BeitrÀge

Corona-Lockdown: Ideale Zeit fĂŒr Trainings und Strategie

Das Coronavirus hĂ€lt Mitarbeiter und Unternehmen in Atem. Die Welt ist gestresst. Viele Menschen wirken dennoch unfassbar „busy“. Und das, obwohl man meinen sollte, daß die Businesswelt gewaltig entschleunigt wurde. Alle großen Firmen-Veranstaltungen sind abgesagt – mindestens mal bis Ende August 2020. Selbst die „Wiesn“, die in Bayern das Business bekanntlich fĂŒr zwei Wochen ordentlich runterfĂ€hrt, legt erstmalig eine historisch einmalige Pause ein.

Viele FĂŒhrungskrĂ€fte reagieren nervös und fragen sich: Wann mache ich jetzt was mit meinem Team? Wie sieht mein Notfall-Programm jetzt eigentlich aus? Worauf basiere ich meine Arbeitsschwerpunkte? Mit so manchem Zeit-Gedanken lĂ€sst sich hier Ruhe in so manche Management-Etage bringen…

Zeit planen: Strategie & Ziele entwickeln

NatĂŒrlich stehen Vertrieb und Marketing grade in diesen Zeiten gewaltig unter Druck. Die Umsatzzahlen sollen stabil bleiben. Die Leads sollen auch ohne Meetings ins Unternehmen fliessen. Und das Ganze erzielen die Teams am besten ohne große Investitionen. Was wie eine „Mission Impossible“ wirkt, kann bei strategischer Neuaufstellung die Weichen stellen, um nicht nur Vertrieb und Marketing endlich zu vereinen, sondern auch entsprechend taktisch digital neu aufzustellen.

Eine solche Chance einer unternehmerischen Neuorientierung bleibt vermutlich einmalig, wie schon in einem Artikel der iBusiness angemerkt:

„Wenn ein Unternehmen nur wegen des Wegfalls der Leadquelle „Messen“ eine dĂŒnne Pipeline aufweist, hat man Trends wie Marketing Automation, Social Selling und Customer Experience verschlafen. Es ist aber sowieso davon auszugehen, dass die Industrie in dieser Krise die Digitale Transformation neu ĂŒberdenkt.“

Wenn das Business sich dank Corona eine Auszeit nimmt, muss man sich fĂŒr den Neustart und zukĂŒnftige Ausfallzeiten wappnen. Auch vom Home-Office aus lassen sich Teams zu Strategiebesprechungen zusammenbringen und neue Ziele der Kundenansprache und Kundenakquise sowie des Kunden-Engagements entwickeln. Die Zeit der strategischen Planung ist jetzt, die virtuellen Möglichkeit lange verfĂŒgbar – ein Office dafĂŒr komplett unwichtig. Nie war es so ruhig. Nie lenkten keine Kaffee-Meetings ab. Nie konnte man sich so darauf konzentrieren.

Zeit nutzen: Trainieren & Vorsprung sichern

Viele FĂŒhrungskrĂ€fte berichten, dass sie teilweise bis zu 12 Stunden in Video-Calls verbringen. Hat das Management den Kunden oder die Mitarbeiter im gewinnbringenden Fokus? Wenn ich mir so manche Customer Experience Werte von Unternehmen auf kununu, auf Facebook oder Google Bewertungen und Reviews ansehe, so darf offensichtlich der Puls der Kunden und Mitarbeiter gerne ohne Gegenmassnahmen nach oben schnellen, aber das Management ĂŒbersieht oder ignoriert offensichtlich diese bedrohlich steigende Hitzekurve.

Da derzeit zahlreiche Veranstaltungen ausfallen sowie auch viel bĂŒrointerne „Persönliche Verteilzeit“ aufgrund des Home-Office entfĂ€llt, mĂŒssten die Mitarbeiter wie Manager im Grunde grundsĂ€tzlich viel Zeit fĂŒr Fortbildung nutzen können. Sei es um neue Trends des Marketing zu erkunden, die Customer Experience intern wie extern zu optimieren, neue digitale Arbeitsformen zu erlernen, oder aber auch Social Selling besser zu nutzen. Nie war die Zeit besser, Mitarbeiter digital fit zu machen und sie gemĂ€ĂŸ im Puls der Zeit aufzugleisen.

Zeit investieren: Testen & VerstÀndnis gewinnen

Viele Teams testen gerne mit Pilot-Projekten und schicken nicht gleich alle ihre Mitarbeiter in virtuelle Trainings. Die meisten Unternehmen gewĂ€hren entweder denen Fortbildungen, die eine große AffinitĂ€t zu speziellen Themen aufweisen. Oder es werden die trainiert, die im Train-the-Trainer Prinzip ihr Wissen als Line-of-Business Verantwortliche mit ihren nĂ€chsten Mitarbeitern das Erlernte dann weitergeben sollen. Manchmal ergibt sich hierbei allerdings auch, dass der Trainer dann doch schneller und gezielter in seiner didaktischen Methode „philosophiert“.

Wie auch immer, bieten uns die dank Coronavirus entstandenen „No-Commuting-Days“ die Chance, die gewonnene Zeit sinnvoll zum VerstĂ€ndnisgewinn zu investieren und neue Themen rund um das Digital-Marketing und Digitalstrategie neu zu bewerten. Wer nicht pendeln muss, erzielt laut Inrix allein in MĂŒnchen einen Stau-Zeitgewinn von fast 11 Tagen (87 Stunden).

Trotz dieser positiven Effelte, die sich aus nahezu keinem „Commuting“, (erzwungenem) Home-Office sowie Zeitgewinn ergeben, dauerte es dann doch eine Weile, bis Unternehmen diese ideale Zeit fĂŒr Trainings und Strategie fĂŒr ihre Unternehmen erkannt haben. Dennoch lĂ€sst sich in schwierigen Zeiten der VerĂ€nderung viel Positives erlernen.

Influencer Marketing: Über Disruption und Reichweite – @12min.me XTRA

Influencer Marketing fehlt es an Mut, KreativitĂ€t und Innovationsbereitschaft. Egal ob in den Agenturen oder den Unternehmen selbst. Was aber noch schwerer wiegt ist die Tatsache, dass es Influencern oftmals an der AuthentizitĂ€t mangelt. DarĂŒber das Influcener immer unglaubwĂŒrdiger werden, haben wir bereits berichtet. Wer also Influencer im Marketing-Mix einsetzt steht vor der KPI-Frage. Wie wird der Erfolg, Misserfolg oder Einfluß in diesem Zusammenhang gemessen. Mit den Mitteln des bisherigen traditionellen Marketings oder bedarf es einer neuen ErfolgsgrĂ¶ĂŸe und Methode der Ermittlung? Es ist also an der Zeit, den Begriff „Influencer“ neu zu definieren! Genau das war auch Thema unseres 12-minĂŒtigen Talks in MĂŒnchen. Weiterlesen

Influencer werden zunehmend unglaubwĂŒrdiger (Studie)

Influencer oder Influencer-Marketing ist derzeit in aller Munde. Warum aber springen derzeit so viele auf diesen Zug auf oder anders gefragt, warum meine viele dies tun zu mĂŒssen? Seit dem Beginn der Social Media Zeiten, in denen es ja um genau diese persönlichen Verbindungen/VerknĂŒpfungen geht, versuchen Unternehmen Menschen von sich zu begeistern. Doch statt dies selber zu tun, gehen immer mehr Firmen den Weg ĂŒber Influencer. Doch was steckt genau dahinter? Was denken eigentlich die Nutzer ĂŒber dieses Vorgehen? Also die Menschen, die direkt ĂŒber das Unternehmen oder indirekt ĂŒber den Influencer mit den Produkten in BerĂŒhrung kommen? Die Mediaagentur Wavemaker hat diese Frage in seiner Studie „Influencer 2.0“ genauer beobachtet und kommt zu spannenden Erkenntnissen. Weiterlesen

Fast die HĂ€lfte der Unternehmen untersagt den Mitarbeitern Social Media Nutzung

Alle wollen es, alle tun es – nur die Unternehmen strĂ€uben sich noch: Bloggen, Twittern und Facebook-Austausch entzweit die Unternehmenswelt. Eine aktuelle Studie von Cisco zeigt, was letzte Woche auch eine Studie von Robert Half angedeutet hat. 44% der deutschen Unternehmen untersagen die Nutzung von Social Media wĂ€hrend der Arbeitszeit.

Die aktuelle Studie mit dem Titel „Collaboration Nations“ unter 1.000 IT-Entscheider und 2.000 IT-Anwender in den LĂ€ndern USA, England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, China, Russland, Indien und Japan belegt, daß auch die Blogs mit 35% und YouTube 38% noch weit davon entfernt sind, in Unternehmen Anklang zu finden. Offensichtlich sind den Unternehmen die VorzĂŒge und Benefits von Social Media im Daily Business noch unklar.

„Social Media ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil des tĂ€glichen Lebens und Arbeitens und kann Unternehmen klare Wettbewerbsvorteile verschaffen“… „Ein Verbot der Anwendungen ist der falsche Schritt“ Michael Ganser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Cisco Deutschland

Was Verbote bewirken, zeigen die Studienergebnisse. Schließlich gibt es genug Wege auch wĂ€hrend der Arbeitszeit Social Medi zu nutzen. Als SchlĂŒssel sein hier nur mal die verschiedensten mobilen EndgerĂ€ten erwĂ€hnt. 40% der befragten deutschen Arbeitnehmer nutzen laut der Studie mindestens einmal in der Woche die verbotenen Anwendungen.

Auch hierfĂŒr liefert Cisco eine plausible ErklĂ€rung. Die Arbeitnehmer haben kaum eine andere Wahl. Um ihre Jobs optimal erledigen zu können, benötigten sie die sozialen Anwendungen und Tools. Außerdem erleichtere es den effizienten Austausch mit Kollegen oder Kunden.

Spot On!
Social Media ist keine Frage des „Teilnehmen-Wollens“ mehr. Ob MittelstĂ€ndler oder Konzern – weder der eine, noch der andere sollte sich dem Trend und der Entwicklung der modernen Mediennutzung entziehen. Social Media findet sowieso statt – ob mit oder ohne die Unternehmen. Die Frage ist also vielmehr: Soll man als Unternehmen den Kulturwandel zulassen und wenn ja, mit welchen Social Media Richtlinien (Guidelines) ermöglichen wir als Unternehmen dies. Daß dabei auch gleichzeitig die Sicherheit der Unternehmens-IT gewĂ€hrleistet wird, ist natĂŒrlich ein schöner Nebeneffekt fĂŒr die Studienmacher von Cisco.

Das ist der Gipfel – Copycat als Trendsetter?

Was ist eine Business-Partnerschaft heute noch wert? Welche Nachhaltigkeit haben Partnerschaften zwischen Unternehmen im heutigen schnellebigen Wettbewerb um Kunden? Was interessieren manche Firmen ihre Business-Partner von gestern? Ein paar Fragen, die mir heute durch den Kopf gingen, als mir diese Anzeige eines Event-Veranstalters vor die Augen kam (siehe Foto unten links).

Aufgrund des Layouts und der textlichen Gestaltung fĂŒhlt sich der Interessent an das Trendforum (Flyer 2009, Foto rechts) erinnert. Die Veranstaltung Trendforum des Management Forums Starnberg in Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe Handelsblatt wĂŒrde in diesem Jahr sein 10-jĂ€hriges JubilĂ€um feiern. Da ich in den letzten beiden Jahren Partner des Trendforums war und deren Leitlinien der Veranstaltung kenne, habe ich natĂŒrlich der Anzeige Aufmerksamkeit geschenkt.

Doch es stellte sich heraus, daß es dabei gar nicht um das Trendforum geht, sondern um den Trendgipfel?!

Neupositionierung? Umorientierung? Umbenennung? Oder PrÀventivschlag? Offensichtlich Letzteres! Es ist eine Trend-Veranstaltung, die irgendwie als Copycat daherkommt. Ist das nun trendy?

Die Veranstaltungspromo gipfelt darin, daß eine der Veranstaltungspartner des ehemaligen Trendforums einen Alleingang macht: die Verlagsgruppe Handelsblatt. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als ob das Management Forum Starnberg weiterhin Partner ist – dem ist aber nicht so. Die Partnerschaft zwischen den Veranstaltern wurde letztes Jahr gekĂŒndigt seitens des Verlages. Jetzt ist klar warum.

Der ehemalige Businesspartner des Trendforums und dessen Ideengeber Frau Wiedmaier, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Management Forum Starnberg, wurde nicht informiert. Der Titel wurde kurzerhand geĂ€ndert. Die URL beihalten und „umgelenkt“. Das Layout und Design ist ebenfalls nahezu unverĂ€ndert. Ein richtiges neues Logo ist nicht erkennbar. Einfach mal schnell bemerkt (siehe Post-It Kommentar rechts), daß der Event „Dieses Jahr im Juni“ stattfindet. Obwohl es bisher noch gar keinen Trendgipfel gab?!

Das Trendforum wird es aber auch weiterhin geben – geplant ist es fĂŒr den 23. und 24. November 2010.

Ist das nun der Gipfel oder ein cleverer Schachzug?

Spot On!
Das Konzept des Trendgipfels wendet sich an „VorstĂ€nde, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Marketing- und Vertriebsleiter“. Befassen die sich wirklich Marketing- und Vertriebsleiter mit den Trends der Zukunft? Oder sind das nicht eher die Unternehmesleitung, strategische Planungstellen und Trend- und Innovations-Management, die bisher durch das Trendforum addressiert wurden?

Manchmal wundert man sich ĂŒber die Strategien der fĂŒhrenden deutschen Verlagswelt. Und auch ĂŒber deren „Sateliten-Business“, welches das Unternehmens als Trendsetter erscheinen lassen soll. Und man frĂ€gt sich, welches GrundverstĂ€ndnis heutigen Business-Partnerschaften zugrunde liegt.

Web 2.0 und UnternehmensfĂŒhrung: Diskussion zum Status 2010

webstrategieFĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung 1,90 EUR zu investieren, ist heutzutage fĂŒr so manchen Blogger ungewöhnlich. FĂŒr mich war es das gestern nicht. Stand da doch einiges ĂŒber Web 2.0 Strategien und die aktuelle Zukunft des Web zu lesen: vom Streit zwischen Google und China, ĂŒber die Safttante sowie diversen mit ihrem Unternehmensblog zusammengebrachten HintergrĂŒnden und taktischen Anregungen zu Erfahrungen fĂŒr Unternehmen.

Die Zukunftsvisionen fĂŒr Unternehmen wurden mal wieder von Don Tapscott, Web-Berater und Autor der BĂŒcher Wikinomics und Grow up digital, in einem Interview zum Ausdruck gebracht. Erst kĂŒrzlich hatte er den Titel seines neuen Buches „Rebuilding the world“ ĂŒber sein Blog gesucht, sprich: Kollaboration mit seiner Community hat ihm bei der Titelfindung geholfen.

Das Interview möchte ich als Ansporn zur Diskussion Web 2.0 in der UnternehmensfĂŒhrung nehmen. Tapscott regt Unternehmen an, die Web 2.0 Grundprinzipien offene Diskussion, transparenteres Innovationsmanagement und zukunftsfĂ€hige Kollaboration verstĂ€rkt einzusetzen und zu fördern. Schließlich könne man mit deratigen Netzwerkmodellen „sein GeschĂ€ft ausbauen“.

Auf die Frage ‚Warum macht es dann nicht jeder?‘ entgegnet Tapscott:

„Weil eingefahrene Gewohnheiten schwer zu Ă€ndern sind. Vor 30 Jahren sagten Kritiker, Manager werden nie internetfĂ€hige Computer nutzen – weil sie nicht selbst tippen werden. Können Sie sich das vorstellen? Der gesamte Wechsel zur Internetgesellschaft wurde mit diesem einen Argument in Frage gestellt. Und genauso ist es heute. Eine Web2.0-Kultur wĂŒrde die MachtverhĂ€ltnisse in Firmen von grundauf verĂ€ndern. Daran haben viele UnternehmensfĂŒhrer ĂŒberhaupt kein Interesse.“

Moment!? Ist das wirklich heute noch so? Sind UnternehmensfĂŒhrer wirklich so internet-resistent? Können sich UnternehmensfĂŒhrer das noch leisten in der Zukunft? Ändern sich MachtverhĂ€ltnisse in Euren Augen? Was wird sich Ă€ndern? Wird es weiterhin 30 Jahre dauren, bis Kollaboration zwischen konkurrierenden Unternehmen stattfindet.

Es gibt so viele Social Media und Social Web Berater neben Don Tapscott (vielleicht noch nicht so bekannt wie er, ok…). Jeder trĂ€gt einen gewissenen Erfahrungsschatz aus seiner Beratung von Unternehmen zu dem Thema. Teilt ihn mit uns. Lasst uns die Diskussion fĂŒhren und alle davon profitieren.

Webstrategie 2010 – Gedanken zum Jahreswechsel

webstrategieDie Frage wurde mir in 2009 ein paar Mal gestellt und ich hab mich entschlossen, jetzt doch ein paar Worte zu schreiben. Der Jahreswechsel steht an, alle schreiben ihre Vorhersagungen fĂŒr 2010 – selbst der Hausmeister schreibt mir mit JahresgrĂŒĂŸen, worauf wir uns 2010 bei der MĂŒlltrennung einstellen dĂŒrfen. Vorhersagungen gibt es bei The Strategy Web keine – es kommt eh alles anders als wir denken.

Die Frage meiner Kunden lautet:
„Worauf sollen wir denn im nĂ€chsten bei unserer Webstrategie achten?“
Ein Punkt vorweg: Die Internet-Marketing-Strategie ist nicht ihre Webstrategie – Webstrategie ist Businessstrategie!

Hier also meine Gedanken, die sie als Basis fĂŒr ihre Webstrategie anstellen können, um mit ihrer Internet-Marketing Strategie erfolgreicher zu sein.

Die Webseite
FĂŒr viele Unternehmen ist die Webseite die zentrale Schaltstelle, an der sich Mitarbeiter orientieren, Partner Kooperationsmöglichkeiten evaluieren und mit der Kunden mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Gerade im Zuge der Social Web Bewegung ĂŒbersehen Business-Entscheider ihre Bedeutung. Man will ĂŒberall sein, betreibt das (noch) HerzstĂŒck nur noch halbherzig und verliert hier potentielle Leads und zĂ€hlbare UmsĂ€tze. Um eine optimierte Nutzbarkeit und „Zugangsperfektion“ zu gewĂ€hrleisten, sollten sie intern bei den Mitarbeiter und extern ĂŒber einen Drittanbieter eine Usability-Studie durchfĂŒhren (lassen).
Lassen sie Mitarbeiter und potentielle Kunden rund 8-10 Fragen zum Look-and-Fell, Navigation und Usability beantworten. Und scheuen sie sich nicht, dies online wie offline (audio/video) zu machen. Der Vergleichstest zwischen alter Webseite und der nach einem Relaunch (A/B Test) sollte einen klaren Upside bei den Business KPI’s und dem Online ROI hervorbringen. Und das nicht nur kurzfristig…

Das/Die Blog/s
Wenn sie noch nicht bloggen, sollten sie damit anfangen. Die Benefits sind vielfĂ€ltig: Community-Building, Assoziation mit Themen rund um ihr Business, Positionierung einer Vorreiterschaft, Offene Echtzeit-Kundenkommunikation und… SEO-Effizienz. Die Chance von organischer Suche zu profitieren, ist mit einem Blog höher als mit einer klassischen Webseite, aufgrund inhaltlicher Genauigkeit, relevanter AktualitĂ€t und der interaktiven Dialogs. PrĂ€misse: Der Blogaufwand muß auch der organischen Suche gerecht werden.

SEM/SEO
Wer im eigenen „Webhaus“ sitzt, sucht dort seltenst. Haben sie schonmal nach ihren Keywörter durch externe Personen suchen lassen? Oder Kunden ihre SEM/SEO Taktiken nachvollziehen lassen? Oft ist es angenehm und kostengĂŒnstig, die Aufgabe selbst zu ĂŒbernehmen. Ob man dabei aber neuen Input oder Ideen zu neuen AnsĂ€tzen bekommt? Der externe Einblick offeriert die SinnhaftigkeitsĂŒberprĂŒfung ihrer Vorgehensweise – die so richtig wie falsch sein kann. Einen Test ist es definitiv wert, oder?

Email-Marketing
Fast alle Unternehmen haben ihre Prozesse und vergessen dabei den Kunden, der das Unternehmen „beim Wort nimmt“. Das fĂ€ngt an beim ordentlichen Umgang mit Mailing-Datenbanken, ansprechenden Überschriften, inhaltlicher Aussage, etc. Oft wird dem Tag oder der Uhrzeit der Aussendung wenig Aufmerksamkeit geschenkt – ein bitterer Fehler. Manchmal kann eine Kampagne an einem Tag schlechter ausfallen als am anderen, obwohl das Mailing und die Liste identisch ist. Kurze Zusammenfassungen am Anfang sind hilfreich und teasern erfolgreiche Inhalte vergangener Kampagnen.

Social Media
Social Networks wie Facebook, Twitter, XING oder LinkedIn sind derzeit sehr populĂ€r. Auch ihre Kunden sind dort und investieren viel Zeit darin. Sei es, weil man sich als Fan oder Follower einer Marke, eines Produktes oder eines Services bekennt und zu erkennen gibt, oder weil man auf ein SchĂ€ppchen hofft, oder kollaborieren will mit dem Hersteller, oder nach besserem Kundenservice sucht. ‚Lernen und Empfehlen‘ sind die Treiber des Social Web, ein großes Plus fĂŒr wache Unternehmen und Marken. Hören sie hin, ob und wo ihre Kunden sind, sprechen sie an und ja: Sie dĂŒrfen noch Fehler machen… Nobody is perfect. Aber hören sie auf, Monologe zu fĂŒhren (gerade im Social Web).

Social PR
PR Releases gehören zwar noch dazu – effizienter ist Social PR. Platzieren Sie ihre Pressemitteilungen bei populĂ€ren Blogs oder bei im Page Rank hochwertigen sowie generell stark verlinkten Seiten. Eine noch viel zu wenig genutzte Taktik, vor allem im Produkt Marketing. Wie wenig Firmen nutzen die Chance, einfach mal ein Produkt oder Gadget zu platzieren (Backlinks!). Es bringt Traffic und zieht Medien Anfragen nach sich, um sich als Vordenker oder Experte zu plazieren. Etwaige Effekte zugunsten der Auffindbarkeit ihres Businesses, der Produkte und Services bei Suchergebnissen mal ganz außen vor gelassen. Vergessen sie nicht, daß die Echtzeit-Suche kommt – nutzen sie dies als Wettbewerbsvorsprung…

Display Werbung
Die gute alte Banner- oder Text-Ad Kampagne hat noch lange nicht ausgedient – aber sie gehört in ihrer Anspruchsdenke bei Marketiers reformiert. Wer eine Branding-Kampagne startet, darf keine Leads erwarten. Und eine Lead-Kampagne braucht ein Call-To-Action mit Benefit fĂŒr den Kunden. „Hier klicken fĂŒr mehr Infos…“ ist zu wenig. Dazu braucht der User keine Aufforderung. Dazu sollte das Creative bereits anregen. Und noch etwas: Banner- und Search-Marketing ergĂ€nzen sich; ersetzen können sie sich gegenseitig nicht.

Online Kunden-Service
Angefangen bei Kampagnen Landing Pages ĂŒber die klassische Kontaktseite bis hin zum Twitter-Account: Was im Echtzeit-Web zĂ€hlt ist die Reaktionszeit. Zwischenzeitliche Tests, die ich mit Kollegen und Freunden ab und zu durchfĂŒhre, zeigen hier unfassbare Ergebnisse. Manche Großunternehmen haben offensichtlich keine CRM-Policy (oder leben diese nicht), oder sie ignorieren ihre Kunden im Gedanken an die Massen(umsĂ€tze). Aber mit dem Social Web kann sich diese Welt schnell verĂ€ndern. Auch hier hilft A/B Testing hervorragend und ist zwingend von Nöten. Nur so bleibt die CRM Strategie aktuell und sie haben auch zukĂŒnftig ihr Ohr am Kunden. Denn am Schluß bestimmt der Kunde, ob er mit ihrem Online Angebot umgehen will, oder nicht.

Web-Analyse
Viele Marketiers tracken ihre Webergebnisse und machen auch ihre Analysen, manche werden sogar Benchmarks haben. Diese Benchmarks dĂŒrften sich 2010 verschieben, da sich die IntensitĂ€t und LĂ€nge der Aufmerksamkeit zugunsten des Brands und der Produkte neuen EinflĂŒssen aus dem Social Web weichen dĂŒrften. Wo man frĂŒher den Click und dem Visit die Hoheit gönnte, rĂŒckt auf einmal die soziale Koversion in den Vordergrund, die soziale AktivitĂ€t der Kunden. Und die kann sich in GesprĂ€chen, Ratings, Reviews oder Kommentaren zeigen. Metriken werden sich verĂ€dern und Benchmarks werden ĂŒberdacht werden. Und so werden Dollars aus reaktivem Sales entstehen – eine vollkommen neue Form des Kundendialogs.

Webstrategie ist eine Herausforderung, die 2010 aufgrund der spannenden und schnellen Entwicklung des Web weiterhin faszinierend sein wird. Ich wĂŒnsche Ihnen viel Erfolg bei ihren BemĂŒhungen und der Weiterentwicklung ihrer Businessstrategie.

Die verdeckten Strategien des Internet-Giganten Google

Google ÖkonomieEs wurden schon viele BĂŒcher ĂŒber Google veröffentlicht, aber nur wenige, die ĂŒber den strategischen Tellerrand hinaus schauen. The Strategy Web hat sich mit Veit Siegenheim, Co-Autor des Buchs „Die Google-Ökonomie: Wie der Gigant das Internet beherrschen will“ unterhalten. Er hat das Buch zusammen mit Dr. Ralf Kaumanns geschrieben.

Q: Herr Siegenheim, Sie haben in ihrem Buch die Strategien und Taktiken des Konzerns umfassend analysiert. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Veit Siegenheim Google zeigt ein sehr breites Spektrum an Strategien, Taktiken und Vorgehensweisen, um seine Ziele zu erreichen und im Wettbewerb bestehen zu können. GrundsĂ€tzlich kann man auf drei Aspekte verweisen. Erstens: Google versucht, seine Erlösquellen zu schĂŒtzen und weiter auszubauen. Schaut man auf die Finanzkennzahlen so kann man feststellen, dass die AbhĂ€ngigkeit von den UmsĂ€tzen, die ĂŒber die eigenen Angebote generiert wurden in den letzten Jahren von 50 Prozent auf fast 67 Prozent gestiegen ist. Dies ist erstaunlich, da dadurch die AbhĂ€ngigkeit von seiner wichtigsten Erlösquelle immer weiter steigt und ganz entgegen dem BemĂŒhenist, die Erlösquellen diversifizieren zu wollen. Google erzielte im Wesentlichen auch hieraus das Wachstum der letzten Jahre. Konsequent wurde Werbung in alle möglichen kostenlosen Dienste integriert und mit neuen Werbeformen experimentiert. Zweitens: Google versucht die Regeln des Wettbewerbs im Internet nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. Dies erfolgt ĂŒber das BemĂŒhen aus seiner Technologie oder aus seinen Konzepten de-facto-Standards machen zu wollen. Ein wesentliches Element spielt hier Open Source. Indem man viele Technologien und technische Konzepte als Open Source bereitstellt, hofft man, dass möglichst viele Entwickler auf den Zug aufspringen und sich dadurch ein de-facto-Standard bildet – der natĂŒrlich dann mit anderen Standards im Wettbewerb steht. Drittens: Google versucht gnadenlos sein GeschĂ€ftmodell der Werbefinanzierung ĂŒberall dort durchzusetzen, wo sich der Konzern einen Vorteil im Wettbewerb und eine Akzeptanz der Nutzer verspricht. Dabei setzt man Werbung als Refinanzierung auch dort ein, wo dies vor ein paar Jahren noch nicht denkbar erschien.

Google_ÖkonomieQ: Was ist das Besondere am Vorgehen von Google im Wettbewerb im Internet?

Veit Siegenheim Google zeigt bei genauem Hinsehen auf zwei sehr unterschiedliche strategische AnsĂ€tze, sein GeschĂ€ftsmodell zu schĂŒtzen und sich im Wettbewerb zu behaupten. FĂŒr alle kostenlosen Dienste und Anwendungen fĂŒr die Webnutzer verfolgt Google eine klassische ProduktfĂŒhrerschaftstrategie. Diese zeichnen sich beispielweise durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit aus. Immer neue Features und Funktionen werden entwickelt. Viele Produkte laufen mit kleineren und grĂ¶ĂŸeren Fehlern (Beta Phase) und werden mit dem Feedback der Nutzer verbessert. Flankiert wird dies durch die sehr starke Marke Google, die fĂŒr Innovation und Vertrauen steht. Interessanterweise setzt Google auch nur hier auf die Karte Open Source. Im zweiten strategischen Ansatz, der SystemfĂŒhrerschaftsstrategie im Bereich der Werbeplattform rund um AdWords und AdSense ist von Open Source keine Spur mehr. Die SystemfĂŒhrerschaft, die Google bei der Werbeplattform verfolgt, ist weithin unbekannt und sehr intransparent. Dies haben wir in unserem Buch nĂ€her analysiert und beleuchtet.

Q: Ein wenig ausfĂŒhrlicher bitte…

Veit Siegenheim Ein strategisches „System“ ist als eine umfassende Problemlösung zu verstehen, die aus einer Reihe komplementĂ€rer Anwendungen und Möglichkeiten besteht, die sich im Sinne der ProblemlösungsqualitĂ€t fĂŒr den Werbekunden vorteilhaft ergĂ€nzen. Ein System besteht aus SchlĂŒsseltechnologien wie AdWords und begleitenden Leistungen wie dem Ad Manager, Analytics oder dem Ad Planner, die konstituierende Bedeutung fĂŒr die gesamte Systemleistung haben. Diese Bedeutung kann beispielsweise durch ein hohes Maß an Innovation oder die integrierende Rolle innerhalb des Systems zustande kommen. Die SystemfĂŒhrerschaftsstrategie setzt ein Produkt mit SchlĂŒsselproduktpotenzial voraus. Bei Google sind dies AdWords und AdSense. Durch das SchlĂŒsselproduktpotenzial entstehen so genannte Lock-In-Effekte, das heißt, der Werbekunde ist in besonderem Maße an Google gebunden, weil bei einem Wechsel zu einem neuen Konkurrenzanbieter mehr oder minder hohe HĂŒrden im Wege stehen und entsprechende Wechselkosten und Wechselrisiken anfielen.

Q: Inwieweit hat das Social Web die Denke von Google verÀndert?

Veit Siegenheim Das SelbstverstĂ€ndnis von Google ist geprĂ€gt und durchdrungen von der Welt der Algorithmen und dem Glauben von der universellen Messbarkeit der Dinge. Das Social Web und im besonderen Facebook verfolgt hingegen vielmehr die Vision eines persönlicheren Internets, in der unser Beziehungsgeflecht, unser Netzwerk an Freunden, Bekannten, Kollegen oder Leute mit gleichartigen Interessen unsere primĂ€ren Quelle von Informationen, Kommunikation und Neuigkeiten ist – halt so wie im richtigen Leben. Dem Motto von Google die Informationen der Welt zu organisieren und verfĂŒgbar zu machen, setzt Facebook ein deutlich anderes Motto entgegen: den Menschen die Macht zu geben, sich mitzuteilen, und dadurch die Welt offener und enger verbunden zu machen. Zum Leidwesen von Google, komplett abgeschirmt fĂŒr deren Suchcrawler. Der Erfolg von Seiten wie Facebook lĂ€sst an einer zentralen Stelle im Internet einen immer grĂ¶ĂŸer werdenden blinden Fleck fĂŒr Google entstehen. Immer grĂ¶ĂŸere Aufmerksamkeitsströme verlagern sich in das Angebot von Facebook. Es entsteht so etwas wie ein Internet im Internet, mit sehr persönlichen Daten der Nutzer, betrieben auf den Servern von Facebook. Google hat dem nichts wirksames entgegenzusetzen. Das eigene Soziale Netzwerk Orkut ist nur in Brasilien und Indien von Bedeutung und dĂŒmpelte lange vor sich hin. Die Initiative Open Social kann als der verzweifelte Versuch gewertet werden, sich mit anderen sozialen Netzwerken gegen Facebook verbunden zu wollen und deren Wachstum zumindest zu verlangsamen.

Q: Schafft es Microsoft den von Google eingeleiteten Paradigmenwechsel aufzuhalten?

Veit Siegenheim Den eingeleiteten Paradigmenwechsel hin zu mehr webbasierten Anwendungen und weg vom PC-zentrierten Modell der Wintel-Jahre wird Microsoft wahrscheinlich nicht mehr aufhalten können. Dies kann man als eine logische Entwicklung und Konsequenz aus den steigenden Bandbreiten und immer leistungsfĂ€higeren Netzen sowie immer besserer Technologien sehen. Informationstechnologie wird mehr und mehr zur Commodity wie Gas, Wasser und Strom. Amazon hat hier mit den Amazon Web Services eindrucksvoll gezeigt wie die Zukunft aussehen kann. Aber auch andere Unternehmen wie Salesforce.com gehen konsequent diesen interessanten Weg – zum Vorteil der Nutzer und Kunden. Hier ist Google durchaus nicht allein. Microsoft dĂŒrfte versuchen, die kĂŒnftige Welt der Informationstechnologie auf seine Weise zu beeinflussen. Hier zeigen die Redmonder durchaus, dass sie in der Lage sind, die Entwicklungen aufzugreifen und mitgestalten zu wollen – Stichwort: Windows Azure oder internet-basierte Office Anwendungen. Wenn auch mit einem spĂŒrbaren Widerwillen, der aber auch verstĂ€ndlich ist, weil man viel zu verlieren hat. Ich gehe davon aus, dass Microsoft auch in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle in der Internetökonomie spielen wird.

Vielen Dank fĂŒr Ihre Zeit Herr Siegenheim.

siegenheim_veitVeit Siegenheim ist GeschĂ€ftsfĂŒhrerender Gesellschafter der Siegenheim & Cie. GmbH und Executive Partner bei Accenture. Seine Arbeit fokussiert sich auf die Transformation von Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die durch die zunehmende digitale Konvergenz notwendig wird. Veit Siegenheim ist Autor verschiedener Studien, FachbeitrĂ€ge und FachbĂŒcher sowie Redner auf Fachkonferenzen und Gastreferent an UniversitĂ€ten.

Studie: Wie DAX 30 Unternehmen im Social Web experimentieren

Dax neuEine aktuelle Vergleichsstudie zeigt, daß rund drei Viertel der DAX 30-Unternehmen inzwischen im Netz twittern und knapp zwei Drittel sind auf Youtube vertreten. Facebook wird hingegen nur von der HĂ€lfte eingesetzt. In der BlogosphĂ€re zeigen sich nur 30% der grĂ¶ĂŸten deutschen Aktiengesellschaften mit einem Auftritt.

Die Ergebnisse der Vergleichsstudie von Prof. Dr. Lothar Rolke und Louisa Flocke von der Fachhochschule Mainz zeigen, wie unterschiedlich die EinsĂ€tze der großen DAX Unternehmen im Web 2.0 sind. Manche seien sogar noch gar nicht vertreten, andere wie die Autohersteller BMW, VW und Daimler sind bei allen vier Onlinemedien prĂ€sent: Facebook, YouTube, Twitter und Blogs.

SAP, Adidas und Telekom lassen sogar „einen konzeptionellen Ansatz erkennen“, so die Studienmacher. Andere seien eher distanziert, was die Webgesellschaft betrifft. Als Beispiele werden hier genannt: Commerzbank, Hannover RĂŒckersicherung, K&S und Metro, MĂŒnchener RĂŒck und ThyssenKrupp.

Vor einer Verweigerungshaltung der Unternehmen hinsichtlich des Social Web rĂ€t der Wirtschafts-Professor jedoch ab. Das lade zu sogenannten Fake-Accounts ein. Der Vorteil von Web 2.0-Plattformen fĂŒr die Markenbildung sei gegeben. Eine noch laufende Befragung von Twitter-Followern zeige, dass sich das Image von Unternehmen positiv verĂ€ndert, wenn die Unternehmen ĂŒber diesen Kanal einen regelmĂ€ĂŸigen und möglichst persönlichen Dialog fĂŒhrten.

„Kontrollverlust im Netz, Angst vor der unbekannten Masse der weltweiten User und das Unvermögen, Vorteile der Onlinewelt mit den Nutzern erwartungsgerecht zu teilen, sind die HauptgrĂŒnde“, so Rolke, „gar nicht oder nur vorsichtig im Netz zu experimentieren. (…) „Nur wenn Unternehmen den Mut haben, kommunikative Experimentier-Baustellen in der Webwelt einzurichten, werden sie lernen die großen Chancen des Internets zu nutzen“, meint Prof. Rolke.

Spot On!
Die Chance, die Unternehmen mit der Nutzung von Social Media haben ist, daß sie sich „entanonymisieren“, sich ein Gesicht geben und sich „vermenschlichen“. Sie werden fĂŒr den Konsumenten faßbar, machen diesen zum virtuellen Mitarbeiter und er fĂŒhlt sich nicht nur als Umsatzlieferant. Denn: Gehen die Unternehmen auf Anregungen, Ideen oder Kommentare ein, verbessert sich die Produkt-QualitĂ€t und der Mehrwert fĂŒr den Konsumenten. Es gibt keinen besseren Input als den des Kunden, oder nicht? Eine erkennbare Social Media Strategie sei ĂŒbrigens noch nicht zu erkennen, so die Studienmacher. Wundert das? Schließlich gibt es die Branche ja auch noch nicht lange, StrategieansĂ€tze erfordern diese Nachhaltigkeit jedoch. Erfolge sind dennoch zu verzeichnen. Als Beispiele genannt wurden die YouTube Channel: Adidas („adidasOrginals2009„) und Siemens („siemensanswers„) oder der Lufthansa Twitter Account.

Heinz Ketchup wird Mitmachmarke 2.0

Heinz 20Die Marke Heinz Ketchup befindet sich in einem Wandlungsprozess. Erst Anfang des Jahres hat man nach 70 Jahren das Logo geĂ€ndert. Nun zeigt sich in Deutschland der Webauftritt in neuem Gewande. Man hat offensichtlich ordentlich darin investiert und macht aus sich eine Mitmachmarke 2.0. Unter dem Titel „Open Sauce“ geht man mit einer neuen Social Media Strategie ins Rennen.

Geht man auf heinzketchup.de bietet der Ketchuphersteller zahlreiche Web 2.0 Features, um sich mit „Heinz History 2.0“ zu assoziieren. Man kann seine Heinz Bilder auf Flickr hochladen, ĂŒber YouTube wird ein Video Generator geboten sowie ein neuer TV Spot aus UK prĂ€sentiert. Selbstredend kann man auch Fan der Facebook Page werden… und das -theoretisch- alles ohne Seite zu verlassen. Und auch E-Commerce kommt nicht zu kurz: Im Markenshop gibt es vom Fahrrad ĂŒber die Handtasche bis hin zum Serviettenspender so ziemlich alles, was man braucht (oder auch nicht).

Zum Start hat Heinz die Aktion „I love Ketchup“ ins Leben gerufen und ruft zur Neugestaltung der Flaschenetiketten auf durch die Fans. Die Gewinner-Labels kommen Anfang 2010 auf einer Million Heinz-Flaschen als limitierte Edition in den Handel.

Spot On!
Die Idee der Webseite gefĂ€llt und ist ansprechend. Das Vogelgezwitscher im Hintergrund erinnert ein wenig an den Sommer in den derzeit kalten und unfreundlichen Tagen, was irgendwie angenehm ist. FĂŒr die Realisierung und Betreuung der Marken-Website zeichnet die Agentur Raumzwo aus Berlin verantwortlich. Die Kommunikationsstrategie kommt vom Heinz-Marketing-Team inhouse mit dem Berater Justus Hug, frĂŒherer Leiter New Media von Mast-JĂ€germeister.

PS: Die Log-Ins haben bei mir leider noch etwas gehakelt, aber das verbuchen wir mal unter dem Label „technische Herausforderungen 2.0“.