Sommerloch-Perspektiven: Die Medienkrise, eine Spendensause und der Untergang der PR

In den letzten drei Wochen konnte ich aus einer relativ entspannten Perspektive dem Treiben im Web, besonders dem Treiben im Social Web, zuschauen. Ich fühlte mich als Zuschauer, denn ich hatte kaum Möglichkeiten meine Dinge mit der Welt zu teilen. Ich hatte Urlaub und im Urlaub gibt es bei mir ganz bestimmte Regeln: Ich bin nur morgens und am Abend online und checke meine diversen Kanäle, ansonsten lebe ich offline und genieße den Tag. Man soll auch keine Telefonate annehmen,
denn im Urlaub mit dem Büro zu telefonieren gleicht in etwa einem Bungeesprung, so eine aktuelle Studie. Heftig, nicht wahr?

Meine Urlaubstage gestalteten sich daher ruhig: Berg rauf, Berg runter, wieder Berg rauf und Berg runter, wieder Berg rauf …

Und bei all dem Wandern konnte ich über dies und das nachdenken, was ich in meinen Kanälen am Morgen oder am Abend gesehen hatte. Da war zum Beispiel die Sache mit der
Zeitungskrise in der FAZ. Die FAZ-Redakteure haben die Krise vortrefflich zusammengefasst und ich grübelte den ganzen Tag, ob ich auch eine Gefahr für die Verlage bin, ob meine Kinder eine Gefahr für die Verlage sind und ob ich mir vielleicht doch wieder eine Tageszeitung abonnieren soll. Aber nein, lassen wir das. Ich kann die Zeitungsverlage nicht retten. Auch wenn ich mir wieder eine Tageszeitung abonniere. Ich lese Zeitungsartikel online und am Wochenende gönne ich mir immer eine Wochenzeitung, sehr gerne sogar, und dann kommt ja auch bald der
Krautreporter. Zudem wird ein neuer
Algorithmus bei Facebook dafür sorgen, dass ich in meinem Newsfeed nur noch qualitativ hochwertige Inhalte zu lesen bekomme, etwa Nachrichten (!!!!), anderseits aber auch Posts, mit denen stark interagiert wird. Also ich rette die Zeitungen mit einem Tageszeitung-Abo nicht, aber vielleicht Facebook mit dem neuen Algorithmus. Strengt euch also an liebe Zeitungsredakteure, eure Zeit ist noch nicht gekommen, um „Good bye“ zu sagen.

Nun ist da aber nicht nur die Krise der Zeitungsverlage zu nennen, die da bei mir mal wieder aufgepoppt ist, sondern auch die Krise der PR-Branche. So wurde in einem von mir geschätzten Magazin ein Artikel publiziert, in dem in etwa geschrieben steht: Die
PR-Branche steht kurz vorm Abwinken, wenn wir nicht umdenken und neue Formen wie Influencer Relation nutzen. Naja, dem Sommerloch sei Dank, es haben sich bereits viele mit dem Artikel auseinandergesetzt und ich halte mich daher zurück, denn zum Wandel in der PR-Branche habe ich in den vergangenen Jahren schon unglaublich viel geschrieben, siehe auch hier mein Statement zum
PR-Blogger Geburtstag, da fing ja alles an. Aber zum Thema Influencer Relations möchte ich doch noch etwas zu sagen: Wenn man wie Zalando die Macht des Web nutzt und
viele Blogger um sich scharrt und fleißig Einkaufsgutscheine verteilt, dann macht Influencer Relations vielleicht Sinn. Aber wenn man nichts zu verschenken hat, dann wird es schwierig. Das sehe ich ja bei mir. Ich habe nichts zu verschenken. Aber viele Blogger wollen nun mal Einkaufsgutscheine und Autos oder Tütensuppen testen. Also: Influencer Relations rettet die PR-Branche auch nicht. Denn das was da Zalando macht ist ja Online Marketing. Und Online Marketing hat nichts mit PR zu tun. Aber lassen wir das. Die Diskussion führt ins Nirwana.

Ja und dann war da noch die Sache mit dem Eiskübel und den vielen Videos, die meine Timeline überschwemmt haben. Zuerst wusste ich wirklich nicht, was das alles soll, ich konnte mir die Videos aufgrund meiner begrenzten Social-Media-Zeit und meines begrenzten Flat-Volumens auch nur immer kurz anschauen, aber irgendwie fand ich das schon interessant, dass sich so viele Menschen mit einem Eiskübel zur Schau stellen und für eine gute Sache spenden. Also die Medien hatten ihren Spaß und ein tolles Thema, über das sie im Sommerloch schreiben konnten. Die Eiskübel-Spenden-Kampagne hat in jedem Fall für Buzz in den Medien gesorgt, da bin ich mir sicher. Und damit ist doch jetzt auch alles gut. Dem Sommerloch sei Dank, dass so viele Krisen sichtbar wurden und so viele wunderbare Videos gedreht wurden. Aber der Urlaub ist vorbei und die dmexco, die Frankfurter Buchmesse und die Medientage stehen vor der Tür und ich muss mich um einige wichtige Dinge kümmern: Ich muss jetzt PR machen. Ohne Eiskübel und Einkaufsgutscheine, aber mit verdammt vielen guten Themen.

3 Eigenschaften, die Chefs von mobilen Teams drauf haben sollten.

Wer als Chef von zuhause aus arbeitet, im sogenannten Remote Office, benötigt ganz bestimmte Führungsqualitäten. Denn die Gewohnheiten und Fähigkeiten eines herkömmlichen Managers werden in einer fragmentierten und verteilten Arbeitsatmosphäre nicht ausreichen.

Die Führung aus der Ferne muss neue Wege finden, um eine fröhliche und ausgewogene Arbeitskultur zu schaffen. Denn: Die Freiheit des mobilen Arbeitsplatzes trägt so manche Verantwortung in sich. Man hat keinen direkten Zugriff auf Menschen in Konfliktsituationen. Man muss vorher Kommunikationsprozesse etablieren, die für alle Team-Mitglieder gültig sind. Und man sollte Selbstverantwortung nicht als eine Fähigkeiten von allen Team-Mitgliedern voraussetzen.

Der Vorteil an der mobile Arbeitsweise ist, dass man sich als Chef auf sein Ziel und die des Teams fokussieren kann. Oft wird in einem gewöhnlichen Büro die Arbeit aufgrund von Zwischenfragen und spontanen Meetings unterbrochen. Auch wenn das in der mobilen Arbeitswelt nicht unbedingt der Fall ist, können Chats und Messenger so manche willkommene Unterbrechung schaffen, die dann wiederum das Gesamtziel aufgrund von Flurfunk-Kommunikation schnell aus dem Fokus verliert. Probleme kann es also in beiden Welten geben.

Umso wichtiger ist es, mit klaren Zielen als “mobile Führungskraft” voranzugehen. Wenn die Team-Mitglieder deutlich kommunizierte Ziele haben, kann die Erwartung an sie nicht fehlverstanden werden. Jeder weiß, was er oder sie zu tun hat. Und wer ist nicht produktiver, wenn er seine Arbeitsumgebung selbst bestimmen kann?

Die
technischen und kulturellen Voraussetzungen sind längst vorhanden. Aber zu lernen, wie man als “Fern-Boss” zielsicher mit seinem Team umgeht, ist nicht jedem gegeben. Dafür gibt es ein paar klare Grundsätze, die jeder “Remote-Boss” vorweisen kann.

Ziele sind ein Muß.
Wer seine Ziele nicht aus den Augen verliert, kann schneller Erfolge vorweisen und ist auch als Boss angesehener und respektierter. Gerade verteilte Teams zeigen eine Effizienzsteigerung, wenn sie nicht tagtäglich im Büro sitzen. Auch wenn sich so mancher traditionelle Chef denkt, der Austausch und der Zugriff auf den Mitarbeiter im Office nebenan ist einfacher und Informationen fließen schneller. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass bei klarer Zielsetzung für Projekte und Prozesse viel Zeit gespart werden kann, wenn über Projekt-Management Tools gearbeitet wird. Wichtig bei der Produktivitätssteigerung ist dabei ist nur, dass der Chef die Milestones mit dem Team zeitkritisch betrachtet und setzt. Da kann es dann auch mal sein, dass ein Tag viel kürzer ist und man als “Remote Chef” den Mitarbeitern ein wenig mehr Work-Life-Balance zugesteht.

Kontaktfreudigkeit schafft Team-Spirit.
Wer nicht vereinsamen will, sollte dafür sorgen, dass die Remote-Teams oft und viel miteinander oder mit Kunden und Partner via Messenger, sozialen Netzwerken oder Video-Meetings in Kontakt treten. wer sich hier als gute Führungskraft etablieren will, sollte sich regelmäßige Update Meetings aber auch Small Talks mit allen Team-Mitgliedern als Einzel-Chats oder Team Calls in seinen Kalender als Reminder setzen. Aber auch die Ermutigung der Team-Mitglieder dies miteinander zu tun, ist die Pflicht des Remote-Chefs. Auch wenn das am Anfang ein wenig hakelt und sich so mancher die Frage stellt, muss man so viel Kontaktfreudigkeit sein, gilt es weiterzumachen. Einige Projekte bei unseren Kunden haben gezeigt, dass die erste Hürde schnell überwunden wird und danach Kommunikation zum Selbstläufer wird.

Eine gute Schreibe ist entscheidend.
Wer mit einem Remote-Team arbeitet, kann vorwiegend über Schreiben kommunizieren. Entsprechend ist die Herausforderung für den Chef mit einfachen, deutlichen und klaren Worten ihre Ansagen auf die Bildschirme der Team-Mitglieder zu bringen. Sonst gibt es endlose Chat-Kommunikation, die die Effizienz der Teams senkt. Wer dies umgehen will, setzt einfach ein Webinar, Hangout oder Skype Call auf und spricht die Sachen kurz durch. Um die Effizienz von solchen Audio-Video Meetings zu forcieren, empfiehlt es sich, vorher von den Team-Mitgliedern 1-2 Bullet Points auf die Agenda setzen zu lassen.

Die Mannschaft von
Formstack hat übrigens eine schöne Infografik zusammengestellt, die die Vorteile des mobilen Arbeitsplatzes anhand von Studienergebnissen auch noch mal veranschaulicht. Vielleicht denkt ja so mancher Manager doch mal darüber nach, ob er nicht eher ein “Remote Boss” werden will. Die Argumente findet Ihr hier….


Remote-Boos-Needs-Infographic

"Stream me up, Scotty!" – Viacom study shows streaming is the new black

Credit: © XtravaganT - Fotolia.com

Credit: © XtravaganT – Fotolia.com

Scotty’s world is gone. Today’s future is not “beam me up”, but “stream me up”. At least when it comes to listening to music. The Viacom music group, consisting of CMT, MTV and VH1, published some summary results which prove that teenagers and adults up to age 40 consume music in a streaming mode.

In a quantitative study with 1,200 respondents, which also included some qualitative secondary research and some new form of “blography” component, it made clear that streaming has become a mainstream behavior. Almost four out of five (78%) participants of the survey had streamed music in the past three months. The streaming habit on the way to purchase is most often (91%) a form of auditioning music before buying it – especially YouTube has an important role in this process.

The age group of 22-30 year olds is even more active than their older and younger counterparts. Streaming music has become a daily habit for them (63% do it daily). As the group sample was taken from their target audience, it might be a reason that this result is even higher than in usual user studies.

The young generation of “streamers” listens to radio as an important source of information to this group. However, the study credited broadcast and the Internet as sources of music discovery. Interestingly enough the study states that the act of listening seems to be passive. User do not seek to find their music, it basically comes to them. It could be a prove that the music industry has understood how to use big data to favor the music taste of their users.

Obviously, TV is another major discovery platform for this generation. 88% of respondents mentioned that they searched for songs on TV shows next to listening to them. This could become another important opportunity for track-identification mobile apps (like i.e. Shazam).

The path from discovery to purchase (which in this study can mean several things, including “streaming it incessantly”) is interestingly charted. The role of streaming in that path is often a form of auditioning music before buying, according to 91% of participants, who use YouTube for that purpose.

Spot On!
Not surprisingly, the respondents state that downloading music via P2P networks is not popular for them (60% see it as “risky” or “wrong”). Still, this does not mean that the idea is completely gone from their minds. Sharing music data with friends via DropBox or other sharing platforms is a common practice for music fans. However, if 81% of participants believe this is a support to bands they admire can be doubted. Maybe the music fans haven’t quite understood how their bands make money. It probably “beams up” the bands relevance and popularity more if 63% of fans follow artists on Facebook and share the bands’ news in their personal networks.

Smart Data: Vier Herausforderungen und Chancen für Unternehmen

Seit einigen Wochen reden Unternehmen nicht mehr über Big Data. Im Zeitalter von Big Data geht es längst nicht mehr darum, viele Daten zu sammeln, sondern Daten intelligent zu nutzen, um bahnbrechende Erkenntnisse in innovative Lösungen umzumünzen. Inzwischen ist Smart Data der angesagte Hype, der die Manager in freudige Erregung versetzt, und so manchen Digital Geek zum Schmunzeln nötigt.

Picture Big Data Discussion
Was dem einen seine Vision, ist dem anderen sein Realismus. Denn schon nach kurzer Zeit der Diskussion erkennen so manche Unternehmer, dass man vielleicht schon ein paar Jahre früher die Themen Datenanalyse, Data Mining und Business Intelligence hätte Ernst nehmen sollen.

Die Datenmengen, die Unternehmen heute generieren, verdoppeln sich im Laufe von zwei Jahren laut
IDC. Bis 2020 gehen die Analysten von einem weltweit gesammelten Datenvolumen von 40 Zettabyte aus. Allein in diesem Jahr soll der Umsatz mit Big-Data-Produkten und Services auf geschätzt 73,5 Milliarden Euro ansteigen (66% Plus zum Vorjahr), verkündete die
BITKOM. Doch die Masse der Daten hilft den heutigen Managern wenig, wenn diese unstrukturierten Daten nicht entschlüsselt und in intelligente Pakete gepackt werden. Dann bleibt alles eine Adressierung an “Predictive Behaviour”, wie man es früher einmal nannte. Ziel mit
Smart Data soll es jedoch sein, am Ende dem Kunden zur richtigen Zeit im richtigen Kontext das beste Angebot zu machen oder den idealen Service zu liefern. Leistungen, denen der Kunde dann quasi nicht mehr aus dem Weg gehen kann.

Wer Daten sammelt, hat eine Notwendigkeit und ein Verständnis dafür, zu welchem Zweck er dies tut. Ein Logistik-Unternehmen könnte sich fragen, ob man nicht die Sprit-Kosten senken könnte, wenn man die Fahrtwege der eigenen zahlreichen Fahrzeuge analysiert. Ein Auto-Produzent würde überlegen, ob man nicht vorzeitig Produktionsfehler erkennt, Maschinen effizienter warten und Produktionsabläufe optimieren kann, wenn Wartungsprozesse nicht standardisiert sondern nutzenbasiert angewandt werden. Und so manches Luftfahrt-Unternehmen würde weniger Reiseverpflegung der Gäste mitnehmen, wenn die Gewohnheiten der Mitreisenden -die sowieso Frequent Traveller sind und von denen
Loyalitätsprgramme und deren
kombinierten Kreditkartensysteme schon zahlreiche Daten gesammelt haben- bekannt wären. Doch trotz all der schönen Optionen liegt der Teufel im Detail von Smart Data.

4 Gründe, warum Unternehmen einen steinigen Weg bei Smart Data vor sich haben.

1.) Daten sammeln – ja, aber welche?
Das alte Lied von Data Mining ist lange gesungen, der Hype verglimmt. Mit Big Data hat die Industrie sich ein neues Buzzword gezüchtet, dass die Notwendigkeit des Themas neu auf den Plan ruft – sicherlich auch dank Crowdfunding, mobiler Endgeräte und Social Media, was Daten aus dem Nichts und wie Sand an die Strände der Unternehmen schwemmt. Leider gehen nur zu wenige Manager baden, um die Chancen von Big Data und ihre Ummünzung in Smart Data Wert zu schätzen. Das Sammeln von Daten ist schon deswegen schwierig, weil man es Unternehmen über Jahrzehnte nicht geschafft haben, strukturierte Daten in sauberer Form (CRM, Datenbanken, etc.) zu pflegen und nachhaltig abzubilden. Wie soll man nun also unstrukturierte Daten in smarter Weise sammeln, und wer analysiert diese dann letztendlich – vor allem, wenn man nicht mal Social Media Monitoring strategisch ordentlich durchführt? Entscheidend ist vorab, dass man die Daten sammelt, die mal im Zielfokus des Business-Modells sind. Denn die Speicherung, Vorhaltung und Bandbreiten verursachen nicht unerhebliche Kosten und auch das Management der Daten von der Aufbereitung bis zur Löschung muss von einem
Corporate Data Scientist und seinem Team übernommen werden. Nicht selten sind weder Technik noch Personal dafür im Personal Set-Up eines Unternehmens vorhanden. Ganz zu schweigen von der “Silodenke” in Unternehmen, die den Synergien erzeugenden Austausch von Daten über Abteilungen und Hierarchien aus politischen und prozessualen Missständen oft nicht ermöglicht.

2.) Technik ist kein Hellseher
Die Analysekompetenz der heutigen
Messinstrumente und Big Data Tools ist immernoch retrospektiv. In die Zukunft blicken die Technologien einfach noch nicht. Grundsätzlich wertet vollautomatische Software mittels Textanalyse unzählig viele Daten aus, sei es durch Marktforschung mit offenen Fragen, oder auch durch Social Media Monitoring, sprich gezieltem Zuhören. Den meisten Unternehmen gelingt die Umsetzung in smarte Daten jedoch noch nicht. Es führt dazu, dass so mancher Kunde das angezeigt bekommt, was gerade erst via E-Commerce auf einer anderen Plattform erworben wurde. Wenn man also eben eine Kiste Wein gekauft hat, besteht die Möglichkeit, dass man immer wieder dieselben Weine zu sehen bekommt. Clevere Systeme würden in die Zukunft “rechnen”, mir die Weine also erst wieder anzeigen, wenn ich die Weine getrunken haben müsste. Das wiederum wäre nur aus der Zusammenführung von Bildern, Videos, Aussagen und Meinungen möglich, die sich über User-Generated Content und Informationen aus sozialen Netzwerken ergeben. Doch hier fehlen noch technische Standards, die die Zusammenführung von Bild oder Video mit Text-Daten ermöglicht, ohne das dem Bild Daten zugewiesen werden. Grundsätzlich muss aber der Mensch hier der Maschine unter die Arme greifen. Denn nur die sinnvolle Zusammenführung der Datenmengen und -vielfalt ermöglicht unternehmensspezifische Erkenntnisgewinne.

3.) Daten, Deals, Devices
Daten sind das Öl des E-Commerce und der Lead-Generierung. Wird beispielsweise ein Publisher nicht mit Daten der E-Commerce Plattform versorgt, bei dem gerade eben ein Einkauf erfolgte, wird allen von ihm nachfolgend besuchten Seiten der veraltete Kaufanreiz, sprich Informationen zum bereits erworbenen Produkt oder der Dienstleistung ausgespielt. Jeder Plattformanbieter ist somit vollkommen abhängig davon, wie offen und transparent eine andere Plattform Daten austauscht. Viel komplexer ist die Wertigkeit von Smart Data aber, wenn zahlreiche Menschen (z.B. Familien-Mitglieder) dasselbe Tablet im Haushalt nutzen und somit Rückschlüsse auf Einzelnutzer verborgen sind. In der Regel werden Datenströme nicht gelöscht sondern verbleiben lange Zeit auf den mobilen Endgeräten. Die kritischen Faktoren dabei liegen auf der Hand. Wenn ich als Elternteil nicht will, dass mein Kind in der Weihnachtszeit Rückschlüsse auf mein Weihnachtsgeschenke-Kaufverhalten bekommt, muss die beendete “Surf-Reise” von den Beteiligten irgendwann gelöscht werden. Oder aber der Plattform-Anbieter analysiert smarte Daten in ihrer Kombination über Schnittstellen mit anderen Plattformen und spielt dann den Kaufanreiz aus. Die Zeitverzögerung unter APIs könnte aber nachteilig dazu führen, dass der Kunde bereits die Plattform verlassen hat. Grundsätzlich sind hier nur Webseiten mit Log-In Bereichen auf der sicheren Seite.

4.) Kunde: Personalisierung und Verantwortung
Der Mensch ist ein Jäger und Sammler. Als Kunde liebt er das Kauferlebnis, das Jagen nach dem ultimativen Produkt, dem besonderen Erlebnis, aber auch dem fairen Preis. Je personalisierter das Angebot und der Content umso besser. Entsprechend nutzen Firmen wie die das
Musikprojekt Pandora schon Smart Data, um den 200 Millionen angemeldeten Kunden ein persönliches Erlebnis basierend auf den individuellen Spuren des Musikhörens im Web zu liefern. Doch wieviel Smart Data, wieviel Personalisierung ist denn effizient aus Sicht des Kunden? Am Ende entscheidet der Nutzer über den Grad der Personalisierung und des Daten-Tracking, den er zulässt. Doch Personalisierung kann schnell über das Ziel hinaus schießen und Smart Data irrelevant machen. Ist genauer dann abschreckender oder wirksamer?
Mag der Kunde auch, wenn jemand alles über seine Gewohnheiten sammelt? Was, wenn ihm schon alles vorgekaut wird und er sich nicht mehr selbst im Kaufrausch verlieren kann? Will der Kunde das überhaupt? Wie wollen sich neue Trends an ihn herantragen bei vorgefilterter individueller Relevanz? Müsste der Kunde nicht mitentscheiden können, was über ihn wo und wie an Daten gesammelt wird, und ob die dann in smarter Art und Weise veredelt werden dürfen? Es gibt eine Verpflichtung dem Kunden gegenüber. Auf einer Adobe-Konferenz in London erschien kürzlich ein Slide: “No spam, no stalking, no solicitation.” Wenn man sich die blühende Marketingwelt heute so ansieht, dann verfolgen einen Banner und Angebote von Marken, obwohl man das Produkt schon längst gekauft hat. Berechtigt darf man in Frage stellen, ob die Unternehmenswelt sich ihrer Verantwortung im Umgang mit Smart Data bewusst ist. Denn
Datenschutz und Datenschutzbeauftragte bekommen neue Regeln und Richtlinien mit dem Einsatz von Smart Data und internetfähigen Geräten.

Das Thema Smart Data ist
nicht mehr ganz neu, bekommt aber aufgrund der technologischen Evolution immer mehr Relevanz. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat erst
kürzlich bekannt gegeben, 13 Projekte im Technologieprogramm “Smart Data – Innovationen aus Daten” zu fördern. Inwieweit es diese Projekte schaffen werden, neben den technologischen Herausforderungen auch unternehmensgesellschaftliche Fragen und Datenschutz, aber auch die Akzeptanz der Nutzer zu adressieren und zu klären, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob sich Unternehmen und Nutzer im Kampf um die Hoheit persönlicher Daten und ihren Einsatz in der Wirtschaft auf smarte Weise einigen.

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem
HP Business Value Exchange Blog.

E-Book zur Blogparade “E-Mail der Zukunft”

Es ist ein toller Gedanke, den mein “Social Business Bruder” im Geiste
Stefan Pfeiffer von der IBM hatte, als er die Blogparade zur “E-Mail der Zukunft” startete. Daß er daraus ein E-Book gemacht hat, verleiht der Aktion eine ordentliche Nachhaltigkeit, zeigt spannende Denkansätze und führt noch mal alle Beiträge in einem Dokument zusammen. Schön auch, dass er mit Dr. Dietmar Müller einen alten Weggefährten von uns alten silicon.de Haudegen mit ins Boot geholt hat, um ein treffsicheres Vorwort zu schreiben. Es hat viel Spaß gemacht, mitzuschreiben und seine
eigenen spontanen Gedanken mal in eine Kutsche zu setzen.

Lest das E-Book, wenn Ihr am Wochenende mal über die E-Mail reflektieren wollt. Und wenn Euch noch ein eigener Gedanke dazu einfällt, dann schreibt auf Euren Blogs weiter oder nutzt das Kommentarfeld. Wir freuen uns drauf!

Die Blogparade "E Mail der Zukunft" by
StefanPfeiffer

Website Experience: Consumers rate performance most, content second

The common understanding in marketing teams is that content is key to meet the expectations of consumer. However, this might be right, most US consumers (52%) see high performance as the main quality feature of a website, according to a recent report from Limelight Networks.

The report that surveyed 1,115 consumers valued website performance (streaming with no buffering, pages that load quickly, and so on) as the most important digital experience feature. It also states that performance comes before fresh and updated content, delivering a consistent experience on mobile and desktop, and providing personalized content.

Performance is Key to Websites

The respondents also make clear that they (59%) will wait less than five seconds for a webpage to load before being frustrated and leaving the site. Even more, more than one in three (37%) stated to leave and buy a product from a competitor if a website is slow.

The mobile experience is also becoming more critical for marketers. When 85% accessing a website with a mobile device at least some of the time, and 50% of the surveyed people do so with either a smartphone or a tablet most of the time, it shows that mobile customer experience needs to be thought about carefully. However, the good signs are that almost half of the users (44%) are more generous in terms of waiting for website response when accessing websites via mobile devices but the trend is to see fast downloads as well on mobile and desktop.

Spot On!
The report illustrates the connection between brand and website experience: 82% of consumers recommend a brand after a positive website visit.

Website Performance leads to Recommendation

However, marketers might think about personalization with the use of smart data now, the report also warns that more than one in three users (38%) do not want websites to remember their previous website visits. The website experience remains a business challenge “Businesses need to educate themselves on the challenges and intricacies of delivering a high performance digital experience to ensure hidden latency issues don’t disrupt a user’s interaction with the brand,” summarizes the report.

Companies monetizing the Internet of Things (Infographic)

Many companies and brands are thinking about ways on how to embrace the Internet of Things (IoT) in connecting devices to cloud products and services. Whether it’s cars, switches or home appliances, the IoT will change the world we are living in but also give us opportunities to ease our daily life. IDC estimates that internet of things market has already a volume of $1.9 trillion dollars -and in 2020 8,9 trillion US dollars- based on some research they have done recently.

Now, the guys at AriaSystems have created an interesting infographic showcasing products and services which companies have created, and how they already make money with the Internet of Things.

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