Papier stirbt! Stirbt Papier?

Die Frage wird im Business oft diskutiert, bekommt aber jetzt neue Nahrung: Die Fluglinien setzen zukünftig keine Papiertickets mehr ein. Kein endloses Warten mehr an Check-In Schaltern, keine 2-Stunden-Vorher-Dasein, Fenster- oder Gangplatz schon beim Buchen… schöne neue Mobilität per Internet.

Lufthansa und Air Berlin machen vor wie man auf diese Art bis zu 2 Milliarden Euro spart. Zukünftig wird per SMS eingecheckt über einen Strichcode (MMS-fähiges Handy vorausgesetzt!) – das ist die Alternative zum Papier.

Auch die wirtschaftliche Dampflok Deutsche Bahn AG hat sich diesem Trend angeschlossen. Mit dem ‚Touch&Travel‘ E-Ticket-System verschafft man dem Bahnfahrer weniger Papierkram, der mitgeschleppt werden muss. Einfach am Start- und Zielbahnhof an den Touchpoints via Handy an- und abmelden und schon kann man auf Papiertickets oder Ausdrucke verzichten. Braucht man dann eigentlich noch die Schaffner, wenn irgendwann Zugänge nur noch ‚gescannt‘ werden?

Der Tod des Papiers könnte aber noch viel weiter gehen. Mal ein Schnellschuss meines Hirns… Wie wäre es mit dem Monatsticket für die öffentlichen Nahverkehrsbetriebe per Strichcode? Oder mit einem Online-Passwortzugang für die Auto Software in Werkstätten – ersetzt den Fahrzeugbrief und -schein sowie das Schekcheft? Der Führerschein könnte per Finger- oder Irisscan bei Polizeikontrollen ersetzt werden.

Eine Sache, die auch nervt, sind die im Auto herumfliegenden Parkscheine. Wie wäre es, wenn man am Monatsende im Internet nur noch die abgebuchten Kosten per Gesamtbeleg angezeigt bekommt? Belege werden nur noch auf expliziten Wunsch ausgedruckt – außer zum Absetzen braucht man die eh nicht.

Parken also wie folgt: Belege werden über mobile Dienste per Handy gekauft, der Strichcode per Bluetooth oder Infrarot an einen Chip im Auto geschickt, Chip projiziert per Licht die Parkzeit ins Fenster (a la Wecker die Uhrzeit an der Decke wie früher) – fertig! Papierparkscheiben hätten bei technisch geschickter Umsetzung ebenso ausgedient.

Da fällt mir noch der sehenswerte IBM Spot ein…


Warum bekommt der junge Mann überhaupt noch einen Beleg für seine Einkäufe. Besser wäre am Monatsende eine Online-Abrechnung… wie es Vodafone macht, VISA leider nocht nicht und viele andere Unternehmen derzeit überlegen – Papier-On-Demand, sozusagen.

Spot on!
apierlose Mobilität ist im Kommen. Geht es um die Rentabilität des Business? Soll Papier in der Servicewelt im Sinne der umweltbewußten LOHAS Gesellschaft sterben? Geht der Wandel -Weg vom Paperbusiness, hin zu von Mobile Services- am Ende zu Lasten der Arbeitnehmer. Ich sag mal so: Papierlose Prozesse sind am Kunden zu testen und eine Frage des ROI.

Was passiert eigentlich z.B. am Check-In, wenn das Handy am Flughafen oder am Bahnhof vor der Abreise geklaut wird… ? Lösung parat?

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