Wer war, wer kommt und wer bleibt – Fünf Jobtitel für die Zukunft der Webstrategie



Sind Jahresrückblicke sinnvoll? Braucht man sie in der heutigen Zeit der Informations- und Kommunikationsflut? Schafft man es da überhaupt noch, der Aktualität des Alltags zu entfliehen? Und was ist schon eine einzelne zurückschauende Meinung Wert? Welche Nachhaltigkeit kann sie haben?

Die diplomatische Antwort schlauer Professorenhirne wäre vermutlich: “Das kann man so und so sehen!” Wer gerne in die Zukunft schaut, der findet vermutlich an Ausblicken mehr Begeisterung – auch wenn sie meist auf Erkenntnissen beruhen, die sie erst so richtig zum Leben erwecken.

Wage ich also mal einen Ausblick in 2013 in die Zukunft der Webstrategie. Dazu möchte ich aber mal das Thema Webstrategie aus Sicht von The Strategy Web definieren. In 2012 haben wir sehr oft gemerkt, dass hier noch ein rechtes Unverständnis herrscht, was Webstrategie eigentlich ist:

“Webstrategie ist die Übersetzung der organisatorischen Ziele und Werte in Vorgehensweisen des Top-Managements und ihrer Teams für alle über das Web entstehenden und abzuwickelnden Businessprozesse. Die Webstrategie liefert das Zukunftsbild der Kundenkommunikation, das die Vernetzungstrends des Internet und die Tools der modernen Webentwicklung mit den individuellen Business-Taktiken vereint, um die übergeordnete Unternehmensvision zu verwirklichen. ©The Strategy Web GmbH 2012”

Anlehnend an diese Definition soll in diesem Jahr das Zukunftsbild in Richtung neuer Jobtitel gehen. Welche alten Jobrollen wackeln sowie welche neuen Aufgaben und Herausforderungen in Unternehmen gilt es für die Neuausrichtung bzw. Neuorientierung eines Unternehmens zu überdenken?

Diese nachfolgenden fünf Jobrollen sollten clevere Manager überdenken. Ob man sich die Personen dann leisten will, soll oder muss, ist eine Definitionssache für den Einzelfall. Wichtig werden diese Jobbilder auf jeden Fall.

Dass in der Rangfolge eine Logik besteht, denkt sich der geneigte Leser vermutlich. Für alle anderen formuliere ich es mal in eine Formel…

Wissen x Daten x Inhalt x Kultur x Kunde = Unternehmenserfolg

Entsprechend also mal schnell ein paar Gedankenanstöße zu den neuen Jobrollen.

a.) Corporate Knowledge Officer
Die größte Herausforderung für die Personalabteilung ist, die Perlen der unternehmerischen Wertschöpfungskette zu binden. Sie sind das Wissen des Hauses, die Säulen der Produktivität. Verlässt eine Säule das Unternehmen, geht in der Regel das Wissen mit dieser Person verloren. Was passiert, wenn Menschen erkennen, dass die fütternde Hand des Unternehmens wenig Sicherheit und Altersabsicherung im Jahr 2025 bietet? Was ist, wenn die
Millennials, die in 2020 fast die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, dem klassischen Arbeitsbild entsagen und eher projektorientiert Wissen zur Verfügung stellen? Was wenn Wissensarbeiter sich gar nicht mehr anstellen lassen in 2015, weil man
ihre Hirnleistung kaufen kann?

Wer Social Business versteht, wer Wissen sichern und “immer verfügbar” lagern will, kommt am Corporate Knowledge Officer nicht vorbei. Sie sind Game Changer für Analysten, Marktforscher und große Beratungshäuser.

b.) Corporate Data Scientist
Die Welt spricht Big Data. Buzzword oder Biz-Wert? Kaum ein Wort wurde so oft gebraucht in der Wirtschaft 2012, in der der Terminus Webstrategie oft noch ein Fremdwort ist. Sieht man sich nur an, was
in 60-Minuten im Web an Daten anfällt, oder
wie schnell Gespräche sich entwickeln, so wird das Datenaufkommen für den Wertschöpfungsprozess eine wahre Herausforderung. Aber wer leistet sich den Menschen, der in der Zukunft so begehrt sein soll
laut Harvard Business Review? Wo ist diese Person im Excelsheet, dieser Forscher, Logiker und Mathematiker in einer Person? Noch gibt es wenige davon. Sie sind diejenigen, die wissen, wie man den 0 und 1 Prozess auf den Kopf stellt, um so Rückschlüsse auf neue Inhalte und Werte zu ziehen.

Wer nicht bei Data Mining und Business Intelligence aufhören will, sollte den Wert des Corporate Data Scientist erkennen. Sie sind Herausforderer für PR- und Marketingverantwortliche, die
CEOs mit Daten und Fakten überzeugen müssen.

c.) Corporate Content Officer
Inhalte formen Daten. Aber Inhalte sind die schwächste Produktionsstätte der Unternehmen. Oft ausgelagert bei PR-Experten oder Medienhäusern, die
heute selbst am kämpfen sind. Wer soll im Unternehmen Inhalte recherchieren, schreiben, ausformulieren und terminieren? Wer kann Inhalte priorisieren, aggregieren und kuratieren? Und wo bekommen die Unternehmen die Expertise her, ein Medienunternehmen zu werden? Wenn Content Marketing die Zukunft ist, wer bereitet den Weg von PR und Marketing hin zum journalistischen Zwitter, den man in meinen Augen als undefinierbare Mischung aus Corporate Publishing und Community Management bezeichnen könnte.

Wer Gespräche als Chance sieht und den Sinn
integrierter Communities in Webseiten versteht, macht vor dem Einsatz eines Corporate Content Officers nicht Halt. Sie sind Medientrainer und Chefredakteure des Unternehmens, die alle Unternehmenseinheiten zur Inhaltsproduktion bewegen.

d.) Chief Culture Officer
Mit einer veränderten Inhalts- und Datengenerierung sowie einem neuen Verständnis für Wissensmanagement geht eine unternehmerische Kulturveränderung einher, die Grant McCracken
in seinem Buch eingehend beschreibt. Menschen müssen neue Plattformen verstehen. Mitarbeiter müssen den Nutzen von neuen Tools und Techniken begreifen, bevor sie zum Einsetzen selbiger gehievt werden. Auch wenn, wer die Email nicht mag, eben Mitarbeiter- und Kundenkommunikation auf Stream-Working ändert. Doch wer die Kultur der Offenheit und Transparenz ablehnt, wird auf der Strecke bleiben. Bei Leuchttürmen kann das Unternehmen bitter zu stehen kommen.

Wer die Herausforderung des Arbeitens mit zahlreichen Projekt-Plattformen kennt, weiß welchen Mehrwert ein Chief Culture Officer mit sich bringen kann. Er ist verlängerter Arm des Managements, der menschliche “Erklär-Bär” und gleichzeitig sehr nah am Personalwesen dran.

e.) Chief Customer Officer
Kunden verändern mittels offener Kommunikation, Lob und Kritik die Spielregeln. Was einst Top-Down ist heute Bottom-Up. Der Kunde ist König. Ein Satz, der Kunden früher zum Weinen einlud. Heute bringen die
3 R’s (Rating, Review, Recommendation) des sozialen Kunden eher die Manager zum Weinen. Sie lassen ganze Umsatzströme erzittern. Wer aus der Konversation mit Kunden seine Erfahrung gewinnt, die Daten in Inhalte fließen lässt und eine Kultur der Kooperation schaffen kann, der versteht das Wort Empathie. Der schafft Begeisterung an Marken, an Produkten und an Unternehmen.

Wer die
Community der Kunden als Ökosystem der Erkenntnis akzeptiert, wer dabei
Markenadvokaten, Kritiker und Nörgler als gleichberechtige Prozessbeteiligte sieht, wird den Chief Customer Officer als Institution in Betracht ziehen. Diese Personen sind Game Changer für Vertriebler und Kundendienst-Mitarbeiter.

Noch nie habe ich soviel über Jobdefinitionen und Jobrollen gesprochen, diskutiert und philosophiert wie in 2012. Sei es auf Kongressen als
Moderator auf
B2B-Events als Sprecher oder auch als
rebellischer Start-Up Panelist. Ob die Jobbilder Realität werden? Noch einmal, entscheidet Ihr…

Ja, 2012 war ein tolles Jahr. Danke an alle, die es dazu gemacht haben. Einen guten Rutsch in 2013 allen Freunden, Fans und Followern. Ich freu mich auf Euch…!

Was war, was kommt und was bleibt. Ein kleiner persönlicher Rückblick.



Das Jahr 2012 hatte es in sich. Viele neue Themen standen auf meiner Agenda. Das Digital Business entwickelt sich ständig weiter – schneller als manchem lieb ist. Die rasante Geschwindigkeit ist für viele Unternehmen kaum zu bewältigen. Altbekannte Business Modelle stehen vor dem Aus, neue Business Modelle entwickeln sich rasant und rollen den Markt auf. Aber was bleibt von allem? Es lohnt sich einmal in Ruhe zurückzublicken und eine Bestandsaufnahme zu machen. Welche Themen haben mich persönlich bewegt, welche Themen werden zum Beispiel auch in der Unternehmenskommunikation stärker an Bedeutung gewinnen und was wird von all dem bleiben?

Das Jahr 2012 war gekennzeichnet von einer großen Aufbruchsstimmung in die Welt des Social Media Marketings. Aber auch das Second Screen Advertising, Mobile Marketing, Content Marketing, Digital Publishing und Big Data waren Themen, mit denen ich mich in diesem Jahr intensiv beschäftigen konnte. Spannende Themen, von denen ich einzelne in einer kurzen Zusammenfassung nochmals beleuchten möchte.

Social Media Marketing

Laut der aktuellen Studie „
Social Media Marketing in Unternehmen 2012“ des Deutschen Institut für Marketing, an der 900 Personen unterschiedlicher Unternehmen teilnahmen, nutzen mittlerweile knapp 70 Prozent Social Media Marketing.  Das ist im Vergleich zum Vorjahr (66,3 Prozent) zwar nur ein geringer Zuwachs, allerdings planen mehr als ein Drittel der Befragten, die gegenwärtig Social Media Marketing nicht nutzen, den Einsatz für die Zukunft. Heute werden bereits ca. 18,7 Prozent des Marketingbudgets für Social Media Marketing festgelegt.

Interessant ist jedoch, dass nur die Hälfte der befragten Unternehmen ein Social Media Monitoring durchführt. Damit wären wir bei einem Punkt, der definitiv im Jahr 2013 stärker Beachtung finden wird. Social Media Monitoring muss in den Aufgabenkatalog der Unternehmen, denn nur so kann festgestellt werden, ob die Aktivitäten beim Menschen ankommen und das eingesetzte Budget sinnvoll eingesetzt wurden. Zudem bietet das Social Media Monitoring die Möglichkeit, Opinion Leader oder Markenadvokaten zu identifizieren. Markenadvokaten werden für Unternehmen und Brands immer wichtiger, denn sie werden zukünftig eine noch wichtigere Vermittlerfunktion im Netz übernehmen.  Eine Einordnung in unterschiedliche Brandvangelist-Typen wird kommen und einhergehend mit dieser Einordnung die individuelle Ansprache dieser Typen. Einen interessanten
Artikel hat hierzu Martin im November veröffentlicht.

Content Marketing

Um sich in der digitalen Welt einen Platz zu erobern, braucht es neben der guten Platzierung in den Suchmaschinen, auch Content, der die User auf der Seite hält, Informationen und Unterhaltung liefert. Um an diesen Content heranzukommen, setzen bereits die ersten Unternehmen in Deutschland auf Content Marketing. Ein Trend, der in 2012 sich ankündigte, aber erst in 2013 stärkere Beachtung in den deutschen Marketingabteilungen finden wird. In USA investieren zum Beispiel B2B-Unternehmen bereits mehr als
33 Prozent ihres Marketingbudgets in Content Marketing.

Content Marketing ist ein Bereich, der in der Unternehmenskommunikation in jedem Fall auf die Agenda 2013 gehört. Ein journalistischer Ansatz, die Liebe zum Schreiben, ein objektiver Blick auf Themen und Kommunikationsbereitschaft sind für erfolgreiches Content Marketing wichtig. Aber genauso wichtig ist es, diesen Content marketingrelevant zu präsentieren und mit Social Media, Mobile Marketing und dem Online Marketing zu fusionieren. Einen ausführlichen
Artikel zum Content Marketing habe ich im Juni 2012 veröffentlicht. Weitere werden sicherlich folgen. Erwähnenswert an dieser Stelle ist in jedem Fall nochmals das Engagement von Coca Cola, ein tolles Beispiel, das sicherlich Nachahmer finden wird.

Bewegtbild / Branded Entertainment

Viel beachtet war in 2012 auch der Hype um Bewegtbild. Verleger nutzen die Kraft von Bewegtbild, um Berichte lebendiger zu gestalten. Der Einsatz von lizenziertem und aggregiertem professionellen Bewegtbildinhalten ist ein Trend, der in den letzten Jahren immer mehr Beachtung fand. Und dieser Trend setzt sich weiter fort und wird sich im Jahr 2013 etablieren. Zudem sollte die Frage erlaubt sein, ob Bewegtbild zukünftig das geschriebene Wort im Internet ablösen wird, wie zum Beispiel die Kampagne von Air New Zealand zum Filmstart von Der Hobbit zeigt:
Air New Zealand / The Hobbit

Ich bin mir sicher, dass ‚Branded Entertainment Content’, also unterhaltende Videos, die in der Produkt- oder Unternehmenskommunikation zum Einsatz kommen und über verschiedene Netzwerke wie YouTube, Facebook distribuiert werden, in 2013 erst so richtig an Fahrt gewinnen. Und mit der Verbreitung von Smartphones und Tablets wird Branded Entertainment sicherlich auf allen digitalen Kanälen eine große Rolle spielen.

Mobile Marketing

Und somit kommen wir zum Mobile Marketing. Diesem gelang in diesem Jahr der Durchbruch, auch wenn die Werbeumsätze immer noch hinter den Erwartungen der Agenturen liegen. Aber Mobile Marketing wird weiter wachsen und das Jahr 2013 dürfte nun tatsächlich das ‚Jahr des Mobile Marketings’ werden. Denn mit der rasanten Verbreitung von Tablets und Smartphones wird das mobile Marketing immer wichtiger. Auch in der Unternehmenskommunikation wird dieser Kanal an Bedeutung gewinnen. HTML5 und mobile Websites müssen 2013 auf der Agenda stehen. Und es braucht neue kreative Konzepte, wie der User mobil erreicht werden kann. Auch hierzu gibt es einen ausführlichen
Artikel von mir, der über Herausforderungen in den Agenturen berichtet.

Parallelnutzung / Second Screen

Die Zahlen zur Parallelnutzung bestätigen den Trend hin zum Second Screen. Tablets und Smartphones werden während der TV-Nutzung zum Chatten, Surfen, Netzwerken genutzt und die Werbung macht sich diesen Trend zu Nutze. Die Erkennung der Zuschauer über Audio Content oder Visual Content Recognition sowie Fingerprinting wird sicherlich im Jahr 2013 kommen, die Technologie ist vorhanden. Es gibt bereits vielversprechende Aktivitäten von Unternehmen wie
zum Beispiel das von Puma. Puma hat im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in London eine ausgesprochen schöne crossmediale
Kampagne gelauncht. Besonders gut gefallen hat mir auch die Einbindung des Offline Marketings. Und damit wären wir bei einem Punkt, der sicherlich wieder stärker in das Bewusstsein der Marketiers rücken sollte.

Offline Marketing

Bei aller Liebe zum Online Marketing, ich glaube und ich bin mir sicher, dass das Offline Marketing in den nächsten Jahren wieder stärker an Bedeutung gewinnen wird. Auch wenn wir uns Online in Sozialen Netzwerken austauschen und Freundschaften pflegen, Kampagnen online und mobil erleben, der Wunsch der Menschen nach „Live-Erlebnissen“ wird bleiben. Vielleicht sollten wir uns alle am Ende des Jahres einmal in Erinnerung rufen, welche Ereignisse tatsächlich wichtig waren, welche Ereignisse uns etwas gegeben haben. Fanden sie online oder offline statt? Ich würde mich hierzu sehr über Eure Kommentare freuen.

Ich wünsch Euch allen ein ‘Happy New Digital Year 2013’!

Google Zeitgeist and YouTube Review 2012

Each year Google Zeitgeist reminds us from a search perspective what happend in the last 12 months. And this year again, we get their point of view of 2012. So, no more words. Just watch it…

Well, hang-on! Don’t forget to watch Google’s official YouTube review “Rewind YouTube Style 2012” as well. Are we surprised that it is representing the Gangnam Style “Call me Maybe”, and is including web stars like Felica Day and the viral success of Kony 2012, or the Walk Off the Earth?

comScore: Fast 50% der Deutschen nutzen Smartphones



Die
aktuellen Zahlen des comScore-Dienstes
MobiLens machen klar: Das Smartphone erobert Deutschland, aber auch vier weitere europäische Länder wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Mit inzwischen 131,5 Millionen Besitzern erlebt der Smartphone-Markt in den EU5 Märkten ein Wachstum von 35% im Vergleich zu 2011.

Spanien hat dabei mit 63,2% die höchste Smartphone Marktdurchdringung in Europa. Im Vergleich mit den anderen Ländern steht Deutschland mit 48% Smartphoneanteil an letzter Stelle. Inzwischen hat Samsung mit 32% Marktanteil Apple (21,2%) und Nokia (16,9%) den Rang bei den Smartphones abgelaufen, die in Deutschland genutzt werden.



Bei den Smartphone Betriebssystemen führt weiterhin Google’s Android mit 50,6%, vor Apple (21,2%) und Symbian mit 17,3%.



Stellt sich für mich so langsam die Frage: Findet Apple’s Vorreiter-Stellung bei den Smartphones langsam ein Ende?

Study: Big brands could do better on social customer service

Some weeks ago, we have written about the importance to be fast on response time on Social Media platforms. We made clear, based on some research by Convince & Convert, that companies need to react in not more than 60 seconds on complaints, customer enquiries and questions that appear on company’s and brands’ social platforms.

Now, a recent study of some of the biggest brands in the U.S., like Coca-Cola, McDonalds, Visa or Starbucks shows that providing a top standard of customer support on Twitter is not really as fantastic as it seems. Although some readings of all those good posts about these brands and their Social Media efforts might assume the companies do whatever they can in Social Business terms.

In the study, four Software Advice employees used their personal Twitter accounts to address customer service tweets to 14 consumer brands in seven industries – McDonalds, Starbucks (Fast Food), Coca Cola, Pepsi (Soft Drinks), Visa, Mastercard (Credit Cards), Wells Fargo, Bank Of America (Banking), Walmart, Home Depot (Retail), Apple*, HP (Consumer Tech), Gillette and Colgate (Personal Care).

They sent each brand’s Twitter account one tweet per weekday for four consecutive weeks, from “Urgent, to Positive/Negative, or questions about FAQ or technical issue. Then, brands were evaluated on their average response time and rate. See the results in the following infographic…

ERGO Direkt Umfrage: Die Bedenken der Deutschen im Netz


Credits: © Olly Fotolia.com

Im Rahmen der Online-Umfrage “Lost in Net” hat jetzt Internetforschung im Auftrag der
ERGO Direkt Versicherung Argumente aufgezeigt, dass der Deutsche nicht umbedingt überfordert ist mit der Nutzung, Sicherheit und der Datenflut im Netz.

In einer Befragung von 3.000 Internetnutzern ab 18 Jahren kam heraus, dass eher die Angst vor Vereinsamung umgeht, oder auch Opfer von Cybermobbing und Datenspionage zu werden. Und was noch erwähnenswerter ist: Die Jüngeren haben mehr Bedenken, ohne Internet zu vereinsamen … als mit, wie oft von Psychologen angenommen. Auch 93% die Älteren (70+) fühlen sich im Netz inzwischen heimisch. Von Orientierungsverlust kann nicht die Rede sein, zeigt die Befragung. Auch wenn die Anzahl der Daten stetig wächst, verlieren 60% nicht den Überblick.

Die Angst vor Datenspionage (60% der Befragten) und Passwortdiebstahl ist dennoch ein wichtiges Thema für die meisten Menschen in Deutschland. So werden die private Anschrift von mehr als jedem Zweiten nur ungern im Netz herausgegeben. Wenn 15% der 18-39 Jährigen schon Opfer von Datenspionage und fast jeder Dritte unter 30 Jahren im Netz schon mal eine verbale Attacke erlebt hat, kann man davon ausgehen, dass der Nutzer vorsichtig im Netz agiert. Kein Wunder also, dass Bilder ins Netz zu stellen 57% der 40+ Generation als kritisch sehen. Bei der Generation Y sind es hingegen nur 37,6%.

Beim Shopping im Netz werden Bezahlsystemen wie PayPal oder ClickandBuy bevorzugt (60%). Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu lesen, ist jedoch nicht so spannend und wichtig für den Deutschen – 40% machen es nicht. Personalisierte Werbung zu empfangen dank Offenlegung des Konsumverhaltens ist auch nicht unbedingt der Deutschen Ding – 60% lehnen es ab. Auch hier ist Millenial Generation entspannter: nahezu jeder Dritte ist dafür offen. 


Die ausführlichen Ergebnisse der Studie gibt es
hier.

Zeitschriftenverleger im Delfinsprung-Modus auf der Suche nach Antworten


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Die Liste der in 2012 eingestellten Zeitungen und Zeitschriften ist lang. Sie zählt laut
Landau Media (Stand Dezember 2012) weit über 70 Titel. Man sollte meinen die Verleger müssten langsam aus den Entwicklungen des Jahres lernen. Einen Verlag in eine digitale Welt zu führen, scheint dann aber doch eine größere Herausforderung zu sein, als es so mancher Manager der alten Druckerzunft angenommen hat. Das zeigte sich auch auf dem 4. Zukunftsforum Zeitschriften der
Akademie des Deutsche Buchhandels. Auch wenn der Titel Zukunft verkündete, war das mehr Vergangenheit und Aufarbeitung über die dort gesprochen und diskutiert wurde.

Der Anfang war vielversprechend. Gerrit Klein, Geschäftsführer des Ebner Verlages, schoss erstmal gegen die großen Verlagshäuser, die unter dem Deckmantel des VDZ auch eher auf Besserung der Szene hoffen, denn mit Antworten glänzen können: “In Berlin sitzen die Großkopferten!” Auch die großen Zeitschriften-Verleger müssten langsam akzeptieren: “Wir können es … nicht – das wirklich Innovative zu schaffen.”

Da hat er offensichtlich recht, wenn man sich die Liste der gescheiterten Print-Projekte ansieht. Anscheinend gibt es auch keine Antwort darauf, ob und wenn ja wie man ein Print-Objekt in die moderne Digitale retten kann. Zumindest kam es den ganzen Tag nicht zur Sprache. Gibt es da wirklich kein Beispiel? Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Zeitschriftenverleger die Grundzüge des Community-Building nicht verstanden haben. Obwohl sie den Zugang zu Zielgruppen haben. Oder hatten sie den nie wirklich?

Als ob Hr. Klein meinen Gedanken folgen würde, antwortet sein Vortrag mit polemischen, deutlichen Worten…



Wenn ein Raum gefüllt ist mit rund 50 Zeitschriftenverlegern, die alle von Medienvertretern und PR-Fachleuten mit Informationen gefüttert werden bzw. diese ihre Informationen verwerten, warum twittert dann genau ein Mensch, der nicht (mehr) aus der Verlagswelt kommt? Und man konnte sehen und hören, wer da meinen Worten auf Twitter folgte. Da wären Medien-Abnehmer gewesen. Aber das Thema Community-Building ist wahrlich nicht angekommen bei den Fachzeitschriften, was grundsätzlich eine Kernkompetenz der Fachverlage sein sollte.

Doch nicht nur Community-Building scheint ein Fremdwort zu sein. Man musste sich fragen, ob die Zeitschriftenverleger überhaupt in der Gegenwart angekommen sind. Oder immer noch im Delfinsprung-Modus arbeiten, wie es Hr. Klein bildlich formulierte. Da werden im immer selben Zyklus Medien auf den Markt geworfen, ohne über die Nachhaltigkeit oder den Sinn des Businesskonzeptes nachzudenken. Der Innovationszyklus der Verleger laufe immer nach dem gleichen Vorgehen ab: Euphorie, Erregung und Entspannung. Nur so funktioniert Community-Building nicht. Wer sein Business nicht lebt und liebt, kann sich den Sprung ins kalte Becken der “Newsstands” und Abo-Modelle auch schenken.

Beim Vortrag von Herrn Dr. Holger Feist (Burda INtermedia Publishing) blieb mir dann endgültig der Mund offen stehen. Muß man der Fachzeitschriftenwelt wirklich das Thema “Affiliate-Marketing” noch erklären? Und helfen so “denglische” Sätze wie: “Wenn man die Inhalte, die man unique hat, richtig gepriced bekommen kann! Dann funktioniert Paid Content.” Wohl kaum. Und auch Aussagen wie “Mobile Shopping ist noch nichts für dieses Jahr. Aber es wird kommen…”, lassen mich staunend zurück. Falls jemand das wirklich glaubt, dann empfehle ich mal, sich hier auf
The Strategy Web zu orientieren.

Gegenargumente liefere ich auch gleich mal. In diesem Jahr habe ich rund 300 EUR in mobile Abos und Apps (Tablet und Smartphone) von Verlegern investiert. Ebenso wurden von mir etwa 150 EUR in
QR-Code oder via Augmented Reality initiierte Shopping-Ansätze von mobilen Fachzeitschriften ausgegeben. Nur haben die Marken auch den richtigen Ansatz, mich als User im iPad zu halten, investigativen Journalismus zu leisten mit Inhalte, die ich so gebündelt nicht finde sowie mit einer Community, die ebenfalls dazu beiträgt, dass das Öko-System um Medium, Marke und Meinung mein Leben bereichert.

Als Vorbild wie man mit Fachzeitschriften noch gut verdienen kann, wurde immer wieder Landlust genannt. Und jeder hat sich gefragt warum? Antworten konnten in der Runde aber auch nicht aufgedeckt werden. Obwohl sie in meinen Augen auf der Hand liegen, wie eben angedeutet.

Der Ansatz
“Springer für Professionals” erscheint ordentlich, wenn man “Content und Software in 3 Schritten verschmelzen will”: 1.Wissen in große DBs (F&E) 2.Software-integrierter Workflow 3.Qualitative Inhaltsvertikalisierung. Dennoch greift der Ansatz in meinen Augen ebenso zu kurz wie der des Thieme Verlages für Neuro-Chirurgen, die sich offensichtlich abends vor einer OP noch mal schnell auf
“eNeurosurgery” fit machen, bevor Bohrer und Lasser den Schädel zurecht rücken. Irgendwie wirken die Modelle nicht zu Ende gedacht hinsichtlich zahlreicher Themen wie Netzwerkaufbau und -integration, Bezahlung der Autoren, User-Generated Content (UGC), Skalierung der Verlags-Optionen und vor allem
grenzenübergreifende Kollaboration.

Fazit
Manchmal möchte man einfach nur mal in die Häuser gehen und ein paar der Manager wachrütteln. Mobile, Co-Creation, Netzwerke und User-Generated Content waren Zaungäste, auch wenn der Titel der Veranstaltung so manche Hoffnung weckte und mich zur Teilnahme bewogen hatte. Dass die Frage gestellt wurde, ob das “Authentische das Journalistische” schlägt, war irgendwie bezeichnend für eine Branche, die über sterbende Titel jammert, als mit Mut und Elan sich dem Nutzer, seinen Wünschen und Bedürfnissen zu widmen, sowie ein Ökosystem aus Qualität, Spontanität, Innovation und Kreativität zu (er-)zeugen.

2012 Internet & Mobile Trends (Infographic)

The year 2012 shows an impressive growth of the Mobile Internet, especially in the developing countries. The desktop loses more and more control, and shows an increasing shift to smartphones and mobile devices. The trend towards mobile Internet access and the mobile workforce cannot be stopped any longer. It offers some massive opportunity for businesses if they are open and think about how to approach the mobile freedom of the mobile workplace. More latest trends were uncovered and collected by Background.org in this infographic.

Study: Content Marketing is becoming big in B2B, focus is shifting…

A recent study by Curata identified the main drivers of content marketing activities in B2B companies. The findings are based on Curata’s poll of 465 B2B marketing professionals in October 2012 from business owners, VPs of Marketing, CMOs, managers, marketing consultants and agencies.

The study explains that content marketing continues to become more and more important for B2B marketers. However, the drivers for content strategies are shifting towards thought leadership and market education.

The results show that 87% of responding B2B marketing professionals use content marketing for business goals targets (5% increase to 2011). Content marketing gets followed by SEO (67%) and event marketing (60%) as further leading channels in marketing strategies in 2012.

Further findings of the study show that although engaging customers (81%) has top priority for their content marketing efforts, thought leadership and educating the market are increasing in their importance for the business. More than half of B2B marketers (56%) state thought leadership as a key objective (13% increase to 2011). Also, educating the market (47%) increased by 3% to last year. Just 24% see SEO as a key objective (still a 5% increase to last year). Former top marketing tactics (print/TV/radio) went down from 32% to 26% this year.

Spot On!
Lead generation is still one of the key marketing goals for B2B marketers according to the survey. Most B2B marketers (82%) see driving sales and leads as their top marketing goal. Establishing thought leadership (42%), increasing brand awareness (40%), or increasing Web traffic (32%) follow in the next places. Content curation is also getting traction as the next step in content marketing. 57% of B2B marketers see it as an important evolution step. However, content curation is in it’s infancy when only 34% of curating content marketers have done it since six months or less. Quite scary I found that a staggering 43% of B2B marketers don’t measure the efficiency of their content marketing efforts. I found interesting that the topic brand advocates was not on the spot in terms of content marketing in this study.

Digitale Kinder- und Jugendmedien: Zukunft, jetzt!


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Kinder und Jugendliche lieben elektronische Geräte und dies bestätigt auch die neue
Jim-Studie 2012. Und der Trend geht hin zu mobilen Endgeräten: Handys und Smartphones haben ihre Rolle als Alltagsbegleiter weiter ausgebaut und verdrängen Konsolen und PCs von der
Wunschliste der Jugendlichen. 96 Prozent der befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein eigenes Handy, das von über 80 Prozent täglich genutzt wird. Die Verbreitung von Smartphones nimmt dabei rapide zu. Fast 50 Prozent der Jugendlichen verfügen mittlerweile über ein solches Gerät. Und mit der Verbreitung der Smartphones ist die Nutzung des mobilen Internets auch bei Jugendlichen ein Trend, der nicht mehr aufzuhalten ist. Bereits 40 Prozent der Jugendlichen, die ein Smartphone besitzen, gehen mobil ins Internet.

Was bedeuten diese Ergebnisse nun für Contentproduzenten, Publisher und Verlage? Noch im letzten Jahr (Jim-Studie 2011) stand das Lesen bei Jugendlichen als Freizeitbeschäftigung relativ weit oben im Ranking (44% regelmäßige Leser, im Vergleich 1998: 38 %). Das Lesen von Büchern nimmt jedoch leicht ab, so ein aktuelles Ergebniss der Studie (42 Prozent). Dennoch kann das Lesen von Büchern noch als stabil betrachtet werden. Und diese Aussage sollte Verlage ermutigen, im digitalen Bereich zu experimentieren. Denn eines kann sicher festgestellt werden: Die Verbreitung von Smartphones und Tablets bei Kinder- und Jugendlichen, wird auch deren Mediennutzungsverhalten langfristig ändern. Je früher Verlage eine Antwort auf das neue Nutzungsverhalten haben, desto früher können sie sich mit ihren Brands und guten Inhalten in den Köpfen der Kinder- und Jugendlichen verankern.

Der
3. Kindermedienkongress, veranstaltet von der Akademie des Deutschen Buchhandels, gab hierzu einige interessante Antworten, auf welche Trends Publisher und Verlage bei Kinder und Jugendlichen setzen sollten:

Die Herausforderung besteht weiterhin beim Thema Digitalisierung der Medien. Vor allem durch neue Endgeräte (v.a. Tablets) stehen die Medien in einem noch größeren Wettbewerb zueinander. Die Produktformen Text, Bild, Ton, Animation, Bewegtbild verschwimmen in den digitalen Medien immer mehr miteinander und neuer Wettbewerb bestimmt die Branche. Das Gebot der Stunde lautet: Erhöhung der Wertschöpfung durch Exklusivität, mehrmediale Marken, Aggregation, Individualisierung, Personalisierung (Heinold, Spiller & Partner).

Apps: Sie spielen bei Kindern unter 12 Jahren noch eine untergeordnete Rolle. Die meisten Apps werden von Eltern heruntergeladen, bei Kindern ab 12 Jahren und Jugendlichen ist ein Anstieg zu verzeichnen (Studie Trend Tracking Kids 2012). Am beliebtesten sind kostenlose Apps. Ein Umsatztreiber für Verlage sind Apps aber bei weitem nicht. Das größte Problem bei Apps ist, dass sie nur schwer aufzufinden sind und in den App-Stores der Preiskrieg herrscht. Die 89 Cent-Kultur für eine schön aufgemachte Kinderbuch-App ist meist nicht refinanzierbar.

Apps können aber als kostenlose “Apetizer” herhalten und für kostenpflichtige Apps oder Verlagsproduktionen werben. Interessante Beispiele für App-Lernmedien sind
Mindshapes mit Livebooks und
Barefoot World Atlas. Diese Apps begeistern Kinder rund um den Globus.

E-Books: Auch E-Books finden sich bislang kaum in den Haushalten, egal in welcher Altersgruppe. Die rapide Verbreitung von Smartphones und Tablets könnten jedoch die Verkäufe kurzfristig ankurbeln. Eigene E-Book-Stores für Kinder und Jugendliche gibt es bereits:
Onilo.de,
Schoolastic,
Tigerbooks.

E-Books können im Vergleich zu Apps hochwertiger hergestellt werden, denn sie lassen sich zu einem höheren Preis verkaufen. Aber auch die Animation dieser Bücher kostet Geld und Animation wird bei digitalen Kinderbüchern mittlerweile erwartet. Tigerbooks bietet eine Antwort auf enhanced-Medien, also auf Bücher, die interaktive Elemente integriert haben, (Tigerbooks ab 2013 / Tigerfish Media / Verlag Oetinger).

Dennoch sollten sich alle Publisher und Verlage überlegen, wieviel Animation und ‘enhanced’ denn wirklich sein muss. Babys, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche reagieren ganz unterschiedlich auf mediale Reize. Laut Prof. Dr. Braus (HSK) bleibt keine Erfahrung ohne Spuren im menschlichen Gehirn zurück, ob positiv oder negativ. Das Lernen über Video bei Kleinkindern bringt zum Beispiel überhaupt keinen Profit. Bei Jungs zwischen 9 und 12 Jahren konnte man beobachten, dass diese an Lesekomptenz verlieren, wenn sie sich am Tag zu lange mit digitalen Medien beschäftigen. Kinder unter 13 Jahren haben größte Schwierigkeiten, die virtuelle Realität zu vergleichen. Auch Social Media wird bei Kindern unter 13 Jahren als sehr kritisch betrachtet, sie haben einen enormen Effekt auf die Entwicklung der Kinder. Man sollte sich also gut überlegen, ob eine Social Network-Anbindung bei Kinderbüchern und Apps überhaupt Sinn macht.

Und dann gibt es ja auch noch die Eltern, die besonders bei Kindern immer noch mitentscheiden, was heruntergeladen wird und was nicht. Eltern beurteilen in der Regel das gedruckte Medium immer positiv, bei digitalen Medien sieht das anders aus. Das größte Problem ist, dass Eltern sich zuwenig mit den digitalen Medien für Kinder und Jugendliche beschäftigten, die eigene fehlende Medienkomptenz bringt Unsicherheit in der Nutzung mit sich. Skepsis ist angesagt, daher können sich Eltern nur schwer mit digitalen Medien identifizieren, (Katrin Viertel, Medienlotse.com). Eine Investion in die Aufklärungsarbeit wäre vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht verkehrt.