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Cebit Interview – Über die Zukunft der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt verändert sich. Die Menschheit fägt sich, ob Social Software, Social Media, Social Networking oder Web 2.0 harte Arbeit ist, oder die Produktivität der Businesswelt an den Abgrund treibt. Geht es nur um die Erhöhung des persönliche Reputationsindex, des Personal Scoring Index, oder ergibt sich nachhaltige Lead Generierung -erst kürzlich als Salestainability umschrieben- und neues Business einfach selbstständig aus Gesprächen?

Wenn man zum Interview auf der Cebit von IBM eingeladen wird, kann man in ein paar Minuten nicht alles sagen, was man gerne sagen würde. Man kann auch keine 3-Säulen-Strategie im Detail erläutern, die man in der Zukunft als essentiell für den erfolgreichen Einsatz des Social Web für die Webstrategie eines Unternehmens ansieht.

Ich wollte im Interview so verständlich wie nur möglich auf die wichtigen Trends und erfolgversprechenden Taktiken eingehen, die sich abzeichnen und teilweise heute schon gelebt werden in der Businesswelt. Hoffen wir, mir ist es gelungen…

Die Idee der Visualisierung meiner Gedanken von Anna Lena Schiller während des Interviews finde ich sehr gelungen. Sie greifen den Gedanken des Personal Web Managers auf (links oben), sowie die zukünftige zentrale Herausforderung für den Einzelnen, einen 24 Stunden Tag so effizient mittels Social Software zu nutzen wie einen 36 Stunden Tag.

Der IBM Social Business Channel gibt im übrigen noch weitere Einsichten diverser Vordenker im Social Web. Ich empfehle sich auch die Meinungen mal anzuhören bzw. anzusehen.

Nun interessiert mich eure Sichtweise der Zukunft der Arbeitswelt. Wie stellt ihr euch den Arbeitstag von morgen vor? Was fehlt euch heute, was wünscht ihr euch morgen? Bin gespannt, auf eure Gedanken…

Sky Deutschland: Kundenservice im Abschreibungsland 2.0

Am liebsten würde ich diesen Post anfangen mit “Es war einmal…”. Denn es fällt einem schwer zu glauben, dass diese Geschichte in der heutigen Zeit nicht erfunden ist. Ist sie aber nicht…!

Es geht um den Kundenservice der Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG. Und würde ich mich nicht seit mehr als einem Jahr über den Kundenservice wundern, so hätte ich mir diesen Post erspart. Es ist ein Fallbeispiel der ganz besonderen Art und Wert, geteilt zu werden.

Zur Vorgeschichte…
Vor einem Jahr wollte ich auf HD Receiver und Empfang “upgraden”. Ein Anruf bei der Sky ließ mich wissen, dass es derzeit keine HD-Empfänger für Kabelempfang gäbe. Deshalb könne man derzeit meinen Vertrag nicht gleich hoch stufen. Es würden Gespräche geführt mit dem Hardwarelieferanten HUMAX und solange müsse man eben dann auf seinen HD Empfang warten. Was soviel hieß wie, man könne eigentlich keine neuen Umsätze mit Kabelempfängern machen in Deutschland. Man fragte sich, wie eine Firma unter solchen Umständen ordentliche Umsätze schreiben kann.

Ungläubig gegenüber dieser Information versuchte ich mein Glück über einen Saturn Markt in München und siehe da: Ein Verkäufer am Sky-Stand berichtete nach einem ausführlichen Telefonat von der Option, dass ich zwei Wochen später eine Promotion nutzen könne, die mir den HD-Empfang und Erhalt eines HD-Receivers ermöglichen würde. Ich müsse nur am Telefon in zwei Wochen alles erklären und dann wäre ich auf HD-Empfang.

Zwei Wochen später bestellte ich am Telefon das Angebot, welches die Dame eingab und mir versicherte, in ein paar Tagen sei der Empfänger samt HD-Empfang da. Ich nehme es vorweg. Nein, er kam nicht… Er kam nie.

Wie ich später erfuhr, hatte die Dame nämlich offensichtlich gar nichts eingegeben (oder vergessen zu speichern), denn im CMS gab es zu dem Telefonat keinen Eintrag, als ich zwei Wochen später nachfragte. Auch drei Wochen später, als ich einen zweiten Versuch wagte, klappte es nicht. Wiedermals kein Eintrag auf Nachfrage. Das Special war inzwischen abgelaufen und ich gab auf.

Als ich noch einmal zufällig im selbigen Media-Markt war, fragte ich einen neuen Verkäufer, was man eigentlich mit Premiere Kunden mache, die immer noch einen alten Vertrag haben. Der Sky-Verkäufer sagte stolz, dass im nächsten Jahr alle Verträge -und es seien doch noch zahlreiche- auf Sky umgestellt und die alten aufgelöst werden. Das zweifelte ich an mit dem Argument anzunehmender schwindender Umsätze und hohem Kundenrückgang. Das könne Herrn Murdoch wohl nicht egal sein, bemerkte ich. Zu meinem Erstaunen erwiderte er: “Deutschland ist ein Abschreibungsland für Herrn Murdoch. Da machen Sie sich mal keine Sorgen. Springen die Leute ab, macht Hr. Murdoch das wenig aus.” (Staunen meinerseits.) Aha…!

Ich werde also mal abwarten, ob mein Vertrag nun im kommenden Jahr ausläuft.

Das alles geschah vor ungefähr einem halben Jahr.

Die Gegenwart…
Nun war ich vor einer Woche in London im Hotel und wollte mich auf meinem iPad auf der App auf Sky einloggen. Es war ein Champions League Abend und ich wollte den kostenlosen iPad Service “Alle Inhalte jetzt bis 31. Dezember 2010 kostenlos.” nutzen.

Einloggen ging auch, aber mehr nicht… Nach dem Laden der App gab es lediglich eine Trailer von Sky und danach ging nichts mehr…

“Auf diesem Kanal wird zur Zeit nicht gesendet ” teilte die App mir mit.

Ein Anruf bei der Hotline sagte mir, ich solle schnell eine Mail schreiben, denn für alle Onlinebelange und -mängel sei der Online Kundendienst zuständig. Der Telefonservice könne da nichts machen. “Hier sitzen zahlreiche Menschen für Onlineanfragen vor ihren Rechnern, genauso wie ich am Telefon”, meinte die freundliche Damenstimme. Gesagt, getan – die Anfrage ging an die Online-Hotline. Das war an einem Dienstag! Ich wartete also auf Feedback per Mail. Natürlich wartete ich auf ein Feedback in gewissem Masse in Echtzeit…

Feedback kam – am Samstag darauf. 5 Tage später. Per Post…! Kein Scherz!!! Nachfolgend der Brief – lest bitte selbst…

Jetzt fehlen mir die Worte im Zeitalter Abschreibungsland 2.0…
(Aus Datenschutzgründen wurden bestimmte Nummern und Namen aus dem Schreiben von mir entfernt.)

Spot On!
Sehr passend kommt mir da eine Befragung von novomind heute vor die Augen. Offensichtlich ist Online-Kundenservice in Deutschland immernoch im Hintertreffen. Ergebnisse der Studie zeigen, dass es nach Ansicht der Befragten in 50% der Unternehmen keine Online-Strategie für den Kundenservice gäbe – geschweige denn im Social Web: Bislang würden im Schnitt gerade einmal 2% der deutschen Kontaktaufnahmestellen für Firmen in sozialen Netzwerken agieren, bei externen Dienstleistern wären es immerhin 5%.

Erscheinen nur mir die Zahlen für den Online-Kundendienst in Deutschland erschreckend niedrig? Ist hier nicht schnellstens Nachholbedarf angesagt? Oder greift der Deutsche noch gerne zum Telefon (wie auch ich zuerst)?

Bild: Ingrid Kranz / pixelio.de

Studie: Bewertungen treiben Online-Shopping an

Die aktuelle Studie „netz98 fragt nach – Einfluss sozialer Elemente im E-Commerce auf das Kaufverhalten“ des Marktforschungsunternehmens eResult GmbH im Auftrag der Internetagentur netz98 new media GmbH besagt, daß für fast 50% der Internet-Kunden Bewertungen und Empfehlungen anderer Kunden ein wichtiges Argument sind, überhaupt online einzukaufen. Gegenüber dem traditionellen Shopping biete Online Shopping mit dem Zugriff auf die Meinungen unabhängiger Verbraucher einen klaren Mehrwert.

Bei aller Euphorie sind Bewertungsmöglichkeiten für die meisten User kein zwingendes Element, wenn auch ein wichtiger Baustein eines Online-Shops. 70% sehen es nicht negativ, wenn die Bewertungskriterien in einem Online-Shop fehlen. Man möchte anfügen, das die Gefahr auf ein anderes Portal zu wechseln, wo Bewertungskriterien angegeben werden, dennoch durchaus gegeben ist. Und von dort zum Kauf ist es dann nicht mehr weit… Die Frage wäre also, was ist entscheidender für den finalen Kauf. Die Bewertungen oder das Vertrauen in den Shop?

Die Frage beantwortet sich teilweise mit den Rezensions-Optionen, die für mehr als ein Viertel der Befragten wichtig sind. Diese Nutzer weichen im Zweifel auf andere Online-Angebote aus, die diese Funktionen bieten. Denn: Wenn 45% der Teilnehmer angeben, Produkte oder Dienstleistungen sogar regelmäßig zu kommentieren oder zu bewerten, dann sollten Shopbetreiber dies Ernst nehmen.

Der Sharing Trend ist hingegen verhalten. Nur von etwa 10% werden die Weiterleiten Funktionen wiederholt genutzt. Frauen (13%) nutzen sie mehr als Männer (9%).

„Wir halten es für sehr wichtig, uns auch wissenschaftlich und quantitativ mit dem E-Commerce zu beschäftigen. Viele aktuelle Fragestellungen können eben nur die Nutzer selbst beantworten. Davon profitieren nicht zuletzt unsere eigenen Kunden – denn die Ergebnisse der Studie fließen unmittelbar in unsere tägliche Arbeit ein.“ Tim Hahn, Geschäftsführer, netz98

Spot On!
Interessant ist aber auch ein weiteres Ergebnis. Nahezu 40% der Befragten können sich vorstellen, unmittelbar in einem sozialen Netzwerk über eine Shopping App einzukaufen. Mit einer Einschränkung… Der Shop, bei dem eingekauft wird, muss dem Käufer bekannt und vertraut sein. Wer also eine App baut, sollte bei der Konzeption mit Check-out sowohl vertrauensbildende Maßnahmen (z.B. Gütesiegel) als auch die transparente Darstellung des übergeordneten Shops klar kenntlich machen.

Social Media oder die Qual der Wahl

Wir haben gestern einen Ausflug gemacht. An den Tegernsee, denn wir lieben die Bergregion um München. Schöne Berge, traumhafte Natur und auf den Almen immer nette Menschen und leckeres Essen. Aber eine Sache macht uns immer wieder zu schaffen. Die Qual der Wahl… Die Qual der Wahl, welche Hütte wir diese Wochenende “bewandern”. Welchen Weg wir nehmen sollen. Oder, welches Essen uns wohl am meisten ansprechen wird, wenn wir oben auf dem Berg angekommen sind. Und selbst wenn wir es wissen, lesen wir die Karte und sehen immernoch vor der Entscheidung … oder haben weiterhin die Qual der Wahl.

Eine große Auswahl zu haben, ist eine schöne Sache. Man könnte sagen, ein Luxusproblem… Aber wie auch schon Miriam Meckel in ihrem Buch Das Glück der Unerreichbarkeit klar macht, ist die Qual der Wahl eine unserer größten Herausforderungen der Zukunft. Viele Sachen stimulieren uns, viele Sinne rühren uns, viel Auswahl verwirrt uns. Ohne Filter wird alles zu einem einzigen Chaos.

Wir lieben es Karten zu lesen, die eine große Auswahl bieten und soind enttäuscht, wenn die Karte nur klassische Breotzeit offeriert. Es sei denn auf der Hütte, wo die Brotzeit zu einem kulinarischen Highlight avenziert. Und wie es immer so ist, scheint der Hunger und die Begeisterung größer als das Bedürfnis. Die Qual der Wahl wächst…

Warum erzähle ich das alles?

Manchmal möchte ich nicht in der Haut von den Leuten stecken, die ich so berate oder beraten habe in den letzten Wochen und Monaten. Social Media Marketing scheint einen ähnlichen Effekt auf Marketing-, PR-, HR- und Customer Service Manager zu haben.

Die Qual der Wahl stapelt sich für sie in Form von zahlreichen Fragen…

– Nutze ich Social Media überhaupt? Eine Wahl, die eigentlich keine mehr sein sollte…
– Bleibe ich besser bei meinen Leisten und erklimme nicht die Höhen und Tiefen der modernen Medien?
– Welche Kommunikationmedien nutzt meine Zielgruppe (am liebsten und in 5 Jahren noch)?
– Welche Plattform schmeckt mir (Benutzerfreundlichekeit, Usability, Technik) am besten?
– Welche Plattform oder welche sozialen Medien ist/sind für mich zielführend?
– Kann ich eine Strategie, die meisten meinen eher eine taktisches Vorgehen, eines Mitbewerbes adaptieren?
– Geht die Geschäftsführung d’accord mit einer unstrategisch wirkenden Trial-and-Error Phase?
– Welche Tools, Taktiken und Trends nutze ich um meine Botschaften anzubringen?
– Wie und womit hört man eigentlich am besten in die Zielgruppe rein?
– Wie kommunizire ich und mache die Marke menschlich?
– Mit welchen Techniken oder Apps erhöhe ich meinen ROI-Output?

Die Qual der Wahl ist wie ein unbewanderter gebirgiger Waldweg. Man muß sich ab des Weges der Konformität wandern und testen, wenn man dann doch mal mit Ruhe einen klaren und zielführenden Gedanken fassen will.

Ein paar grundsätzliche Fragen, die man sich machen sollte…

– Wer ist meine Zielgruppe und wie ist sie im Social Web heute und morgen unterwegs (Baby Boomers, Gen X, Gen Y, Gen Z)?
– Wann soll mein Auswahl Erfolg zeigen? Deklinieren Sie vom kleinsten gemeinsamen Nenner der Unternehmensziele (Markenbildung, Engagement, Leads, Umsatzzahlen…
– Was schränkt mein Vorgehen (One-Voice Policy, Kunden Status Updates, Kommentare oder Posts) mit den sozialen Medien aufgrund business-strategischer Vorgaben ein?
– Warum scheinen soziale Medien für meine Zielgruppe am aussichtsreichsten? Eine gute Analyse der Erfolgssäulen gehört vorangeschaltet, um Kosten, Personalaufwand und sonstige Resourcen abschätzen zu können…
– Wie setze ich die sozialen Kommunikationskanäle Blog, Twitter, Faceboook, Youtube oder XING/LinkedIn zukunftsträchtig als Informationsmedien auf, wer testet und wer optimiert? Wie kann hieraus ein steter Prozess entstehen?

Vielleicht bietet der Post eine Leilinie zur Entscheidungshilfe. Falls nicht, sagen Sie mir, wie sie mit der Qual der Wahl umgehen oder umgegangen sind. Die Diskussion ist eröffnet…

Die 3-Säulen-Strategie: Erst Marke, dann Mensch, oder andersrum?

Credits: Pixelio

Credits: Pixelio

Nachhaltigkeit in Social Media fordert Unternehmen

Social Media hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem neuen Element im Mix der Unternehmens-Kommunikation etabliert. Unternehmen und Agenturen erkennen zunehmend mehr Chancen, die ein Social Media Engagement bietet. Sei es in der Marketingkommunikation, in der PR, im Vertrieb, HR oder Sales. Über die neuen Möglichkeiten wird nicht nur diskutiert, es finden sich immer mehr Unternehmen, die Social Media in mindestens einem Bereich installieren. Auch wenn sich viele Engagements noch in der Versuchsphase befinden, so ist bereits zu erkennen, dass Unternehmen Social Media ernster nehmen als noch vor einigen Monaten.

Viele Unternehmen lagern ihr Social Media Engagement an Agenturen aus, bei anderen werden neue Abteilungen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Von Social Media Beratern, Social Media Managern und Evangelisten ist die Rede. So manche versuchen, auch eine Hybrid-Funktion aus traditioneller Jobbeschreibung und „soziale Zusatzaufgabe“ zu erschaffen.

Social Media Verantwortliche erhalten weitreichende Verantwortlichkeiten, die es in dieser Form selten vorher im Unternehmen gab. Sie können meist ohne vorherige Abstimmungen über das Unternehmen im Netz sprechen. Sie werden zur Stimme, zum Gesicht, zum Aushängeschild. Doch was passiert mit dem Engagement, wenn Social Media Verantwortliche das Unternehmen verlassen? Verlieren Social Media Aktivitäten damit ein „Gesicht“, eine „Stimme“ im Netz?

Social Media sollte unserer Meinung nach daher immer auf drei Säulen aufgebaut sein, um es nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Ob die Konzentration auf eine Person vorteilhaft, bzw. das Auslagern der Aktivitäten auf Agenturen sinnvoll ist, steht hierbei als Frage im Mittelpunkt.

Marken (statt Personen): “Vermenschlichung durch Authentizität der Personen”, oder kann die Marke das selbst?

Social Media soll authentisch sein, transparent und dialogorientiert. Um diese Bedingungen erfüllen zu können, bedarf es nicht nur einer Strategie, sondern Menschen, die eine Marke leben können und der Marke im Netz eine Stimme verleihen, die Unternehmenswerte vermittelt. Oftmals ist die Stimme eine Person, die auf Kommentare, Retweets etc. reagiert. Dieser Mensch verleiht der Stimme im Netz einen eigenen Charakter. Wie reagiert die Stimme auf Kommentare? Wie geht sie mit Followern um? Inwieweit lässt sie sich auf einen Dialog ein? Natürlich kann man versuchen, alle Maßnahmen genauestens zu konzipieren, Social Media ist aber schnell, schneller als jedes Konzeptpapier. Und zu viel Konzeption schadet dem Engagement, sowie der Authentizität. Also muss ein Unternehmen nicht nur auf eine Person setzen, sondern auf die Vermenschlichung der Marke.

Organisationskultur: Mehrere Personen im Unternehmen stützen den Social Media Auftritt

Social Media Aktivitäten sollten niemals auf eine Person fokussiert werden, sondern immer mehrere Personen aus verschiedenen Abteilungen einbinden. Im Idealfall gibt es einen Markenauftritt im Social Web, der von verschiedenen Personen betreut wird, die wiederum selbst aktiv als Person auftreten können. In der Kombination Marke / Person können vielerlei Synergien entstehen, die den Auftritt als Ganzes ,als “unternehmerische Menschheit”, stützen. Fällt eine Person aus, können die Maßnahmen schnell vom Social-Media-Team übernommen werden, ohne dass ein Bruch in der Transparenz der Kommunikation zu befürchten ist. Besonders in Urlaubszeiten scheint das Problem der Verlagerung bzw. des Management von Social-Media-Aktivitäten durchaus brisant zu sein. Wir hören bereits von mehreren Seiten, dass aufgrund der Umsetzung von nur einer Person hier ein eklatantes Problem entstehen kann. Denn eines ist gewiss: Auch Social Media Betreuer brauchen eine Auszeit.

Automatisierte Prozesse, oder… Das perfekte Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik

In der beobachtenden Analyse setzen viele Unternehmen bereits erfolgreich auf Social-Media-Monitoring-Tools, die wertvolle Ergebnisse zu Tage bringen. Die Reaktion selbst auf bestimmte Anlässe wird aber immer noch vom Mensch bestimmt, definiert, organisiert und orchestriert. An dieser Stelle sollte unserer Meinung nach, automatisierte Prozesse Unterstützung leisten, wie dies zum Beispiel auch Online-Marketing bereits erfolgreich eingesetzt wird. Dank Targeting, Frequency Capping oder dynamischen Updates werden Online-Kampagnen schnell optimiert und damit auch erfolgreich. Für Social Media sind solche automatisierten Prozesse zwingend zur Entlastung und taktischen Optimierung notwendig und dienen der Unterstützung der Verantwortlichen. Sie lassen Social Media auch langfristig ein wertvolles Instrument der Kundenbindung zu werden.

Spot On!
Diese 3-Säulen-Strategie soll Unternehmens- und Abteilungsverantwortlichen einen Denkansatz beim Einsatz und der Optimierung von Social Media im Unternehmen liefern. Der sinnvolle Einsatz von Social Media Entschleunigung im Unternehmen (Slow Media Manifest) sowie produktivitätssteigernde Wex-Experten in Unternehmen (Personal Web Manager) sind hierbei zukunftsweisende Visionen für eine effiziente soziale Online-Unternehmenskultur. Denn nur, wenn wir sinnvoll mit unserer Zeit umzugehen lernen, kann eine 3-Säulen-Strategie das Social Media Engagement eines Unternehmens unterstützen und sich im Sinne der Wertschöpfungseffizienz manifestieren und dieser sinnvoll nützlich sein.

Über die Autoren…
Für die Idee zu diesem Post haben Heike Bedrich und ich die Köpfe auf dem Internet World Kongress zusammengesteckt. Uns hat die 3-Säulen-Strategie gefallen und ist unserer Überzeugung nach, ein guter Schritt für Unternehmen in eine erfolgreiche Social Media Welt.

Heike Bedrich ist seit vielen Jahren in der PR- und Marketing-Welt zu Hause. 1998 gründete sie mit Talisman ihre eigene Agentur für Kommunikation und Imagebildung. Sie betreut Kunden aus der IT- und Medienszene und hat sich auf die Themen PR, PR 2.0, Corporate Communications und Online Reputation Management spezialisiert.

Das Social Web – eine dreiteilige Webinar-Reihe

In dieser dreiteiligen Webinarreihe wird der Fokus auf der Beziehung zwischen dem Web als Kommunikationskanal der Zukunft und Social Media als modernem Tool für Kundenbeziehungs-Management liegen.

Das Social Web wird in den nächsten Jahren zahlreiche Veränderungen innerhalb der Unternehmen als auch im Umgang mit Kunden hervorrufen. Um den verschiedenen Abteilungsleiter innerhalb eines Unternehmens einen Eindruck zu vermitteln, inwieweit ihr Bereich davon betroffen ist, wurde die Webinar-Reihe in drei Bereiche aufgeteilt: Sales & Marketing, Human Resources/Personalwesen und Unternehmensführung.

Die Webinar-Reihe wird unter dem Motto stehen…
“Das Unternehmen haben früher Executives geleitet. Morgen wird es der Kunde sein…”

14. Mai 2010
Verkaufsförderung mit modernen Sales- und Marketingstrategien

11. Juni 2010
Employer 3.0 – Online Reputation, Personal Branding und Produktivität

18. Juni 2010
Unternehmensführung – Vergessen Sie die große Sorge um den Kontrollverlust!

Die Vorträge dauern eine Stunde. Teilnehmer haben danach noch 30 Minuten Zeit, Fragen zu stellen. Alle drei Webinare beginnen um 11 Uhr.

Es steht eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung. Anmelden können Sie sich derzeit noch hier.

Im Kommentar Social Media Newsroom promoten

Es freut mich immer wieder, wenn meine User mir mit Kommentaren interessanten und neuen Input liefern.

Manchmal überlegt man, wie man jetzt auf einen Kommentar reagieren soll. Da mir das in nachfolgendem Beispiel schon mehrfach so gegangen ist, brauche ich mal Input von meinen Usern und Social Media Experten.

Das Beispiel des Kommentars bezieht sich auf das Phänomen der Promotion eigener Social Media Newsroom. Und die Frage ist, ob und wenn ja, wie man auf diesen Kommentarfall reagieren und eingehen soll.

Dem Verfasser möchte ich für die ausführlichen Infos danken. Ein wahrlich interessanter und diskussionwürdiger Ansatz, den die DVAG da fährt und der mir bisher unbekannt war. Dort werden wahrlich alle sozialen Medien als Kommunikations-Channel bespielt.

Nun aber eine grundsätzliche Diskussion hierzu…

Inwieweit sind Blogs dazu da, seine unternehmerischen Botschaften und klassischen PR aktivitäten in aller Ausführlichkeit dazustellen und zu platzieren?

Wäre der Hinweis auf den Social Media Newsroom genug gewesen, indem ich EINEN Link setze? Wenn ja, wo setze ich diesen Link: Bei der Angabe meiner Daten (Name, Email und Webadresse) oder erst im Text oder an beiden Stellen?

Ein Social Media Newsroom sollte alle Verlinkungen in die soziale Web-Welt in sich bergen. So kann jeder Web-User sehen, was das Unternehmen im Social Web so macht.

Sieht man sich die Seite der DVAG an, so ist das auch der Fall. Und dieser Lin wurde ja auch angegeben. Nur ist mir unklar, ob man dann die anderen Link ebenfalls benötigt (Gefahr des “Linkschleuder-Ansatzes”)?! Sollte man trotzdem alle Social Seiten einzeln auflisten?

Wäre es ein gutes Vorgehen gewesen, mal via eine Business Networks wie XING oder LinkedIn die Konversation mit mir zu suchen und auf die Präsenzen hinzuweisen?

Diese Fragen gingen mir durch den Kopf als ich kommentieren wollte. Der kommentar wäre zu lange geworden. Dieser Post kam zustande…

Ich denke, es hilft allen, wenn wir hier mal Feedback sammeln. Freue mich auf Eure Meinungen…

Studie: Kundenkommunikation zu teuer – Optimierung nötig

Daß Kundenkommunikation kostenintensiv sein kann, ist kein Geheimnis mehr. Die aktuelle Studie ‘Reality Check 2009’ des Softwarehauses novomind AG zeigt jetzt, daß Unternehmen mehr als fünf Euro pro Kundenanfrage einsparen können, wenn sie ihre Beratungskanäle automatisieren.

Denn bisher nutzen beraten neun von zehn Unternehmen ihre Kunden noch über die gängigen Kommunikationsoptionen E-Mail, Telefon und Kontaktformular. Bislang bietet nicht einmal jedes zweite Unternehmen FAQ-Seiten an, Live-Chats nutzen sogar nur zwei Prozent.

Die durschnittlichen Kosten im Einzelnen…
– Telefonische Beratung durch einen Service-Mitarbeiter pro Anfrage rund sechs Euro
– E-Mails und die Verwendung von Kontaktformularen pro Anfrage rund sechs Euro
– Live-Chats pro Anfrage zwei bis drei Euro
Die preiswerteste Seite zur Beantwortung häufig gestellter Fragen bietet eine FAQs Webseiten, die pro Kundenanfrage gerade mal etwa zehn Cent kosten.

Spot On!
Natürlich kann nur aus Kostengründen nicht gänzlich auf den Einsatz von Telefon, E-Mail und Kontaktformular verzichtet werden. Entlastung durch stärker automatisierte Kommunikationsmittel nimmt kostenintensive Beratungszeit. Die Effizienz bei der teuren Beratungsleistung per Telefon sollte dabei im Auge behalten werden. Wie bei Social Media und im Verkauf gilt hier: ZUHÖREN! Nur jede zweite telefonische Anfrage wurde korrekt beantwortet, bei E-Mail Bearbeitung nur 28%, besagen die Ergebnisse. Interessant wäre mal Kundenservice via Twitter der Kostenkontrolle zu unterziehen. Schließlich setzen ja schon einige Unternehmen diese Option ein: Dell, Deutsche Bahn, Bank of America, Starbucks, South West Air, Jetblue

Studie: Cloud Computing im Aufwind trotz Bedenken

Cloud Computing spaltet die Gemeinde der IT- und Business Entscheider immernoch. Eine aktuelle Studie des IT-Beratungshauses Avanade zeigt, daß Cloud Computing zwar Punkte bei Wirtschaftsentscheidern sammelt, aber ebenso wie das Thema Social Media haben die meisten von ihnen laut der aktuellen Studie Sicherheitsbedenken und befürchten Kontrollverlust.

So wird der Umzug in die virtuellen Rechnerwolken wohl doch bei den meisten auf nicht absehbare Zeit verschoben. Die Studie von Avanade unter 500 befragten CIO’s und IT-Entscheider aus 17 Ländern besagt, daß für mehr als 50% der IT-Leiter Cloud Computing grundsätzliche eine nützliche Technologie-Option sei, der Zeitpunkt für den Unternehmenseinsatz aber aufgrund des Sicherheitsrisikos und der Zukunftsfähigigkeit des Konzeptes wohl noch nicht der richtige sei. 42% wollen sich demnentsprechend erst später dafür oder dagegen entscheiden.

Daß Cloud Computing das Kerngeschäft unterstützen kann, davon sind 60% der befragten Wirtschaftsentscheider überzeugt. Zudem gehen 55% davon aus, auf Bewegungen im Wettbewerbsmarkt und auf Businessveränderungen schneller reagieren zu können.

„Die globale Studie zeigt, daß Unternehmens- und IT-Manager die Vorteile von Cloud Computing bereits verstanden haben – sie wissen, dass die Systeme entscheidende Verbesserungen bedeuten können”, sagt der Avanade-Manager Tyson Hartman. „Unsere Branche steht nun vor der Herausforderung, mit diesen Bedenken aufzuräumen und handfeste Strategien und Wege aufzuzeigen. Cloud-basierte Services sollen schon heute implementiert und ein langfristiger Plan in die Wege geleitet werden, um einen wirtschaftlichen Nutzen für die Zukunft zu schaffen“, erklärt Hartmann.

Ein entscheidender Vorteil für Cloud Computing ist die Kosteneffizienz. Dies sehen auch 42% der weltweit befragten Studienteilnehmer, die zugeben, daß die aktuellen internen Systeme zu teuer seien. Dennoch ist das Verauen in die eigenen Systeme höher. 72% und 80% der befragten Entscheider in Deutschland trauen eher ihren eigenen Systemen. Da wird der Einsatz von Software und Hardware als Internetservice von Drittanbietern noch skeptisch beäugt. Der Grund sind Sicherheitsbedenken und Verlust über die Kontrolle von Daten und Systeme.

Die Zukunft des mobilen Web: Experimentierzeit ist vorbei

One-on-One Interview with Olav A. Waschkies
Director Strategic Marketing & Mobile Internet, Pixelpark

Olav A. Waschkies arbeitet seit über 15 Jahren in der Kommunikationsbranche und verantwortet seit Anfang 2008 als Director Strategic Marketing & Mobile Internet, die Mobile-Aktivitäten von Pixelpark Agentur. Der gelernte Betriebswirt mit Stationen an der Universität zu Köln und der Universidad de Navarra in Pamplona ist Marketer der ersten Stunde im digitalen Marketing und seit 2000 bei Pixelpark beschäftigt. Olav A. Waschkies ist stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitaler Wirtschaft (BVDW) e.V.

The Strategy Web hat Olav Waschkies über die Zukunft des mobilen Web befragt.

Q: Was sind die Eckpfeiler einer guten ‘mobilen Webstrategie’?
Olav Waschkies Eine gute mobile Webstrategie zeichnet sich durch Zielkongruenz der mobilen Aktivitäten zu den übergeordneten Gesamtzielen der E-Business-Strategie aus. Dies kann von der Erschließung neuer Umsatzfelder im Bereich Mobile Advertising über die Integration des Themas Mobile im Bereich Distanzhandel hin zur Kostenreduktion durch Prozessoptimierungen im Bereich Costumer Self Service sein. Entscheidend sind die Faktoren – Zielgruppe und Akzeptanz des Mobile Internet, Technische Architektur der eigenen E-Business-Aktivitäten und interne Entscheidungsstrukturen und Akzeptanz für neue marktrelevante Themen im digitalen Umfeld.

Q: Ist das Thema ‘Mobile Webstrategie’ in Unternehmen als ganzheitliches Thema angekommen oder eher ein Marketingphänomen? (mit Begründung)
Olav Waschkies Es ist sicherlich ein Problem in der Entwicklung des mobilen Internets, dass das Thema in weiten Bereichen noch als „Marketing-Spielwiese“ und nicht in der Gesamtheit seiner Bedeutung für die Unternehmen gesehen wird. Schlimmer noch, es wird oft nicht einmal Marketing-Thema, sondern enger gefasst als Marketing-Kommunikationsthema gesehen. Mobile Internet wird dabei sehr häufig auf den Kampagnen-Charakter verkürzt, im extremsten Fall noch auf das Thema Mobile Direct Response, d.h. auf SMS-Dienste. Das Potenzial des mobilen Webs für die Bereiche Internet, Extranet und Intranet werden leider in den wenigsten Fällen strategisch aufgenommen und als Gesamtheit in die E-Business-Strategie integriert. Der Grund ist sicherlich die Entwicklung des Themas, da Direct Response Kampagnen lange Zeit die bekannteste Nutzung des mobilen Webs waren und alle Ansätze aus dem Jahrtausendwechsel als Wap-Flop noch in der Wahrnehmung der Entscheider präsent sind. Die Möglichkeiten die sich eine Dekade später ergeben, sind diesen Entscheidern noch einmal nachhaltig näher zu bringen.

Q: Sehen Sie das Thema Social Media und Web 2.0 von großer Bedeutung für die Entwicklung des mobilen Webs?
Olav Waschkies Social Media und Web 2.0 sind bereits immanenter Bestandteil des mobilen Webs. Eigentlich muss man es noch konsequenter formulieren, das mobile Web ist Web 2.0 in seiner reinen Form und wer sich die mobilen Mandanten der etablierten Online-Angebote und die neuen „mobile born“ Angebote sowie deren Nutzung anschaut, wird sich dieses Eindrucks schwerlich verweigern können.

Q: Ist es überhaupt schon die richtige Zeit für Unternehmen mobilen Content zur Verfügung zu stellen?
Olav Waschkies Es ist für viele Unternehmen bereits fünf vor zwölf, da im Zweifel der Wettbewerb bereits mobil vertreten ist. Wir haben es im mobilen Web nicht mehr mit Prognosen oder Trends zu tun, wir stehen in den nächsten Monaten vor belastbaren Marktdaten, die Transparenz schaffen werden über Angebot und Nachfrage und zeigen werden, dass zum einen bereits ein Markt existiert und zum anderen welche Entwicklungsdynamik diese Markt hat.

Q: Was sind die drei größten Herausforderungen für Unternehmen, die auf mobilen Content setzen wollen?
Olav Waschkies Es lassen sich die folgenden drei Herausforderungen charakterisieren:
1. Interne Herausforderung – Wird das Thema mobile Web als unternehmensrelevant erkannt, erhält es Promotoren auf Entscheidungsebene und findet seinen Widerklang in der E-Business-Strategie?
2. Technische Herausforderung – Lässt sich das Thema in die eigene E-Business-Infrastruktur integrieren und wie, bzw. mit wem lässt sich dieses zielführend umsetzen?
3. Markt Herausforderung – Wird von den Unternehmen der richtige Marktbedarf erkannt und ein adäquates Angebot für die eigene Zielgruppe(n) geschaffen?

In Summe münden die Herausforderungen in die Aufforderung das Thema mobile Web aus der Ecke des Experimentierumfelds herauszuholen und anzufangen, das Thema als geschäfts- und somit strategierelevant einzuordnen, da das mobile Web in den nächsten Jahren sich im Massenmarkt etabliert haben wird.

Herr Waschkies, wir danken Ihnen für den spannenden Einblick in eine mobile Web-Zukunft.

Spot On!
Ergänzend hierzu soll eine Studie von TNS Infratest im Auftrag der E-Plus nicht unerwähnt bleiben, die die Usersicht beleuchtet.
– Mobile Datenangebote: Trend zu Handy- und Laptop-Surfen hält an
– Sprach- und Datentarife: Deutsche bevorzugen Flatrates
– Telefonie: Jeder Dritte würde ganz auf einen Festnetzanschluss verzichten
– Deutschlandweit repräsentative Studie unter 2.000 Verbrauchern

Die am häufigsten genutzten Mobilfunk-Anwendungen sind demnach…
– SMS-Versand (81%)
– Telefonieren (69%)
– Foto und MMS-Versand (33%)
– Musik-Downloads (15%)

Die Studie steht zum Download bereit bei E-Plus.