Markenadvokaten – Die sechs Typen der Dachis Group und eigene Erkenntnisse

Eine aktuelle Infografik der
Dachis Group verdeutlicht auf einfache Art und Weise, wie Markenadvokaten Mehrwerte generieren können. Zudem definiert sie sechs der gewöhnlichsen Typen, auf die Marketingverantwortliche stoßen werden.

Als Markenadvokaten versteht man dabei im weitesten Sinne Menschen, die Marken ohne Gegenleistung erwähnen und promoten.
Sie sind sehr aktiv, haben ein großes Netzwerk und empfehlen Marken. Doch auch an dieser Stelle sind sich die Gelehrten nicht unbedingt einig, wie man am Interview unten sehen kann.

Dennoch muß davon ausgegangen werden, dass der Anteil der Markenadvokaten grundsätzlich nur einen Bruchteil der an der Onlinekommunikation beteiligten Menschen ausmacht. Ihr Einfluss ist dennoch alles andere als unerheblich, denn meist verfügen sie über eine große “Fangemeinde”, woraus sich ein Viral- bzw. Reichweiten-Effekt ableiten lässt bzw. ergibt.

Betrachtet man sich die Dachis Zahlen, machen die Markenadvokaten gerade mal 0,001% der aktiven Markenkommunikatoren aus. Dennoch produzieren sie 5,3% der Onlineaktivitäten um eine Marke, Produkt oder eine Dienstleistung. Desweiteren sind sie für 8,3% der Onlinekommunikation um eine Marke verantwortlich sowie 8,4% der Social Media Aktivitäten um eine Marke.

Die Dachis Group unterteilt die Markenadvokaten wie folgt…

Brand Ambassador
Der “Elitekunde”, der ständig mit dem Produkt/der Marke arbeitet. Es gilt diesen Personen spezielle Rollen zu geben und sich intensiv um sie zu kümmern.

Brand Activist
Der “Marken-Buzz-Generator” für die reale Welt. Wer diese Menschen in der Welt der realen Markenführung integriert, kann hier massiv profitieren.

Marketing Partner
Die Co-Marketing Partner, die aktiv an der Entwicklung von Marketingkonzepten teilhaben wollen. Umarmen und machen lassen!

Licensed Informants
Die “Partner Advokaten”, die aufgrund spezieller Lizenz außergewöhnliches Wissen mit dem Markenadvokaten Dasein verknüpfen. Lassen sich auch durch virtuelle Incentives (z.B. Badges/Foursquare) motivieren.

Reputation Managers
Der “Persönliche Markenschutzwall”, die leidenschaftlichen Markenadvokaten. Sie verteidigen, argumentieren und beschützen die Werte der Marke. Diese gilt es immer auf dem Laufenden zu halten mit letzten Erkenntnissen.

Customer Service Rep
Markenadvokaten, die sich für eine aktive Rolle im Businessprozess rekrutieren lassen (kann auch intern sein!). Incentivierung sollte hier nicht unterschätzt werden.

Vor einigen Wochen habe ich auch über das Thema “Social Media Influencer vs. Markenadvokaten” beim
Social Web Breakfast in München referiert. Meine Erkenntnisse und Ansichten von
The Strategy Web, die sicherlich auch ein wenig abweichen von den obigen Typen, gibt dieses Interview ansatzweise wieder.

Alles weitere kann man dieser Infografik entnehmen.



Cyfler – B2B Netzwerk mit Zukunft?

Bisher gab es nicht viele Möglichkeiten, sein Business einer größeren B2B Zielgruppe vorzustellen. Natürlich gibt es XING und LinkedIn. Doch selbst da waren bisher die Möglichkeiten, sich zu präsentieren begrenzt auf einheitliches Auftreten der Mitarbeiter und das ordentliche Formenprofil, dem viele Unternehmen in meinen Augen viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Oder man versuchte, sich in oder mit eigenen Gruppen als Meinungs- oder Wissensführer zu positionieren. Doch auch das kostet persönliches Engagement, Organisation, Zeit und Arbeitskraft. Oft durften wir hier in Unternehmen behilflich sein in den letzten Monaten, um in die B2B Social Media Strategie Ordnung reinzubringen.

Nun macht sich ein neues Netzwerk auf, die Businesswelt zu erobern: Cyfler. Eine kurzer Einblick…

Die Frage, die sich alle Unternehmer und Marketers stellen ist, wie fällt man in der B2B Welt für andere Firmen auf und kann sich gleichzeitig um das eigene Business ohne großes Zeitinvest kümmern? Man stelle sich vor, es gäbe ein B2B Freundes-Netzwerk wie Facebook, eine effiziente Businesssuche wie Google, oder ein Wikipedia für Firmen. Und das Ganze dann noch so aufgebaut, wie ein grafik-basiertes Businessverzeichnis (so ungefähr wie die Gelben Seiten) à la Instagram oder Pinterest. Genau so etwas gibt Cyfer an, zu sein (oder werden zu wollen). Die B2B-Platform, auf der sich Unternehmen finden und sich basierend auf geschriebenen Posts oder publizierten Bilder und somit entsprechenden Bedürfnissen verbinden.

Wie
Cyfler vom Prinzip her ablaufen soll, klingt ganz einfach, dürfte dann aber in der Umsetzung uns bekannte Probleme aufzeigen. Grundsätzlich läuft die Geschäftsanbahnung ab, wie in normalen Netzwerken auch. Man stelle sich vor, man bekommt eine Freundes-Empfehlung basierend auf der Universität auf der man war. Oder man geht in denselben Sportverein, den man ständig besucht. Ebenso wird Cypher in der Businesswelt mit seinem Algorythmus agieren. Das Netzwerk identifiziert was entsprechende Nutzwerte in Bedarf und Angebot sind und stellt Verbindungsempfehlungen her.



Die Plattform arbeitet mit einem Crawler-Mechanismus, der passende Verbindungen herstellt, indem es die eigenen Produkte und Dienstleistungen scannt und gleichzeitig passende Resourcen über das Angebot informiert. Ein Triangle Closing, was uns aus LinkedIn vertraut ist, wenn man Personen angeboten bekommt, die passen könnten. Oder Bücher empfohlen bekommt, weil der Warenkorb oder das Einkaufsverhalten der Freunde diese suggeriert.

Der Trick bei Cyfler ist, dass man relevante Bilder aus dem Web oder Videos aus YouTube oder Vimeo nutzt, um die Auffindbarkeit via Cyfler zu erhöhen und so mehr Aufmerksamkeit auf mehreren Plattformen erzielt. Sprich: das System übernimmt pro-aktiv das, wo beim Manager und Business-Entscheider oft die Zeit fehlt. So zumindest die Theorie. Ob die Praxis es hält, wird sich zeigen, aber der Ansatz erscheint vielversprechend…

Cyfler – Rediscover Opportunities from
Cyfler on
Vimeo.

Spot On
Die Plattform ist interessant und man braucht dann doch eine knappe Stunde, um sein Profil aufzusetzen. Ob man allerdings anhand von Bildern, auf ein Business aufmerksam wird, sich Geschäfte anbahnen, mag in der Welt der Architektur, Werbung oder Konsumgüter funktionieren. Ob es aber bei Beratungen und Dienstleistungen klappt, mag die Zeit uns zeigen. Es fällt auf, dass noch wenige Unternehmen sich finden lassen. Die klassischen Social Networks lassen sich integrieren. Wer in Google Plus oder Instagram aktiv ist, kann sein Profil aber leider nicht verknüpfen lassen. Aber das kommt sicher noch. Bilder und Videos aus Netzwerken wie YouTube oder Flickr lassen sich hingegen einfach integrieren – aber nur jeweils 3 Stück. Dann braucht man den Premium-Account…

Was meint Ihr? Hat ein solcher B2B Netzwerk Ansatz grundsätzlich Aussichten auf Zukunft?

Eine Chance für Start-Ups? Von Bäumchen-Wechsel-Dich-Spielen in Schrebergärten einer gestylte Stadt…


Credits: © Wissmann Design – Fotolia.com

Wenn man im altehrwürdigen Prinz-Carl Palais zur Diskussion und Mitarbeit beim Standortmarketing unter dem Motto “Digitale Wirtschaft Bayern” eingeladen wird, so darf man das als Ehre werten. Es freut einen mehrfachen Firmen-Gründer, hier Input und Inspiration liefern zu dürfen. Das ist eine -vermutlich einmalige- Chance. Auch wenn so mancher Teilnehmer im Nachhinein meinte, ob die Veranstaltung nicht wohl mehr ein Hilfeschrei der Politik und Wissenschaft war. Im Wettstreit mit Berlin, London, San Francisco oder anderen Städten wird Bayern, respektive und im besonderen München, im Ringen um Start-Ups der Rang abgelaufen – national wie international.

Ob die hochfeine Lokation für die Thematik passend war, ist Ansichtssache. Vielleicht wäre eine Halle, Lager oder ein Co-Working Space wie eben das geplante
Werk1 München passender gewesen. Aber vielleicht hätten Anzüge die Diskrepanz der Welten hier noch mehr hervorgehoben. Es stimmte einen dennoch nachdenklich, wenn
Avner Warner, Business Development Manager der Stadt Tel Aviv, mit treffend formulierter Rhetorik stichelt: “Wenn ich meine Zigarette in dieser super gestylten Stadt an der falschen Stelle ablegen würde, hätte ich schon das Problem hier überhaupt noch toleriert zu werden.”

Der Vortrag von Warner zeigte den Unterschied zwischen Bayern und Tel Aviv auf: mittelständisch-bürokratische Ordnung versus innovativ-inspirativem Laissez-Faire. “Kein Respekt vor Hierarchie” klingt fordernd, aber eben nicht nach 3 Monaten für einen Termin mit einem gestandenen Unternehmen oder 5 Jahren für eine finale Vertragsunterzeichnung. Was von Experten wie Andy Goldstein, Executive Director
LMU Entrepreneurship Center, wunderbar dargstellt wurde. Dies erklärte sich auch aus den Aussagen der referierenden Politiker, die sich und den Zuhörenden vor ihren Reden gegenseitig erstmal die Verantwortung klar machten. Zeitweise glich dies einem Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel. Meine Nebensitzerin schmunzelte mich mehrfach an: “Ja, wem gehört denn nun die Verantwortung…? Dutzi, dutzi…”

Das wichtigste Motto im Mittelpunkt von Warner’s Vortrag war “Daring”. Und es schien fast so, als sei das seine Botschaft an München. Für ihn ist “Daring” einer der entscheidenden Schlüssel zum Erfolg. Doch gibt es “Daring” in einer Stadt, in der der Porsche als Sinnbild des Erfolgs vorfährt? In Tel Aviv ist das ein Unding. Dort gilt
Daring gleich “Caring” und “Sharing”. Dort stehen 800 Start-Ups ganzen 40 Grossunternehmen gegenüber, womit Tel Aviv auf Platz 5 der Start-Up Städte weltweit rangiert.

Dem gegenüber verblassen Parolen wie die von Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). “Wir setzen die Hoffnung auf die Jungen, Kreativen, Interkulturellen, die Start-Ups.” Sie wirken wie Worthülsen und wenig authentisch. Zwischenzeitlich fragte man sich, was aus dem Slogan “Weltstadt mit Herz” geworden ist, den die Stadt zur Standort-Positionierung Jahrzehnte lang genutzt hat. Hat der Slogan ausgedient? Mit Herzblut hat das wenig zu tun, wie man sich dem Thema “Start-Ups und Investoren” widmete. Wäre man stolz, würde man dann nicht mehr Internet- oder Start-Up Helden in München hofieren und zu Wort kommen lassen? Doch in
München regieren Bildende Künste, aber kein hyperdigitaler Schweiß (
wie in Berlin), und auch nicht Rahmenbedingungen für die
3Cs des modernen Arbeitsplatzes.

Wo ist das wahre Interesse an den digitalen Gründern?

Auf dem Panel sagt man, dass man gerade erst ein
Plattform Start-Up gegründet hat. Weder Moderator (spannenderweise von der FAZ, nicht der Süddeutschen!), noch Investoren, noch Wirtschaft, noch Politiker gehen darauf ein – davor oder danach. Das war vor rund zehn Jahren nicht anders, als wir in Zeiten der Internet-Blase einen Management Buy-Out gemacht und 4 Jahren später nach harter Arbeit an ein angesehenes internationales Medienhaus verkauft haben. Kaum Presse. Kein Lobbyismus. Start-Up Helden werden nur geboren, wenn Mentoren da sind, die eine Notwendigkeit für Veränderung erkennen. Solche, die Lobbyismus verstehen und das Potential erkennen.

Mein Tweet am Veranstaltungstag war ernst gemeint…



Das Wort “successful” hätte ich gerne noch mit eingefügt – successful business. Aber ein Tweet ist ein Tweet. 140 Zeichen lang. Nicht mehr, nicht weniger. Weniger war leider nicht mehr bei der Veranstaltung. Viele Reden. Viele Besserungsbekundungen. Viele Vision. Wenig Moderne Digitale. Wenige Tweets und Updates. Wenig Gründer. Wenig Innovation.

Wenn man vom Moderator motiviert wird, Veränderungsvorschläge mal so richtig als Wunschkonzert in die Runde zu werfen, dann ist das einerseits eine Chance, andererseits auch der Anfang vom Ende. Denn schnell entweicht man deutschen Grenzen (“Auf den Medientagen hat mir selbst die Begeisterung für den Medienstandort Deutschland gefehlt.”), und es reihen sich zahlreiche Punkte aneinander…

– Offenheit: Die Generation Y sollte endlich von den Unternehmensführern eingeladen werden. Initiativen sieht man hier in Berlin oder London. Wie lautet eine deutsche Initiative?
– Lobbyismus: Berlin leistet
starke PR-Arbeit für Gründer, die über die nationalen Grenzen hinausgeht. Warum ist München so leise…? Wie lautet das Standortmarketing bis 2030?
– Argumente: “Mir fehlen die Argumente, mit denen ich internationale Unternehmen nach München holen könnte.” Warum positionieren wir nicht Berge, Bier oder Bayerisches Lebensgefühl?

Aber ich will der von
Jennifer Regehr konstatierten Schrebergarten-Metalität in München mal mit einem Open-Innovation-Ansatz begegnen. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich hiermit viel Geld hätte verdienen können. Hier mal ein paar Vorschläge, die Bayern als Digitalen Wirtschaftsstandort positionieren können…

1. Co-Corporate Space (als Erweiterung des Co-Working Space)
Viele gestandene Unternehmen, Real Estate Firmen und öffentliche Gebäude in München haben ungenutzte Flächen. Wie wäre es, wenn man hier eine initaitive startet, die Arbeitsfläche zur Verfügung stellen? Denn Co-Working Spaces müssen bezahlbar sein und ein wenig Bandbreite lassen sich da sicher “abzwacken”. Für steuerliche Feinheiten oder vergünstigte und flexible Mietzeiten liesse sich sicher eine Lösung finden.

2. Start-Up Paten Programme (als Erfahrungsaustausch)
Wird man geboren, bekommt man einen Paten, der einem an die Seite gestellt wird falls Papa und Mama mal nicht mehr sein sollten. Und was ist mit Start-Ups, wenn die Investoren zurücktreten oder ganz wegfallen? Paten-Programme könnten schneller Schwächeperioden abfangen, sei es finanziell mit einem Überbrückungskredit, strategisch mit dem eigenen Netzwerk oder plastisch mit kostenfreiem Arbeitsumfeld.

3. Veranstaltungen – Nacht der Start-Ups
In München gibt es soviele faszinierend organisierte Nächte zu bestimmten Themen – Nacht der Bildenden Künste. Nacht der Museen. Nacht der Musik. Nacht der Goldenen Ananas. Wann kommt die Nacht der Start-Ups oder die Nacht der Digitalität? Dort könnten sich Studenten, Arbeitsuchende und Unternehmen finden. Und die Politik nutzt es zum Lobbyismus und für ihre PR-Zwecke.

Fazit
Gefordert ist ein Trialog: Politik, Wirtschaft und Unternehmen. Lasst uns an den Tisch setzen, wenn Bayern wirklich an einer Start-Up Szene und moderner Dynamik gelegen ist. Aber bitte wundert Euch nicht, wenn dann mehr Hoodies das traditionelle Stadtbild von feinem Zwirn, Kulturstrick und beigem Karomuster durchbrechen. Ich bin dabei, denn wir wollen in München Helden aus der Taufe heben.

PS: Wer sich die Diskussion und das Wunschkonzert der Start-Ups noch einmal ansehen möchte, kann dies hier in voller Länge machen…

36% of mobile car search convert within an hour, finds study

It will be one of these studies that will make the car and travel industry think. Nielsen, xAd and Telmetrics just published the third part of their “mobile path to purchase” study. The research is based on findings for the travel industry, restaurants and the car industry. The study found some significant differences in the consumer behavior from the three industry sectors. Especially for the car industry the findings seem notable…

The research discovered four types of mobile car users: car researchers, car, deal hunters, ircumstantial or emergency users, gear heads. All showed different signs of behavior, demographic and income profiles. There are some significant findings.

Half of the mobile car search was done as a longer term research. However, 49% were “looking to make a purchase within the day.” Even more, 36% of this part converted “within the hour.”

By comparing the three categories, the study found some elementary difference between apps and mobile web usage. While car searchers are heading for mobile web usage (maybe because their demand is not of daily expertise with these apps), the travel search is done predominatly via apps.

The study also clarified some differences between smartphone and tablet user behavior which was especially in the automotive category of importance for the car industry:
– Tablet owners are 3x more likely to be influenced by positive reviews than smartphone owners
– Tablet users spend more time looking at reviews and doing price research than smartphone users
– 42% of smartphone users do some research while in their cars

Most car search activities were business directions (44%), pricing comparison (43%) and phone numbers to business impact (36%).

Der feine Unterschied zwischen Social Media und Social Business


Credits: © Yuri Arcurs – Fotolia.com

Für Business Entscheider ist es wichtig, den Unterschied zwischen Social Media und Social Business zu verstehen. Das gilt aber nicht nur für die Marketing- oder Presseabteilung. Wer sich diesem Unterschied nicht widmet und sein Unternehmen darauf umstellt, wird sich schwer tun im heutigen Mitbewerbsumfeld zu bestehen.

Die Frage ist also, was sich hinter dem Terminus “Social Business” grundsätzlich verbirgt. In einigen Konferenzen und Keynotes habe ich mich in den letzten Wochen zum Thema Social Business geäußert und den Unterschied zu Social Media herausgestellt. Das will ich mal schnell zusammenfassen. Denn Gründe, warum sich Unternehmen noch dagegen wehren, sind zahlreich vorhanden.

Social Business ist ein Kulturwandel und geht grundsätzlich mit einem nicht unbedeutenden, aber oft gar nicht so aufwendigem Change Management Prozess einher. Alleine beim Wort “Change Management” dreht sich bei so manchem Business-Entscheider allerdings der Magen um. Chancen werden da eher in Frage gestellt. Und das obwohl Firmen wie IBM, SAP, Cisco, Bayer, Kuka Roboter oder BASF bereits von den Erfolgen auf so mancher Veranstaltung berichtet haben.

Social Business wird oft als Marketing- und PR-Aufgabe verstanden, sprich als Externe Kommunikation. Doch der wahre ROI liegt in der internen Kommunikation und dem Commitment der Mitarbeiter, die Herausforderung der Business-Expansion durch gemeinsame Kommunikation anzunehmen bzw. sich mit dem Unternehmen oder der Marke zu zu identifizieren.

Abteilungen wie Kunden Service und Personalabteilungen beschäftigen sich zwar mit Social Media, aber in der Regel deren Möglichkeiten der Einschränkungen der Mitarbeiter im interaktiven Engagement während der Arbeitszeit im Sinne der Produktivität (Fehlinterpretation!) und Automatisierung. Dass Social Business wie ein kontinuierliches integratives Trainigs- und Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter sein kann, wird meistens verkannt.

Social Business könnte aber auch als Chance gesehen werden, dass Mitarbeiter interne Businessprozesse, Marktwissen und Managementziele besser verstehen. Das erfordert aber eine interne Kommunikation, die nicht auf einer 1:1 Kommunikation basiert. Da müssen Business-Entscheider erst verstehen, dass die Email kein Allheilmittel ist, sondern Stream-Kommunikation und Community Austausch schneller und wesentlich effizienter sind.

Social Business sucht nach den Chancen der Business-Generierung durch Kollaboration, die sowohl intern wie extern laufen kann. Social Business ist wie eine Brücke, die zahlreiche Unternehmen wie Gatekeeper bewachen, um schön zwischen Hierarchien, zwischen Abteilungen, dem Partner- und Resellerverhältnis oder der Beziehung zum Kunden zu differenzieren. Diese Wächter braucht niemand mehr und Unternehmensführer sind gut beraten, sich ihrer zu entledigen.

Social Business liefert kritischen Input für Business-Entscheidungen und Business-Generierung. Beides lässt sich dank Social Media Messinstrumenten in schnellere Management-Entscheidungen drehen. Denn, wenn nicht eine Entscheidung die Last der Verantwortung trägt, sondern zahlreiche Schultern, die alle an der Wertschöpfungskette beteiligt sind, dann reden wir nicht mehr von Social Media.

In einem Interview hat Ed Brill, den wir mit
The Strategy Web vor ein paar Wochen interviewt haben, auch nochmal kurz und knapp den Unterschied zwischen Social Media und Social Business zusammengefasst: Social Business ist das Einbinden der Mitarbeiter in einen sozial offenen Prozess. Also einen Prozess, der Mitarbeiter, Partner, Kunden und den Markt als interaktive Gemeinschaft zusammenführt. Entsprechend haben wir vor einiger Zeit das
“Community Centric Strategy” Modell entworfen. Es geht darum, die richtigen Menschen des Marktes, interne wie externe, in einem Kommunikationsprozess zusammenzubringen, um Probleme zu lösen, innovativ zu sein, Antworten zu geben, mit der gemeinsamen Absicht, den Markt besser zu verstehen.

Eigentlich gar nicht so schwer, oder…?

Überall hyperlokal


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Auf den Münchner Medientagen 2012 war die Veränderung der Medienlandschaft in der digitalen Welt wie immer eines der Hauptthemen. In den Verlagshäusern wird umstrukturiert, gespart und abgebaut. Und während dort alte Strukturen aufgebrochen und neue Geschäftsmodelle implementiert werden, so macht sich seit einigen Jahren im Lande eine neue Generation von Medienmachern auf den Weg, den angestammten Zeitungsverlagen die Leser wegzuschnappen bzw. in Ergänzung zu diesen zu treten. Und das machen sie gut: spitz, flink und kreativ.

Die Geschwindigkeit wie sich hyperlokale Angebote im Netz entwickeln ist erstaunlich. Der Hype begann vor ca. drei Jahren und setzt sich weiter fort. Die sublokalen Online-Auftritte im Web bieten redaktionell aufgemachte Berichte aus einem klar abgegrenzten Gebiet, einer Stadt, einer Gemeinde oder nur aus einer Straße. Sie sprechen eine spitze Zielgruppe an, und zwar den Bürger und die Werbetreibenden vor Ort.

Bestückt werden die Online-Auftritte von professionellen Redakteuren, aber auch von Bürgerreportern. Erstaunlich ist, dass viele dieser Angebote nicht von den klassischen Zeitungsverlagen ins Leben gerufen werden, sondern von Entrepreneuren, die ihre eigenen höchst kreativen Wege gehen. So zum Beispiel die „
Prenzlauer Berg Nachrichten“ von Philipp Schwörbel. Der Jungunternehmer startete sein Onlineangebot im Jahr 2010 und erreicht bereits 22.000 Nutzer pro Monat (eigene Angabe). Um weiterhin unabhängig schreiben zu können, hat die Redaktion vor kurzem den „Freundeskreis Prenzlauer Berg Nachrichten“ gegründet. Bei diesem Freundeskreis können die Leser ab einem Beitrag von 1,50 € pro Monat Mitglied werden und somit die redaktionelle Arbeit unterstützen.

Ein weiteres interessantes Angebot das zu den hyperlokalen Angeboten gezählt werden muss, ist die
Jungfrau Zeitung aus Interlaken in der Schweiz, die von Verleger Urs Gossweiler gegründet wurde. Die Jungfrau Zeitung beschreibt sich selbst als „radikal lokal“. Journalisten berichten über das Leben im Mikrokosmos Jungfrau, werfen aber auch einen Blick auf das Geschehen in der Welt. Stets aber aus lokaler Sicht. Ein weiteres Merkmal dieser „Zeitung“, sie ist konsequent multimedial. Sie erscheint Online, zweimal in der Woche auf Zeitungspapier, sie ist als iPad und iPhone-App erhältlich oder auf jedem Smartphone in einer HTML-Version abrufbar und hat einen Twitter und Facebook-Auftritt. Auf allen Online-Kanälen werden die Inhalte rund um die Uhr aktualisiert. Um die Jungfrau Zeitung konsequent multimedial zu halten, muss man sich von allen Zeitungsmachen-Strukturen verabschieden. Was zählt ist eine innovative technische Plattform, um schnell und effektiv alle Kanäle zu bespielen. Laut Urs Gossweiler dauert es keine fünf Sekunden, um eine Anzeige auf allen Kanälen abzubilden.

Im Sommer diesen Jahres setzte dann die Axel Springer Jorunalistenschule mit
Zoom Berlin ein interessantes Anbebot ins Web. Die Jungjournalisten berichten über das Leben in einer Straße, und zwar der Oranienstraße in Kreuzberg. Eine Spielwiese für angehende Journalisten, die das Gespür für die wirklich wahre Dinge in einer Region entwickeln sollen. Unter dem Motto „Die Stadt. Eine Straße. Dein Leben.“ berichten sie über die Menschen, die dort seit langer Zeit oder auch erst kurz leben, beleuchten die geschichtsträchtige Vergangenheit der Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg, setzen sich mit aktuellen Problemen auseinander und laden über Facebook, Twitter und ein eigenes Blog ihre User ein, zusammen mit der Redaktion Visionen für die Zukunft der Straße zu entwickeln.

Um hyperlokal publizieren und Bürgerreporter unkompliziert in das Publizieren von Beiträgen zu versetzen, hat das Unternehmen
Gogol Medien aus Augsburg eine spannende technische Lösung für die Arbeit in der Cloud entwickelt. Diese Lösung richtet sich vor allem an Verlage. Mit der Publishing Lösung werden zum Bespiel die hyperlokalen Angebote von Regional Media Austria wie
www.meinbezirk.at mit mehr als 130000 Leserreportern oder
mz-buergerreporter.de gepflegt. Um eine größtmögliche Abdeckung an lokalen Themen zu bieten, ohne jedoch einen immensen Personalaufwand betreiben zu müssen, müssen die Online-Angebote der Verlage für Leserreporter geöffnet werden. Martin Huber erklärte auf den Medientagen und in einer Pressemitteilung zum Start der MZ Bürgerreporter Plattform: „Leserreporter sind nicht Konkurrenz, sondern vielmehr eine wichtige Ergänzung zu professionellem Journalismus. Die Menschen vor Ort schreiben über das, was sie bewegt. Ihre ganz persönlichen Sichtweisen sind nicht nur spannend zu lesen. In der Gesamtschau ergibt sie auch ein erstaunlich exaktes Bild über die relevanten Themen der jeweiligen Region. Redakteure wiederum haben die Möglichkeit, diese Themen aufzugreifen, sie weiterzuentwickeln und professionelles Storys daraus zu machen.“ Interessant wird es laut Huber also dann, wenn sich der professionelle Journalist mit dem Amateurredakteur zusammentun.

Ob sich die hyperlokalen Angebote landesweit durchsetzen und monetarisieren werden, bleibt abzuwarten. Jedoch scheint es, dass diese Angebote derzeit die einzige sinnvolle Antwort auf immer weniger werdende lokale Beiträge in den Printzeitungen sind. So kann sich die RP Online ebenfalls eine Kooperation mit lokalen Bloggern vorstellen. Zwar will RP Online weiter der Informationshub für die Region sein, die Informationen könnten aber auch von anderer Seite kommen. So sollen laut der Panelisten auf den Medientagen 2012 die Zeitungsmacher “Gestalter des lokalen Marktes sein, aber nicht die Chronisten.” Oder wie Meinolf Ellers, Geschäftsführer dpa infocom, sagte: “Mit dem Mindset des klassischen Zeitungsmachens, macht man keine digitalen Medienprodukte.”

Frauen sind offensichtlich affiner für mobiles Shopping als Männer


Credits: © Mitarart – Fotolia.com

Auch wenn wir immer noch denken, dass die Technikwelt eine Männerdomäne sei, in der Mobilewelt ist das schon längst nicht mehr der Fall. Unternehmen und Marken, die das weibliche Geschlecht als Zielgruppe haben, sollten bei der Erstellung ihrer Mobile Commerce Lösungen bzw. ihre Apps das im Hinterkopf haben, was eine aktuelle Studie (aber auch ein paar andere Erkentnisse) jetzt zeigt.

Die Studie von
OgilvyAction untersucht das Verhalten von 1000 mobilen Konsumenten aus Großbritannien. Als grundsätzlich spannende Aussage sehe ich, dass auch Frauen ihr Mobiltelefon heutzutage nicht mehr nur für Telefonate einsetzen. Eine von sechs hat bereits mit ihrem Mobiltelefon eingekauft – im Gegensatz zu nur jedem neunten bei den Männern. Und für Frauen sind es alle möglichen Dinge des Lebens, die da über den mobilen Ladentisch gehen: Kleider, Obst, Gemüse, oder auch Spielzeuge.

Während 56% der Frauen ein Smartphone hatten, sind es nur 51% der Männer, und auch bei den Blackberrys sind die Frauen vorne (21% versus 15%). Die Studie zeigt auf, dass 35% der Frauen es einfacher fanden über das Mobiltelefon als über ein Desktop oder Laptop einzukaufen (bei Männern sind es nur 25%). Ebenso sehen mehr als 4 von 10 Frauen Mobile Commerce als schneller (gegenüber einem Drittel der Männer) und 55% meinen auch, das es angenehmer und geeigneter sei (versus 40% der männlichen Nutzer).

Der Unterschied wird aber auch in der technischen Nutzung der Mobiltelefone beim Einkaufen klar. Frauen nutzen beim Shoppen die Option Fotos zu machen, um Produkte festzuhalten. Aber auch Preisvergleichsseiten, Apps oder auch Gutscheine werden aufgerufen. Männer hingegen scannen eher mit QR Codes und 46% nutzten die Webseite der Shops, in denen sie sind sowie viele deren Mitbewerber.

Zwei Haupterkenntnisse lassen sich aus der Studie ziehen: Fast die Hälfte der Frauen kaufen etwas mobil, wenn sie Produkte oder Preise über das Mobiltelefon nachgesehen haben – bei den Männern sind dies nur ein Drittel. Und Frauen nutzen eher mobile Webseiten als Apps für ihre Einkäufe. Doch die App hat auch bei Frauen nicht ausgedient. Die Studie zeigt, das Frauen regelmäßiger als Männer mobile Apps in verschiedenen Bereichen nutzen: Lifestyle, Gesundheit, Unterhaltung und vor allem Social Networking.

Eine weitere Studie von
Porter Novelli Research besagt zudem, dass 65% der britischen Frauen den Zugang zu Social Media mindestens einemal pro Woche nutzen (51% der Männer). Für Marken sicherlich interessant, dass Frauen mit 64% eher den Marken im Zuge der Rabattschlacht folgen als Männer (56%). In Amerika zeigen Untersuchungen von
Google Ad Planner, dass 82% der aktiven Pinterest-Nutzer weiblich sind. Und auch bei Facebook haben weibliche Nutzer 8% mehr Freunde und sind sind für 62% des Sharinganteils verantwortlich.

Buyral Spoof: How to make a video go viral with a professional clicking agency

Often we do get asked how to make a video go viral. Well, ehre is the answer… This Buyral video shows brand and companies how they make their videos go around the world of social networks. I am sure you all will love it! And here is our advice: Don’t take this video done by St. John too serious and don’t trust every agency that will tell you they know how to get your brands latest promotion to go viral. Maybe they also have some professionals with a fast finger clicking they videos like we assumed some straneg agencies were clicking banners years ago.

adidas NEO: Interactive Window Shopping Experience

We have already seen some really cool window shopping experience by Neet-a-Porter at the beginning of the year. However, this version by adidas NEO is actually taking window shopping to a next level: an interactive digital window concept that connects to your smartphone. With this concept, it is possible to shop at their store after hours without an app or scanning a QR code.

This completely interactive in-window shopping experience lets consumers flick through clothing board according to your own taste and play with a model. They are even trying on every item. So, it is easier to see exactly how the clothes look (on a model). Now, you just need to imagine how you look like in the clothes.

This is how it works: By typing in the special URL you can connect your smartphone to the window and take control of a virtual shopping bag. Any product dropped into the window’s shopping bag instantly appears on your mobile ready to save, purchase or share with friends.

You can check out this window at adidas NEO Nürnberg store for a six-week pilot test.

Trust the Right People

These days it is easier than ever to position yourself as an expert in your field…even if you are not actually an expert. It is something that more and more people are doing and this can make it really difficult to figure out who the most trustworthy sources of information (and opinions) are. Nowhere is this truer than on the Internet. So how do you know which sources are worth trusting and which aren’t?
The first thing that you should do, when figuring out whether or not a source is trustworthy, is to check out their background. Do a Google search on the person and see what you can find. If all you can find are blog posts but no actual biographical information or records, you should probably move on to someone else. A trustworthy source will have done the work to build up that expertise. He or she will have verifiable degrees or practical experience backing them up. This doesn’t mean you can’t agree with a person’s opinion. It simply means that you shouldn’t use it as the reason to make a decision about important life matters.
For example, let’s look at Charles E Phillips former co-President, Oracle Corp.. When you put his name into Google a plethora of articles and records come up. This information goes beyond the boundaries of a simple Wikipedia entry (though Wikipedia can be a worthwhile source once in a while). There are articles in trusted publications about him and his background. The first page of the Google search brings up sources like The New York Times, the Wall Street Journal, Forbes, etc. This is what you want to see. If all you find are links to Ezine articles pieces, self published Yahoo News Network articles and a blog? You might want to treat carefully.
If you aren’t sure whether or not to trust a publication, check out its history. How long has the publication been in business? Who sits on its board? Who owns the publication? What are the backgrounds of these people? Do you trust that their opinions aren’t influencing the reporting done by the publication you want to cite?
Basically, when you want to know whether or not a source is trustworthy, you need to do a little “leg” work. You can’t assume that someone is automatically trustworthy because he has been published. Gone are the days of “well he has a book so he must know what he’s talking about.”