstandssprecher den inhaltlichen Anspruch des Blogs deutlich.

Das Vertrauen in die Online-Plattformen des Unternehmens schaffen dabei diverse Zertifikate. So wird die Sicherheit beim Einkauf auf www.otto.de bestätigt durch die TÜV SÜD Gruppe und der Online-Shop zertifiziert mit dem begehrten Prüfsiegel S@fer-Shopping.

Der Erfolg der webstrategischen Bemühungen von OTTO bestätigt sich seit gut einem Jahr. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bescheinigt www.otto.de wie schon im Jahr davor die Spitzenposition als umsatzstärkster deutscher Onlineshop in den Segmenten Möbel, Küchen und Matratzen. Das GfK-Ranking nach Gesamtumsatz über alle Warengruppen positioniert www.otto.de als Deutschlands umsatzstärksten Online-Anbieter hinter eBay und Amazon. Im vergangenen Jahr wurde www.otto.de vom Internet-Publikum mit dem „OnlineStar 2007“ in der Rubrik Mode und Lifestyle ausgezeichnet und zum wiederholten Male zur „Beliebtesten Website 2007“ gewählt.

Spot On!
Wer eine erfolgreiche Strategie einsetzen will, sollte nicht nur auf eigene Kräfte und Expertise vertrauen. Der Input externer Ressourcen bietet neue Ein- und Ansichten für den Kunden in das Unternehmen und macht das Unternehmen ‚greifbar‘. Der Kunde fühlt sich nicht mehr als ‚außenstehender Geldgeber‘ sondern als derjenige, dessen Wissen über die Branche erwünscht wird und der die Branche mitgestalten kann. Vertrauen schafft was ‚offenkundlich‘ verbindet – nicht was das Unternehmen als Referenz angibt.

Kundenfeedback in der Internetwelt – präventiv gedacht

Mit Web 2.0 Features hat der Kunde viel Macht bekommen, sich bei Unternehmen positiv wie negativ zu äußern. Die Sache hat aber zwei Haken für die Unternehmen.

Zum einen benötigt man bei dem zahlreichen Feedback über das Internet viel Personal zur Be- bzw. Auswertung dessen, was der Kunde an die Unternehmen adressiert. Doch in den meisten Firmen sind die Budgets nicht proportional mit den Customer Service Anforderungen gestiegen, die sich aus Web 2.0 Features ergeben haben. Zum anderen ‚liegt‘ Feedback der Kunden physisch nicht immer auf eigenen Ressourcen oder Servern sondern auf Meinungsportalen, YouTube und sonstigen Multiplikationsformaten.

Animiert zu diesem Post hat mich das Beispiel des Comcast Technikers, der in kürzester Zeit schlafend in USA zu Rum und Ehre gelangte.

Die Sache ist nun auf YouTube und hat natürlich noch einige Nachahmer gefunden, die ebenfalls mit dem Service dieser, als auch anderer Firmen, nicht ganz einverstanden waren.

Stellt sich also die Frage, wie geht man mit Feedback heute um: Wer versucht, über YouTube solche Videos löschen zu lassen, zieht vermutlich noch mehr Aufmerksamkeit (über die Presse) auf sich. Gut für die zahlreiche Nennnung des Brands, schlecht für das Image… Um heutige Kundenfeedbacks zeitgemäß zu bewerten, kann man sich nachfolgende Fragen stellen.

Grundfrage: Wie behandelt man Kunden?
Naja, das Videobeispiel ist sicherlich kein Vorbild. Hier wären präventiv zwei verschiedene Rechtfertigungsschreiben in verschiedenen Varianten aufzusetzen: mal für Neukunden, mal für bestehende Kunden. Für alle, die das nicht machen wollen, gilt die ‚alte Regel‘ als Präventivmassnahme schlechthin: Behandeln Sie ihre Kunden wie Sie selbst behandelt werden wollen. das ist günstig, ist fair, ist im Trend.
Und wird als Referenz genommen, die dem Unternehmen eine Sympathievorsprung liefert. Früher wie heute die beste und effizienteste Massnahme für Kundenfeedback. Fragen Sie sich aber ehrlich, ob ihr Unternehmen diese Regel beachtet…

Kann ein Unternehmen jedem Feedback heutzutage noch nachgehen?
Eigentlich nicht nötig! Das gesamte, auf Unternehmen einströmende Feedback ist zwar zu orten, aber nicht auf alles kann und muss man reagieren. Allein die Stellen ausfindig zu machen (Meinungsportale, Blogs,
etc.), wo Meinungen bzw. Feedback von Kunden gepostet wird, kostet viel Zeit und Geduld – egal ob Sie Großunternehmen oder Mittelständler sind! Und Personal ist teuer. Präventives Vorgehen ist empfehlenswert: Sobald Feedback gesichtet wird, welches z.B. nicht in FAQs oder Infoblättern behandelt wird, diese sofort updaten! Kritisierendes Feedback, welches dem Ruf des Unternehmen schaden kann, sofort direkt und persönlich ‚entkräften‘. In schwerwiegenden Fällen idealerweise mit einer Stellungnahme in Pressemeldungen. Übers Web ist es sofort aktuell und für alle Kunden verfügbar.

Muss man die wichtigsten Kunden segmentieren?

Auf jeden Fall! Kommt der meiste Umsatz ihres Unternehmens von wenigen Kunden, so sollte diesen Kunden besondere Aufmerksamkeit zukommen. Aber versuchen Sie auch hier die präventive Strategie einzusetzen: Große Kunden sind oft nicht die, die sofort ihre Meinung kundtun. Fragen Sie nach der Meinung, bevor diese auf einmal an einer Stelle auftaucht, die ihnen vielleicht gar nicht ins Konzept passt: z.B. beim Mitbewerber. Ihre Vertriebsmannschaft wird wissen, welche Kunden Probleme machen können und welche nicht. Vergessen Sie dabei nicht das Parento Prinzip: 20% aller Fälle verursachen 80% der Auswirkungen. Manche Kunden geben ihre Meinung gern und auch zu anderen Themen ab. Eine konkrete Suche hierzu, kann vor bösen Überraschungen bewahren.

Kann ein Feedback neue strategische Ansätze liefern?

Ja, unbedingt! Jedes Business hat eine Berechtigung, sobald es im Markt ist und Kunden hat, die sich äußern. Polarisierende Welten sind die Basis jeder Faszination. Diese Faszination wird aber manchmal nicht als die Zukunft gesehen. In seinem Buch ‚The ten faces of innovation‚ schreibt Tom Kelley: ‚Customers don’t envision the future, they inform the present.‘ Die Zukunft einzuleiten und den Kunden dorthin zu führen, ist immernoch die Aufgabe ihres Managementteams.

Wie wertvoll kann ein Feedback sein?

Sehr wertvoll! Nehmen wir mal Red Bull als Beispiel. Hätte Dietrich Mateschitz vor Jahren auf eine Marktforschungsfirma gehört, hätte Red Bull nicht einen neuen Markt geschaffen. Das Mafounternehmen fand damals heraus, dass weder der Geschmack, noch das Logo, noch das Brand vielversprechend für einen Markteintritt sei. Die Marktforschung war eine Präventivmassnahme – über die aber auch nochmal nachgedacht werden musste: Wo kommt ein Drink an, der nicht ‚attraktiv‘ schmeckt, aber den Kunden einen Kick gibt? In Bars und Diskotheken, die ein Getränk zum Szenedrink machen und hohe Nettogewinne versprechen. Manchmal erfordert Kundenfeedback eben auch ein präventives Umdenken, um neue Märkte zu ermöglichen.

Spot On!
Jeder Manager weiß, wie man Kunden behandelt und wie man mit Kunden Feedback umgeht. Nur früher gab es nicht soviele Multiplikatoren, die Kundenfeedback zugänglich machten. Dafür sollte man sich heute eine kleine Präventivstrategie zulegen…

Warum Web 2.0 Technologien wichtig sind für das Business…

Jeder redet von der Wichtigkeit von Web 2.0 Technologien für das Business. Meist sind die Ausführungen von einer einseitigen Perspektive geprägt. Dennoch bekam ich einen nützlichen Post zu einem Video, der in 7,5 Minuten einige interessant Aspekte kurz und prägnant zusammenfasst.

Im Video erklärt Bjoern Brauel, CTO & VP webMethods business der Software AG, die Zusammenhänge von RIA (Rich Internet Applications) und SOA (Service Orientated Architecture), sicherheitsrelevante Themen diesbezüglich, aber auch Zukunftsvisionen, wie Menschen ihre eigene Arbeit im Unternehmen in ein paar Jahren schneller aufnehmen und bewerkstelligen können.

Kurzweilig und zur Konzentration auffordernd…